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Berlusconi wäre in Deutschland chancenlos

Mal angenommen, er stünde in Deutschland zur Wahl: Kaum jemand würde hierzulande Silvio Berlusconi seine Stimme geben. Eine Umfrage zeigt die große Abneigung der Deutschen gegen den Politiker.

  In der Heimat hat er noch immer viele Fans: Silvio Berlusconi vor wenigen Tagen auf einer Wahlkampfveranstaltung in Turin.

In der Heimat hat er noch immer viele Fans: Silvio Berlusconi vor wenigen Tagen auf einer Wahlkampfveranstaltung in Turin.

Silvio Berlusconi, 76, der bei der Parlamentswahl in Italien am Sonntag und Montag erneut kandidiert, hätte bei den Deutschen keine Chance. Wenn sie an der Wahl teilnehmen könnten, würden ihm nach einer Umfrage für das Hamburger Magazin stern nur 7 Prozent ihre Stimme geben. Für 86 Prozent kommt dies nicht in Frage.

Etwas höher ist die Zustimmung zu dem Milliardär, der bereits vier Mal italienischer Ministerpräsident war, nur in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen: Hier können sich immerhin 16 Prozent vorstellen, Berlusconi zu wählen.

Berlin wenig begeistert von möglichem Comeback

In den vergangenen Tagen hatten auch Vertreter der Bundesregierung vor einem Comeback von Berlusconi als Regierungschef gewarnt. Außenminister Guido Westerwelle hatte gesagt, er setze auf einen proeuropäischen Kurs mit der Fortführung der notwendigen Reformen in Italien.

Am gestrigen Dienstag stellte Regierungssprecher Steffen Seibert klar, die Ansicht von Westerwelle gebe die Position der gesamten Regierung wieder.

mw/print

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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