Startseite

Acht Tote und hunderte Verletzte bei Krawallen

Explosive Stimmung in Kairo: In der Nähe des legendären Tahrir-Platzes haben sich Demonstranten und Polizei heftige Straßenschlachten geliefert. Mehrere Menschen starben, hunderte wurden verletzt.

  In der Nähe des Tahrir-Platzes ist es in Kairo zu heftigen Ausschreitungen gekommen

In der Nähe des Tahrir-Platzes ist es in Kairo zu heftigen Ausschreitungen gekommen

In Kairo ist wieder Blut geflossen: Bei schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften wurden im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt mindestens acht Menschen getötet. Rund 300 wurden verletzt, als Sicherheitskräfte am Freitag ein Protestcamp vor einem Regierungsgebäude im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt auflösten. Inzwischen haben Sicherheitskräfte die Kontrolle über das Areal übernommen. Ein großes Aufgebot von Soldaten und Polizisten sperrte das Gebiet unter anderem mit Stacheldraht ab. Der einige hundert Meter entfernte Tahrir-Platz, das Zentrum der Protestbewegung, ist unterdessen für den Verkehr frei zugänglich.

Die Demonstranten hätten das Gebäude der Behörde für Straßen und Brücken angezündet, das in der Nähe des Parlaments liegt, wurde am Freitagabend weiter berichtet. Den Angaben zufolge legten sie das Feuer, nachdem sie von dem Gebäude aus von Menschen in Zivil mit Steinen beworfen worden waren.

Zuvor waren Hunderte von Demonstranten den Protestierenden zu Hilfe geeilt, die sich schon seit dem Vormittag Straßenkämpfe mit der Militärpolizei geliefert hatten. Die Aktivisten sprachen ihrerseits von drei Toten. Sie erklärten, die Zivilisten, die sie mit Steinen attackiert hätten, seien "von der Armee geschickte Schläger" gewesen.

In der Nähe des Tahrir-Platzes, wo einst Geschichte geschrieben wurde, herrschte Chaos: Steine flogen, Barrikaden brannten, schwarzer Rauch stieg auf. Das Gesundheitsministerium berichtete von Schussverletzungen, Knochenbrüchen und Prellungen.

Beamte sollen Steine auf Demonstranten geworfen haben

Aus Sicherheitskreisen hieß es, die Ausschreitungen hätten begonnen, nachdem Regierungsbeamte, die wegen des Dauerprotests seit Wochen nicht zu ihren Büros gelangen könnten, die Demonstranten mit Gegenständen beworfen hätten.

Die etwa 150 Mann starke Protestgruppe vor dem Kabinettsgebäude, zu der junge "Revolutionsaktivisten" und eine Gruppe von Fußballfans gehörten, wollte verhindern, dass die vom Militärrat eingesetzte Übergangsregierung von Ministerpräsident Kamal al-Gansuri dort ihre Arbeit aufnimmt. Am Freitag riefen sie: "Nieder mit der Militärherrschaft". Al Gansuri hat inzwischen ein Büro im Gebäude der staatlichen Planungsbehörde bezogen. Gansuri sagte, die Akteure der neuen Proteste in Kairo seien "nicht die jungen Leute der Revolution", die zum Sturz Mubaraks geführt habe. "Das ist keine Revolution, sondern eine Konterrevolution", ergänzte er.

Muslimbrüder sind die Wahlgewinner

Der Oberste Militärrat hatte im vergangenen Februar nach dem Sturz von Präsident Husni Mubarak die Macht übernommen. In Ägypten wird in diesen Wochen ein neues Parlament gewählt , in dem wahrscheinlich die Muslimbruderschaft die größte Fraktion stellen wird. Die ersten Ergebnisse der zweiten Runde wurden am Freitag veröffentlicht.

Wie schon im ersten Wahlgang, so lagen auch diesmal die Muslimbrüder mit Abstand auf Platz eins, gefolgt von der radikal-islamischen Partei des Lichts. Ein weiterer Wahlgang in den restlichen Provinzen und zwei Stichwahlen stehen noch aus.

Am 13. Januar soll das endgültige Ergebnis des Votums veröffentlicht werden. Im vergangenen Monat waren bei Zusammenstößen von Demonstranten und der Polizei in Kairo mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen.

dho/kng/DPA/AFP/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools