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Obama warnt USA vor "Schande über uns"

Seit dem Blutbad von Newtown streiten die USA über eine Verschärfung ihrer Waffengesetze. Der US-Präsident beißt sich die Zähne an den Republikanern aus. Er sagt: "Tränen sind nicht genug."

Eine Foto als Mahnung und Appell: Vor wenigen Tagen veröffentlichte Yoko Ono eins von der blutverschmierten Brille ihres ermordeten Mannes John Lennon. "Der Tod eines geliebten Menschen ist eine schreckliche Erfahrung. Nach 33 Jahren vermissen unser Sohn Sean und ich ihn immer noch", twitterte die Witwe am 44. Jahrestag ihrer Hochzeit mit dem Ex-Beatle zu dem Foto der Brille, die Lennon am Tag seiner Erschießung in New York getragen hatte. Das Bild war überschrieben mit dem Satz: "Mehr als 1.057.000 Menschen wurden in den USA durch Waffen getötet, seit John Lennon am 8. Dezember 1980 getötet wurde." Yoko Ono forderte die Politik auf, zu handeln und die ultralockeren Regeln für Waffenbesitz zu verschärfen. "Wir verwandeln dieses schöne Land in ein Kriegsgebiet", schrieb sie. Über drei Monate ist das Massaker von Newtown her, bei dem 28 Menschen starben, darunter 20 kleine Schulkinder und der Täter. Der Amoklauf hatte die Menschen in den USA aufgewühlt. Präsident Barack Obama sah darin ein Fanal. Unter Tränen kündigte er an, die Gesetze zu überarbeiten und vor allem den Erwerb an Sturmgewehren zu erschweren, was Waffenhändlern seither glänzende Geschäfte bescherte. Seit dem Blutbad vom 14. Dezember streiten die Amerikaner leidenschaftlich über die Bestimmungen zum Besitz von Flinten und Pistolen in Privatbesitz. Die eine beharren auf ihrem in der Verfassung garantierten Recht, sich Revolver unter das Kopfkissen legen zu dürfen. Die anderen sagen: Es reicht!

Dabei ist klar: Die USA werden niemals so scharfe Vorgaben machen wie die Europäer, Australien oder zig andere demokratische Länder auf dieser Erde. Das wäre politisch ohnehin niemals durchzusetzen. Im Kongress wird derzeit ein Gesetzentwurf beraten, der strikte Kontrollen vorsieht. Verhindert werden soll, dass Kriminelle oder psychisch instabile Menschen in den Besitz von Schusswaffen kommen. Obama versucht, ein Verbot halbautomatischer Sturmgewehre durchzusetzen, jene Waffen, die in Sekundenschnelle Dutzende Geschosse ausspucken können. Der Attentäter von Newton und viele andere Amokläufer vor ihm hatten solche Gewehre für ihren Feldzug gegen Unschuldige genutzt.

Doch ein solches Verbot stößt auf erbitterten Widerstand der Republikaner. Nicht einmal Obamas Demokraten stehen geschlossen hinter ihrem Präsidenten. Ihr Fraktionschef im Senat, Harry Reid, hatte den radikalen Schlussstrich unter den Verkauf von Sturmgewehren an Privatleute nicht in den Gesetzentwurf aufgenommen, weil er eine Mehrheit dafür für ausgeschlossen hält. Obama lässt sich nicht beirren. "Es besteht absolut kein Grund, warum wir das nicht hinkriegen sollten", sagte er spürbar frustriert bei einem Empfang von Angehörigen der Opfer von Newtown im Weißen Haus. "Tränen sind nicht genug." Das ganze Land habe nach dem Massaker geschworen, etwas gegen derartige Gewaltexzesse zu unternehmen. "Schande über uns, falls wir es bereits vergessen haben sollten. Ich habe diese Kinder nicht vergessen."

Waffenarsenal beim Newtown-Attentäter entdeckt

Auf was für ein Waffenarsenal der Todesschütze von Newtown zurückgreifen konnte, macht das Protokoll der Hausdurchsuchung bei dem Täter deutlich, das auf öffentlichen Druck hin von der Polizei teilweise veröffentlicht wurde. Der Amokläufer, der vor dem Angriff auf die Schule seine Mutter erschoss, trug ein halbautomatisches Gewehr und zwei Pistolen bei sich. Ein weiteres Gewehr lag geladen im Auto. Im Haus des Schützen entdeckte die Polizei nach der Tat den nun bekanntgewordenen Dokumenten zufolge zahlreiche Schachteln Munition und weitere Schusswaffen, darunter ein Winchester- und ein Enfield-Gewehr sowie eine Pistole der Marke Luger. Außerdem umfasste das Waffenarsenal dem Protokoll zufolge drei Samurai-Schwerte, ein Bajonett und einen lange "Stab mit einer Klinge auf der einen Seite und einem Spieß auf der anderen Seite".

tso/dpa/Reuters/AFP/Reuters

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