. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
9. Juni 2008, 11:54 Uhr

Rüstungsausgaben steigen weltweit

Die weltweiten Rüstungsausgaben sind im vergangenen Jahr weiter gestiegen - auf 858 Milliarden Euro. Am meisten Geld investierten die USA. Deutschland liegt auf dem sechsten Platz.

Fast die Hälfte aller Rüstungsausgaben auf der Welt entfiel mit 45 Prozent auf die USA© Krauss-Maffei Wegmann/DDP

Der kräftige Aufwärtstrend bei den weltweiten Rüstungsausgaben hält auf breiter Front an. Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI (Stockholm International Peace Research Institute) berichtete, stiegen die Militärhaushalte im letzten Jahr im Vergleich zu 2006 um sechs Prozent auf 858 Milliarden Euro (1,339 Billionen Dollar). Seit 1998 betrug der Zuwachs 45 Prozent. Die höchsten Steigerungsraten in dieser Zeit verzeichneten die Staaten Osteuropas einschließlich der früheren Sowjetunion mit einem Plus von 162 Prozent. Russland legte 2007 beim Militärhaushalt um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

Fast die Hälfte aller Rüstungsausgaben auf der Welt entfiel mit 45 Prozent auf die USA. Seit 2001, dem Jahr der Terroranschläge in New York und Washington, sind sie in den Vereinigten Staaten um 59 Prozent gestiegen. Grund seien die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie der im eigenen Land ausgerufene "Krieg gegen den Terror", hieß es im SIPRI-Rüstungsjahrbuch.

Deutschland liegt in der Tabelle der Länder mit den höchsten Militärausgaben auf dem sechsten Platz und hat nach SIPRI- Berechnungen mit 23,7 Milliarden Euro (36,9 Milliarden Dollar) einen Anteil von drei Prozent an den weltweiten Ausgaben. Hinter den einsam führenden USA mit jährlichen Ausgaben von 350 Milliarden Euro (547 Milliarden Dollar) folgen fast gleichauf Großbritannien, China und Frankreich. Sie geben jeweils etwa ein Zehntel des US-Betrages für militärische Zwecke aus. Vor Deutschland liegt auch Japan.

Beim internationalen Waffenhandel ermittelte das Institut einen Anstieg um sieben Prozent für die Zeit von 2003 bis 2007 gegenüber der Zeit von 2002 bis 2006. Deutschland war während dieser Spanne der drittgrößte Rüstungsexporteur der Welt mit einem Marktanteil von zehn Prozent. Die USA lagen mit 31 Prozent vorn, gefolgt von Russland mit 25 Prozent.

Als dringend überfällige Antwort auf die derzeitigen Trends bezeichnete SIPRI-Chef Bates Gill eine "Wiederbelebung der internationalen Rüstungskontrolle". Dafür gebe es in den kommenden zwei Jahren mit Blick auf mögliche neue politische Führungen in Ländern wie Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Japan, Russland und vor allem demnächst in den USA "neue Chancen und Öffnungen".

Die Notwendigkeit neuer Anstrengungen bei der Rüstungskontrolle ergibt sich für SIPRI auch aus den nach wie gigantischen Arsenalen an Atomwaffen. Acht Staaten verfügen hier über insgesamt 10.200 gefechtsbereite Sprengköpfe, während Vereinbarungen über Rüstungskontrolle oder Nicht-Weiterverbreitung "entweder schwanken oder kaum Fortschritte machen", heißt es im Jahrbuch.

Die Zahl der Kriege blieb mit 14 im letzten Jahr gegenüber 2006 unverändert. Während etwa in Burundi und Uganda zwei bewaffnete Konflikte beendet werden konnten, kamen zwei neue auf den Philippinen und in Somalia hinzu. Die Stockholmer Friedensforscher zählen in dieser Statistik auch nach wie vor den von Präsident George W. Bush ausgerufenen "Krieg gegen den Terrorismus" auf - mit den USA als Ort des Geschehens. Generell sei die Definition und Eingrenzung von Kriegen durch die "fragmentierte Anwendung militärischer Gewalt und die Zersplitterung beteiligter Akteure" kompliziert geworden, meint SIPRI.

Internet: www.sipri.org

DPA
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
ganzbaf (09.06.2008, 23:36 Uhr)
USA sind schisswütie Militäridioten

und Völkerermorder.
tripex (09.06.2008, 21:19 Uhr)
Militär beschützt Wohlstand
Tja, wo (relativ) viel Wohlstand existiert muß dieser Wohlstand beschützt werden. Neid und Eifersucht sind schon immer die Gründe für Kriege gewesen und wenn man diese Gründe verstärkt müssen gleichzeitig auch die Militärausgaben steigen.
guzziman (09.06.2008, 15:04 Uhr)
Das Militär
zu einem fuinktionierenden Staat gehört (hallo, kann auch für friedliche Zwecke eingesetzt werden) ist ja klar. Aber das zu den heute ständig steigenden Rüstungsausgaben auch die Zahl der verhungernden Menschen, vor allem Kinder, ständig steigt, das ist die eigentliche Sauerei.
ecomoc4u (09.06.2008, 13:34 Uhr)
erst kommt die lüge, dann kommt der glaube.
jedesmal wenn ein medientrottel irgendwo auf der welt von der schönen natur predigt, ist entweder eine coladose oder eine schusswaffe vorher schon da gewesen.
.
befor mann je einen weissen mann zu gesicht bekommt, weiss mann wie die waffe funktioniert, und wie die cola dose zu öffen ist.
MisterBrezeldent (09.06.2008, 13:01 Uhr)
Öööööööl...
dafür also die letzten Barrel und die letzte Kohle... toll. Haben Sie denn dann auch ein paar Rezepte, wie der Rest der dann sicherlich erheblich dezimierten Menscheit noch satt wird? Vielleicht gesottener Panzer an Tretminensoufflé mit Prinzessgranätchen? Oder Langstreckenraketen-Ragoút mit Eierhandgranaten und einem feinen Giftgas-sösschen? Saukerle...
malibuli (09.06.2008, 13:00 Uhr)
Bevor jetzt wieder dumme Kommentare kommen
Dass die USA Militärnarren sind und dadurch den Staat in den finanziellen Ruin stürzen, ist unbestritten. Bei allen anderen Ländern gilt: Grosse Volkswirtschaften haben grossen Rüstungsausgaben, kleine tendenziell kleinere. Dass Japan vor Deutschland liegt, bestätigt genau diese These.
Die Ausgaben sind übrigens nicht nur für Munition - sprich Militärausgaben sind keine Ausgaben für ausschliesslich Waffen.
MEHR ZUM ARTIKEL
EADS Die Waffen-Boutique der Bundeswehr

Eine vertrauliche Liste zeigt, was die Bundeswehr so alles beim Rüstungskonzern EADS bestellt: Eurofighter, E-Mail-Systeme - und sogar Eimer. Billig scheint EADS nicht zu sein, Kritiker sprechen von Verschwendung. mehr...

Sipri-Studie USA treiben Rüstungskosten hoch

900 Milliarden Euro wurden im vergangenen Jahr weltweit für Rüstung ausgegeben - ein Rekord. Das meldet das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri. Zentrale Ursache sei der von den USA ausgerufene "Krieg gegen den Terror". mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe