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Tränen für Mandela - Tritte für Obama

Südafrika bangt um Nelson Mandela. Sein drohender Tod überschattet nicht nur das öffentliche Leben. US-Präsident Obama kommt in ein Land im emotionalen Ausnahmezustand. Ihn erwarten zudem Proteste.

  Ein Tritt ins Gesicht des US-Präsidenten: In Pretoria demonstrierten vor allem wegen des Gefangenenlagers Guantánamo und des Drohnenkrieges Hunderte gegen den Besuch von Barack Obama.

Ein Tritt ins Gesicht des US-Präsidenten: In Pretoria demonstrierten vor allem wegen des Gefangenenlagers Guantánamo und des Drohnenkrieges Hunderte gegen den Besuch von Barack Obama.

US-Präsident Barack Obama kommt in ein tief aufgewühltes Land. Denn Südafrika hat sich in diesen Tagen und Wochen verändert. Nelson Mandelas Ringen mit dem Tod bewegt die Südafrikaner aller Schichten, Hautfarben, Völker, Stämme, Religionen. Das Schicksal des Vaters der "Regenbogennation" dominiert Schlagzeilen, Sendungen, Gespräche und Gedanken. "Eine Nation hält den Atem an", titelte die "Cape Times". Festivals wie das jährliche Knysna Austernfest müssen ihre Programme ändern, Spitzenpolitiker wie Vizepräsident Kgalema Motlanthe ihre Reisepläne - er wollte nach China.

"Ich schaue Nachrichten, wann immer ich kann", berichtet Cynthia Mbele aus dem Township Gugulethu bei Kapstadt. "Es wird so traurig, wenn er stirbt, er hat so viel getan für das Land", meint die 24-Jährige. Ihm sei es zu verdanken, "dass ich anders aufwuchs als meine Eltern", sagt die schwarze Südafrikanerin, die zur ersten Generation nach der rassistischen Apartheid-Zeit gehört.

Die Regierungspartei ANC, die als Freiheitsbewegung begann und mit Mandela die weiße Vorherrschaft besiegte, rief im ganzen Land zum Gebet für die Genesung der nationalen Ikone auf. Eine der größeren Andachten ist für Freitagabend im Zentrum Kapstadts geplant. ANC-Sprecher Jackson Mthembu kündigte an, in den kommenden Tagen überall öffentliche Gebetsveranstaltungen organisieren zu wollen.

Streit um künftiges künftige Mandela-Grab

Aber auch die oppositionelle Demokratische Allianz (DA) reklamiert Mandela für sich. Kapstadt, wo die DA dominiert, will ihn ein ganzes Jahr lang zelebrieren. Schon jetzt hängen überall große Banner mit seinem Porträt. "Mandela hat ein besonderes Verhältnis zu Kapstadt", so Bürgermeisterin Patricia de Lille. Schließlich war er hier, meist auf Robben Island, 27 Jahre in Haft. Auch die erste große Rede in Freiheit hielt er 1990 in der Stadt am Tafelberg. Wegen Mandelas Erkrankung hat auch Westkap-Ministerpräsidentin Helen Zille (DA) auf eine Chinareise verzichtet.

Drei Wochen nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus ist das Schicksal Mandelas weiter ungewiss. Familie und Regierung sollen für seinen Tod schon längst Vorbereitungen getroffen haben. Allerdings liegt sich die Familie vor allem mit Mandla Mandela, einem Enkel des 94-Jährigen, in den Haaren - inzwischen sogar vor Gericht. Es geht um Familiengräber, Verlegung von Toten, auch um die künftige Mandela-Grabstätte. Dabei hat sich der Nationalheld selbst schon lange für ein Grab in seinem Heimatort Qunu entschieden.

Obama pocht nicht auf Treffen mit Mandela

Unklar ist bislang auch, ob Obama Mandela im Krankenhaus besuchen oder aber mit Familienangehörigen des Schwerkranken zusammentreffen wird. Der US-Präsident erklärte auf dem Flug vom Senegal nach Südafrika, er werde icht auf ein Treffen mit Mandela beharren. "Ich brauche keine Fotogelegenheit. Das letzte was ich will, ist der Familie im Wege stehen", sagte Obama. "Wir werden sehen, wie die Lage bei unserer Landung ist."

Die Botschaft, die er zu überbringen habe, gehe auch nicht direkt an Mandela, sondern an die ganze Familie, betonte der Präsident. "Es ist einfach eine tiefe Dankbarkeit für seine Führung in all den Jahren." Die Gedanken und Gebete der US-Bevölkerung seien bei Mandela und seiner Familie und seinem Land. Ein Treffen des ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas und des ersten dunkelhäutigen US-Präsidenten wäre ein Höhepunkt von Obamas erster längerer Afrika-Reise.

"Logistischen Alptraum" für die Gastgeber

Mit Sicherheit erwarten Obama in Südafrika aber Demonstrationen. Bereits am Freitag protestierten Hunderte in Pretoria gegen den Präsidentenbesuch. In Johannesburg und Kapstadt hat ein Bündnis linker, gewerkschaftlicher und islamischer Gruppen unter der Parole "Nobama" zu Aktionen aufgerufen. Auch der mächtige Gewerkschaftsverband Cosatu unterstützt den Protest gegen Obama, der von den Gruppen vor allem wegen des Gefangenenlagers Guantánamo, des Drohnenkriegs und seiner Unterstützung für Israel angefeindet wird.

Der Besuch Obamas wird den Ausnahmezustand im Land nur noch verschärfen. Die seriöse "Mail&Guardian" berichtet mit Bezug auf amerikanische Quellen, dass der Begleit- und Sicherheitstross des US-Präsidenten 1600 Personen umfasse, ebenso eine ganze Flotte von Lastwagen, Geländefahrzeugen, Autos und Hubschraubern. Angesichts der strengen Sicherheitsmaßnahmen sprach ein südafrikanischer Sicherheitsexperte dem Wochenblatt zufolge von einem "logistischen Alptraum" für die Gastgeber.

mad/Laszlo Trankovits/DPA/DPA

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