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8. Oktober 2008, 13:38 Uhr

Nordkorea entwickelt Atomsprengköpfe

Nach Erkenntnissen des südkoreanischen Militärs entwickelt Nordkorea derzeit Atomsprengköpfe für seine Raketen. Unklar sei aber, ob das kommunistische Land erst am Anfang stehe oder bereits Sprengköpfe besitze. Über eine ausreichende Menge Plutonium verfügt das Land angeblich.

Attrappen nordkoreanischer Raketen: Verfügt das Land über Atomsprengköpfe?© Junge Yeon-Je/AFP

Nordkorea ist nach Einschätzung des südkoreanischen Militärs dabei, einen leichten Atomsprengkopf für sein Raketenarsenal zu entwickeln. Es sei jedoch nicht klar, ob das kommunistische Land erst am Anfang der Entwicklung stehe oder bereits atomare Sprengkörper besitze, sagte Generalstabschef Kim Tae Young am Mittwoch laut der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap vor einem Parlamentsausschuss in Seoul.

Nordkorea habe etwa 40 Kilogramm Plutonium produziert, die für den Bau von sechs bis sieben Nuklearwaffen benutzt werden könnten, sagte Kim weiter. Zuvor hatten südkoreanische Medien berichtet, dass Nordkoreas Streitkräfte am Dienstag mindestens zwei Raketen kurzer Reichweite über dem Gelben Meer abgefeuert hätten.

Raketenstarts bei Truppenübungen

US-Geheimdienste hatten schon vor fünf Jahren die Vermutung geäußert, dass Nordkorea mit der Entwicklung von Atomsprengköpfen begonnen habe. Damals wurde berichtet, dass Spionagesatelliten ein Testgelände in dem Land entdeckt hätten, auf dem mit konventionellen Explosionen Atomdetonationen simuliert wurden. Experten bezweifelten allerdings, dass das Land bereits über die Technik zum Bau von Atomsprengköpfen verfügt, die leicht genug für die Montage auf eine Trägerrakete sind. Nordkorea hatte vor zwei Jahren zum ersten Mal einen unterirdischen Nukleartest unternommen. Er war weltweit verurteilt worden.

Die Raketentests vom Dienstag seien vermutlich als Teil gewöhnlicher Truppenübungen unternommen worden, berichteten Yonhap und der öffentliche Sender KBS unter Berufung auf einen Regierungsbeamten in Seoul. Dabei habe es sich wahrscheinlich um Anti-Schiffsraketen gehandelt. Laut KBS wurden Luft-Schiff-Raketen von einem Jagdbomber aus über internationalem Gewässer abgefeuert. Nordkorea testet regelmäßig im Rahmen von Militärmanövern Raketen kurzer Reichweite vor der West- oder Ostküste des Landes.

Mitte September hatten südkoreanische Medien berichtet, Nordkorea habe Triebwerkszündungen für Interkontinentalraketen getestet. Die USA und andere Länder sehen neben dem nordkoreanischen Atomwaffenprogramm in dem Raketenprogramm des Landes ein Sicherheitsrisiko für die Region. Die nordkoreanische Rakete des Typs Taepodong-2 kann nach Einschätzung des US-Militärs im Falle technischer Perfektionierung einen nuklearen Sprengkopf auf das Gebiet der USA tragen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
tripex (08.10.2008, 21:53 Uhr)
Weltgeschichte
Wird nicht passieren. Alle Staaten verwehren derzeit den USA mehr oder weniger den Schulterschluß. Deshalb klappts auch nicht im Iran, aber ich befürchte, daß sich genau dort noch etwas vor der Wahl tut. Ich glaube, in diesem Monat wird Weltgeschichte geschrieben werden, die alles bisherige in den Schatten stellt. Und natürlich wird es Bush + Junta in vorprogrammierter Art und Weise nützen. Ich hoffe ehrlich, meine Intuition stellt sich als falsch raus.
Gisella (08.10.2008, 15:44 Uhr)
Letzte Chance
für GW Bush diesen "Schurkenstaat" zu vernichten. dann kann er als erneuter Kriegspresident im Amt bleiben. Nichts wie ran-sorry Obama und McPalin - hat nicht geklappt.
RBrunnerHH (08.10.2008, 14:45 Uhr)
wenn die Dinger
genauso "gut" funktionieren, wie die "besseren Silvesterknaller" beim 1. Atomtest, ist mir persönlich nicht bange! Notfalls bekommt die Bevölkerung eben ein bisschen URAN 238 zu fressen, das macht satt und hält lange vor!
 
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