Mobile Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere
Darstellung auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
HOME

Können die Kinder von Aleppo heute endlich wieder in den Park?

Nach Beginn der Waffenruhe herrscht in Syrien weitgehend Ruhe. Aktivisten und Korrespondenten zufolge wurden die Kampfhandlungen mit wenigen Ausnahmen eingestellt - und die Menschen wollen die Feuerpause nutzen. 

Kinder in Aleppo

Aufgewachsen im Krieg: Auch die Kinder in Aleppo hoffen, dass die Waffenruhe hält.

Nach dem Beginn einer Waffenruhe in Teilen Syriens um Mitternacht hat es laut Aktivisten kaum Verstöße gegen die Feuerpause gegeben. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte am Samstagmorgen, in der Provinz Latakia im Nordwesten des Landes seien die Kämpfe zwischen Regimeanhängern und islamistischen Rebellen auch nach Inkrafttreten der Waffenruhe weitergegangen.

Die Menschen in der Hauptstadt Damaskus seien ohne das übliche Granatfeuer erwacht, und auch in Aleppo im Norden herrsche weitgehend Ruhe, berichteten AFP-Korrespondenten. Sollte die Feuerpause bis zum Nachmittag halten, wollten Bewohner der ehemaligen Wirtschaftsmetropole erstmals seit Langem mit ihren Kindern in die nahegelehenen Parks gehen. 

Keine Luftangriffe auf Rebellen

Aktivsten und Einwohner berichteten auch aus anderen Teilen des Landes, in den ersten Stunden nach Mitternacht sei die Waffenruhe vereinzelt gebrochen worden. Die oppositionellen Lokalen Koordinierungskomitees meldeten, Regimeanhänger hätten den Ort Bala östlich der Hauptstadt Damaskus beschossen. Russland und Syriens Luftwaffen flogen jedoch keine Angriffe auf Rebellen.

Syriens Staatsfernsehen meldete, bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Fahrzeuges in der zentralsyrischen Stadt Salamija seien zwei Menschen getötet worden. Der Ort steht unter Regimekontrolle. Die Menschenrechtsbeobachter erklärten, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sei für die Tat verantwortlich. In der Nähe von Salamija verläuft die Grenze zu dem Gebiet, das von den Extremisten beherrscht wird.

Kämpfe mit IS-Anhängern

Die USA und Russland hatten sich Anfang der Woche auf die Waffenruhe geeinigt. Ausgenommen von der Feuerpause sind der IS und die Al-Nusra-Front, syrischer Ableger des Terrornetzwerks al-Kaida. Den Menschenrechtsbeobachter zufolge kam es auch in mindestens zwei Regionen zu Kämpfen mit IS-Anhängern.

Die Waffenruhe soll den Weg zur Wiederaufnahme der ausgesetzten Genfer Friedensgespräche ebnen. UN-Sondervermittler Staffan de Mistura erklärte, die Treffen würden am 7. März wieder aufgenommen, wenn die Waffenruhe weitgehend eingehalten werde.

mad/DPA/AFP
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools