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John Kerry und Sergej Lawrow treffen und beraten sich

Auf einen Termin für die geplante Syrien-Friedenskonferenz konnten sich die USA und Russland noch nicht einigen. Deren Außenminister wollen kommende Woche über das weitere Vorgehen sprechen.

  Der russische Außenminister Sergej Lawrow (l.) und sein amerikanischer Amtskollege John Kerry wollen sich kommende Woche treffen

Der russische Außenminister Sergej Lawrow (l.) und sein amerikanischer Amtskollege John Kerry wollen sich kommende Woche treffen

Der US-Außenminister John Kerry und sein russischer Kollege Sergej Lawrow wollen kommende Woche persönlich über das weitere Vorgehen im Syrien-Konflikt beraten. Das teilte die UNO am Dienstag nach Abschluss eines fünfstündigen Treffens zwischen Vertretern beider Länder und dem internationalen Syrien-Sonderbeauftragten Lakhdar Brahimi in Genf mit.

Lawrows Begegnung mit Kerry sei am Rande eines Treffens der südostasiatischen Wirtschaftsgemeinschaft ASEAN im Sultanat Brunei vorgesehen und solle die geplante Syrien-Friedenskonferenz vorbereiten, erklärte der russische Vize-Außenminister Gennadi Gatilow.

Bei den Gesprächen am Dienstag ging es der UNO zufolge unter anderem auch darum, "größtmögliche Erfolgschancen" für die Friedenskonferenz zu garantieren. Die Beratungen Russlands und der USA über Termin und Teilnehmer der Konferenz sind allerdings ins Leere gelaufen. So herrsche laut Gatilow beispielsweise Uneinigkeit darüber, ob der Iran teilnehmen sollte. Der Sonderbeauftragte Brahimi hält es inzwischen für unwahrscheinlich, dass der bereits von Juni auf Juli verschobene Termin eingehalten wird. "Offen gesagt, ich bezweifele, dass die Konferenz im Juli stattfindet", sagte er vor dem Vorbereitungstreffen in Genf.

Beziehungen haben sich verschlechtert

Russland und die USA hatten die Syrien-Friedenskonferenz in Genf gemeinsam vorgeschlagen, um Vertreter der vom Kreml protegierten Regierung in Damaskus und der Rebellen an einen Tisch zu bringen. Seither haben sich die Beziehungen wieder deutlich verschlechtert. Die USA entschieden diesen Monat, die Rebellen im Kampf gegen Syriens Staatschef Bassar al-Assad militärisch zu unterstützen. Die Regierung in Moskau beliefert hingegen weiterhin Assad mit Waffen.

Der bewaffnete Konflikt in Syrien entwickelte sich aus einem Volksaufstand gegen Staatschef Assad, der im März 2011 begann. Seitdem wurden in dem Bürgerkrieg nach UN-Angaben mehr als 90.000 Menschen getötet.

nw/AFP/Reuters/Reuters

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