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US-Armee bildet Rebellenkämpfer aus

Die Syrien-Kontaktgruppe hat will die Rebellen stärker unterstützen. Ob das mit militärischen Mitteln geschehen soll, ist zwar umstritten, einige haben aber bereits mit Waffenlieferungen begonnen.

  Ein syrischer Rebell zeigt seine Maschinenpistole und ein ein abgefeuertes Artilleriegeschoss (Bild vom Oktober 2012). Ob die Aufständischen mit modernen Waffen versorgt werden sollten, ist umstritten.

Ein syrischer Rebell zeigt seine Maschinenpistole und ein ein abgefeuertes Artilleriegeschoss (Bild vom Oktober 2012). Ob die Aufständischen mit modernen Waffen versorgt werden sollten, ist umstritten.

Die US-Armee will in Jordanien mehr als 5000 Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) ausbilden. Jordanische Militärs erklärten, das seit dem vergangenen Jahr laufende Ausbildungsprogramm sei zuletzt erheblich ausgeweitet worden. Anfangs habe man den Rebellen nur beigebracht, wie man chemische Waffen entdecke und sichere. Inzwischen lernten sie auch, wie man Luftabwehrwaffen und panzerbrechende Raketen bediene.

Die Rebellen sollten damit in die Lage versetzt werden, eine "Flugverbotszone" und "Pufferzonen" entlang der jordanisch-syrischen Grenze zu verteidigen, sagte ein jordanischer Armeeangehöriger. Seinen Angaben zufolge hat Washington dafür in der vergangenen Woche rund 2000 zusätzliche Berater und Ausbilder nach Jordanien geschickt.

Das Weiße Haus hatte zu einem Bericht der "Los Angeles Times" über die militärische Ausbildung von Rebellen durch das US-Militär in Jordanien nur erklärt: "Wir haben unsere Unterstützung verstärkt." Der jordanische Regierungssprecher Mohammed al Momani wies den Bericht auf Anfrage lokaler Medien gar als falsch zurück.

Kontaktgruppe will Rebellen stärken

Ein FSA-Kommandeur aus der Provinz Daraa, der 100 Kämpfer zu dem Training nach Jordanien geschickt hatte, sagte, die Waffen, an denen sie nun ausgebildet worden seien, hätten Daraa noch nicht erreicht.

Bei einem Treffen in Katar bekannte sich die Kontaktgruppe der Freunde Syriens am Samstag dazu, vor der geplanten Friedenskonferenz in Genf die Position der Rebellen deutlich zu stärken. Auch Deutschland will die gemäßigte syrische Opposition weiter unterstützen, allerdings nicht mit militärischen Mitteln. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte am Samstag nach einem Treffen der Kernstaaten der Kontaktgruppe, man sei überein gekommen, die Bemühungen zugunsten der Opposition erheblich auszuweiten. "Das wird auf unterschiedliche Weise geschehen. Wir sind aber alle der Überzeugung, dass eine politische Lösung notwendig ist."

US-Außenminister John Kerry betonte, er hoffe auf eine Verhandlungslösung, obwohl Syriens Präsident Assad auf die Einladung zu der Konferenz mit einer militärischen Offensive geantwortet habe. Kein westlicher Staat will seine Soldaten in die syrischen Konfliktgebiete schicken. Deshalb bemühen sich die USA, diejenigen Rebellenbrigaden zu stärken, die keine islamistische Agenda haben.

Rebellen wollen Waffen erhalten haben

Die syrischen Rebellen haben nach eigener Darstellung eine erste Lieferung moderner Waffen aus dem Ausland erhalten. "Die hochqualitativen Waffen samt Munition sind eingetroffen und bereits an die Rebellen an verschiedenen Fronten innerhalb Syriens verteilt worden", sagte Luai al Mokdad, Logistikexperte der Freien Syrischen Armee (FSA), im Gespräch mit der Nachrichtenagentur DPA am Freitagabend. Woher die Lieferung stammte, wurde nicht gesagt. Nach al Mokdads Darstellung wollten "Arabische Länder und verbündete Staaten" weitere Waffen liefern.

Zu der "Kerngruppe der Freunde des Syrischen Volkes" gehören die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Ägypten, die Türkei, Saudi-Arabien, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Gastgeber Katar.

tkr/DPA/Reuters/DPA/Reuters
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