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Mehr Konflikt als Kooperation

Je mehr sich die Exil-Oppositionellen in die Haare kriegen, desto geringer wird ihre Bedeutung für die syrischen Revolutionäre. Die US-Regierung will in Syrien lebende Aktivisten daher mehr einbinden.

  Der Syrische Nationalrat (SNC) und andere Oppositionsgruppen sollen näher zusammenrücken. Eine Einigung scheint aber fern: Innerhalb des SNC kriselt es.

Der Syrische Nationalrat (SNC) und andere Oppositionsgruppen sollen näher zusammenrücken. Eine Einigung scheint aber fern: Innerhalb des SNC kriselt es.

Der Graben zwischen der Exil-Opposition und den Revolutionären in Syrien wird immer größer. Da helfen auch keine Initiativen arabischer und westlicher Regierungen, die seit Sonntag den x-ten Versuch unternehmen, die Reihen der im Golfemirat Katar tagenden syrischen Opposition zu schließen.

Zwar ist es dem Syrischen Nationalrat (SNC) nach tagelangen Debatten jetzt gelungen, 41 Mitglieder eines neuen, erweiterten Generalsekretariates zu wählen. Doch die versprochene Verbrüderung zwischen dem SNC und den anderen Oppositionsgruppen lässt immer noch auf sich warten. Sogar innerhalb des SNC kriselt es. Am Freitag beobachteten die Teilnehmer der Konferenz in Doha einen heftigen Streit zwischen den Muslimbrüdern und den Vertretern der weltlichen Gruppierungen des SNC.

"Unsere Opposition erinnert mich immer mehr an das Regime", erklärt ein junge Regimegegner frustriert, "die gleiche Sprache, das gleiche steife Gehabe und keine Bereitschaft zu Kompromissen". Er kann auch die Begeisterung vieler Syrer für die von Deserteuren gebildete Freie Syrische Armee (FSA) nicht teilen.

Bessere Unterstütztung für syrische Aktivisten

Die FSA hatte anfangs nur versucht, die Angriffe der Sicherheitskräfte auf unbewaffnete Demonstranten zu verhindern. Inzwischen ist es ihr erklärtes Ziel, das Regime von Präsident Baschar alAssad mit militärischen Mitteln zu Fall zu bringen. Dabei führen sich die Soldaten gelegentlich auf wie die Axt im Walde. Zivilisten klagen darüber, dass sich die Kämpfer oft einfach nehmen, was sie wollen. Gleichzeitig wächst das Sündenregister der Kämpfer, die eigenmächtig entscheiden, wer ein "Verräter" ist und deshalb angeblich den Tod verdient hat.

Dass der SNC, dem fast nur Exilanten angehören, nicht wirklich die Mehrheit der Syrer vertritt, haben die Staaten der Gruppe der Freunde Syriens, zu denen auch Deutschland gehört, inzwischen festgestellt. Vor allem die US-Regierung drängt deshalb jetzt darauf, junge Aktivisten, die in Syrien leben, stärker einzubinden. Viele der meist jungen Revolutionäre, die den Widerstand gegen das Regime in ihren Wohnvierteln organisieren, haben inzwischen nur noch Verachtung für die "Hotelrevolutionäre" übrig.

Trotz der ständigen Angst vor Luftangriffen gehen sie in vielen syrischen Städten und Dörfern wieder auf die Straße, um gegen das Regime zu demonstrieren. Das Motto der Kundgebungen am Freitag lautete diesmal: "Sturm auf Damaskus".

Anne-Beatrice Clasmann, DPA/DPA

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