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Ganz Frankreich jagt diese Frau

Der Terror in Frankreich scheint vorbei: Die gesuchten Attentäter sind tot. Doch die Schützin und Freundin des Supermarkt-Geiselnehmers ist noch immer auf der Flucht - und möglicherweise bewaffnet.

  Hayat Boumeddiene, die Freundin des Geiselnehmers Amedy Coulibaly, tötete eine Polizistin und ist weiter auf der Flucht

Hayat Boumeddiene, die Freundin des Geiselnehmers Amedy Coulibaly, tötete eine Polizistin und ist weiter auf der Flucht

Sie ist 26 Jahre alt und aktuell wohl die am meisten gefürchtete Frau in Frankreich. Hayat Boumeddiene ist die Freundin des toten Amedy Coulibaly, der am Freitag Geiseln in einem jüdischen Supermarkt genommen hatte.

Nach dem Attentat auf "Charlie Hebdo" und dem Ende der beiden Geiselnahmen suchen französische Ermittler nach möglichen Hintermännern der drei getöteten islamistischen Attentäter - sie gilt als Komplizin im Mittelpunkt der Fahndung. Sie soll in die Schießerei am Donnerstagmorgen im Süden von Paris verwickelt gewesen sein, bei der eine Polizistin getötet wurde. Später erschoss ihr Lebensgefährte Coulibaly vier Geiseln.

Boumeddiene im verbotenen Schleier

Wie französische Medien berichten, kennen sich Coulibaly und Boumeddiene schon länger. Im Jahr 2010 sollen sie den mutmaßlichen Al-Kaida-Terroristen Djamel Beghal besucht haben. Die Zeitung "Le Monde" zeigte bereits Fotos von dem Besuch in Südfrankreich. Auf den Bildern ist Boumeddiene nicht nur mit einer Armbrust zu sehen - sondern auch mit einem Niqab. Dieser Schleier lässt nur einen schmalen Schlitz für die Augen offen. Er ist in Frankreich verboten.

Coulibaly und Boumeddiene sollen auch Kontakt zu den Kouachi-Brüdern gehabt haben, die am Mittwoch das Redaktionsgebäude gestürmt hatten. Während Coulibaly starb, konnte seine Freundin fliehen. Die Polizei fahndet offiziell nach Boumeddiene und warnt ausdrücklich vor der 26-Jährigen: Sie sei möglicherweise "bewaffnet und gefährlich".

jen/AFP/DPA/Reuters/DPA/Reuters

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