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Zweifel an der Identität des Attentäters von Istanbul

Wer war der Attentäter von Istanbul? Nach Aussage von Innenminister Thomas de Maizière ist diese Frage nicht eindeutig beantwortet. Im Südosten der Türkei gab es ein weiteren Anschlag.

Identität des Attentäters von Istanbul weiter unklar

Das von der türkischen Polizei veröffentlichte Bild soll den mutmaßlichen Attentäter von Istanbul, Nabil Fadli, zeigen

Die Identität des Attentäters von Istanbul ist entgegen bisherigen Darstellungen nicht eindeutig geklärt. Wie Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) in den ARD-Tagesthemen berichtete, sei der mutmaßliche Islamist durch Personaldokumente von den türkischen Sicherheitsbehörden identifiziert worden, "aber ob dieses Personaldokument zu diesem Mann gehört, ist alles noch Gegenstand der Aufklärung", so de Maizière.

Deutschland habe vier BKA-Beamte nach Istanbul geschickt. Diese bekämen vollen Zugang zu allen Ermittlungsergebnissen. Die Zahl der bei dem Attentat getöteten Deutschen stieg nach Angaben der Bundesregierung auf zehn. Fünf weitere Deutsche lagen noch auf der Intensivstation.


Bisher kein Bekenntnis zu Attentat

Die Türkei macht für die Tat in der Nähe der weltbekannten Blauen Moschee die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich. Diese hat allerdings nicht die Verantwortung übernommen. Der Selbstmordattentäter tarnte sich nach Angaben der Behörden als Flüchtling und reiste von Syrien aus ein. Er ließ sich laut Innenminister Efkan Ala vor einer Woche in einem Flüchtlingsbüro in Istanbul registrieren.

An der Haltung der Regierung in Ankara zum IS hat de Maizière nach eigener Aussage keine Zweifel. Der Türkei war von Kritikern vorgeworfen worden, IS-Kämpfern relativ ungehinderte Bewegungsfreiheit über die türkisch-syrische Grenze zu ermöglichen. Spätestens nach dem verheerenden Anschlag im letzten Herbst, so de Maizière "ist die Haltung gegen diesen islamischen Staat und die Terroristen eindeutig."

Tote und Verletzte bei weiterem Attentat

Unterdessen sind am frühen Donnerstagmorgen bei einem weiteren Anschlag in der Türkei mindestens fünf Menschen getötet und 39 verletzt worden. Das Autobombenattentat traf eine Polizeistation in der Stadt Cinar. Provinz Diyarbakir, im Südosten der Türkei. Die Behörden der Region machten Anhänger der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für den Anschlag verantwortlich. Zwei Menschen wurden den Angaben zufolge direkt durch den Autobombenanschlag getötet. Drei weitere Menschen starben demnach, als ein angrenzendes Gebäude infolge der Schäden einstürzte.

Nach Medienberichten wurde die Polizeistation schwer beschädigt. Auch naheliegende Polizeiunterkünfte seien angegriffen worden, wodurch Frauen und Kinder von türkischen Polizisten verletzt worden seien, wie die Nachrichtenagentur Dogan berichtete. Demnach kam es nach dem Bombenanschlag auch zu Raketen- und Schusswaffen-Angriffen.

dho/DPA/AFP
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