Frankreich verstärkt Truppen auf 2000 Mann

19. Januar 2013, 14:33 Uhr

Frankreich hat seine Bodentruppen in Mali aufgestockt. 2000 Soldaten befinden sich derzeit in dem Krisenland. Der Außenminister dringt aber darauf, dass die Armee bald von Afrikanern abgelöst wird.

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Mali, Militäreinsatz, Frankreich, Armee, Soldaten, Islamisten

Französische Soldaten fahren in einem Panzer durch die malische Stadt Ségou. Frankreichs Außenminister plant eine rasche Ablösung seiner Truppen durch Afrikaner.©

Im Kampf gegen die islamistischen Rebellen in Mali hat Frankreich seine Truppen weiter verstärkt. "Heute befinden sich 2000 französische Soldaten auf malischem Boden", sagte Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian am Samstag im Fernsehsender France 3 Bretagne. Eine weitere Verstärkung auf mehr als 2500 Soldaten sei nicht auszuschließen. Gemeinsam mit den benachbarten Ländern sind laut Le Drian derzeit 2900 französische Soldaten an der Operation Serval in dem westafrikanischen Land beteiligt.

Derweil haben sich in Abidjan in der Elfenbeinküste die Führer der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) versammelt, um ihre militärische Unterstützung zu präzieren. Dabei geht es unter anderem um die Truppenstärke, den Zeitrahmen für einen Einsatz sowie die Finanzierung. Die 15 Ecowas-Mitglieder haben bereits zugesagt, mehr als 3500 Soldaten nach Mali zu entsenden. Tschad, das nicht zur Ecowas gehört, will weiteren 2000 Soldaten den Marschbefehl geben.

Afrikanische Truppen sollen schnell übernehmen

Nach Ansicht des französischen Außenministers Laurent Fabius müssen afrikanische Soldaten rasch das Ruder in Mali übernehmen. Frankreich sei gezwungen gewesen, so schnell wie möglich einzugreifen, sonst gäbe es kein Mali mehr, sagte Fabius am Samstag dem Radiosender RTL. Doch Frankreich müsse von den Afrikanern abgelöst werden. Ihre Truppe werde in den kommenden Wochen einsatzbereit sein, um "die Rückeroberung Malis" zu starten. Fabius betonte, dass die Lösung des Konflikts neben einem militärischen auch einen politischen und einen entwicklungspolitischen Aspekt habe.

Die Islamisten, die seit April den Norden Malis kontrollieren, hatten vergangene Woche die Stadt Kona eingenommen. Zur Verhinderung eines weiteren Vordringens der Extremisten nach Süden war die französische Luftwaffe eingeschritten. Mit ihrer Unterstützung gelang es der malischen Armee inzwischen, Kona vollständig wieder einzunehmen.

mlr/DPA/AFP
 
 
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