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25. April 2010, 10:20 Uhr

Al-Kaida bestätigt Tod ihrer Anführer

Zwei der wichtigsten Anführer von Al-Kaida im Irak sind nicht mehr am Leben. Nun hat auch die Terrororganisation zugegeben, dass Abu Ajjub al-Masri und Abu Omar al-Baghdadi vor einer Woche von irakischen und US-Soldaten getötet wurden. Die USA sprechen von einem bedeutenden Schlag gegen das Terror-Netzwerk.

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Vor einigen Tagen bereits gab der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki bekannt, dass zwei Terroristenanführer getötet worden seien, nun bestätigte auch Al-Kaida ihren Tod© Hadi Mizban/AP

Die Extremistenorganisation Al-Kaida hat den Tod ihres Anführers im Irak bestätigt. Abu Ajjub al-Masri sei vor einer Woche bei einer gemeinsamen Razzia von irakischen und US-amerikanischen Truppen getötet worden, teilte Al-Kaida auf verschiedenen Internetseiten mit. Auch der mutmaßliche Chef der verbündeten Extremistengruppe Islamischer Staat Irak, Abu Omar al-Baghdadi, sei dabei ums Leben gekommen. Kurz nach dem Einsatz hatte bereits der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki erklärt, die beiden Extremisten seien getötet worden.

Baghdadi und Masri galten als wichtigste Anführer von Al-Kaida im Irak, seit deren aus Jordanien stammender Anführer Abu Mussab al-Sarkawi im Juni 2006 von US-Soldaten getötet worden war. Nach irakischen Regierungsangaben waren Baghdadi und Masri am vergangenen Sonntag in einem Haus zehn Kilometer von Tikrit, der Heimatstadt des inzwischen hingerichteten Machthabers Saddam Hussein, aufgespürt und getötet worden.

Durch den Tod der beiden Anführer habe Al-Kaida im Irak einen "vernichtenden Schlag" erlitten, sagte US-Vizepräsident Joe Biden. Der Oberkommandierende der US-Truppen im Irak, Ray Odierno, bezeichnete die Tötung Baghdadis und Masris als "den vielleicht bedeutendsten Schlag gegen Al-Kaida im Irak seit Beginn des Aufstands".

Explosionen als Racheakt

Experten gehen unterdessen davon aus, dass die Bombenanschläge auf schiitische Einrichtungen in Bagdad am Freitag, bei denen mindestens 56 Menschen getötet wurden, ein Racheakt für den Tod der Al-Kaida-Anführer waren.

Die folgenreichste Explosion ereignete sich am Freitag in der Nähe des Büros eines schiitischen Geistlichen im Bagdader Stadtteil Sadr City. Hier wurden mindestens 25 Menschen getötet und mehr als hundert verletzt. Bei weiteren Anschlägen an anderen Orten kamen mehr als 30 Menschen ums Leben. In der westirakischen Stadt Al Chalidija waren die Wohnhäuser von Polizisten Ziel von Anschlägen.

AFP/Reuters/APN
 
 
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