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18. März 2008, 08:27 Uhr

China gibt "Dalai-Lama-Clique" die Schuld

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao macht den Dalai Lama für die blutigen Unruhen in Tibet verantwortlich. China lägen Fakten und Beweise vor, wonach die "Dalai-Lama-Clique" die Zwischenfälle in Lhasa "vorsätzlich geplant und organisiert" habe. Die UN halten sich zurück.

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao macht den Dalai Lama für die blutigen Unruhen in Tibet verantwortlich© Oliver Weiken/EPA

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hat Vorwürfe des Dalai Lamas von einem "kulturellen Völkermord" in Tibet als "Lügen" zurückgewiesen. Auf einer Pressekonferenz zum Abschluss der diesjährigen Tagung des Volkskongresses in Peking machte der Regierungschef das religiöse Oberhaupt der Tibeter außerdem für die blutigen Unruhen verantwortlich. China lägen "hinreichende Fakten und reichlich Beweise" vor, wonach die "Dalai-Lama-Clique" die Zwischenfälle in Lhasa "vorsätzlich geplant und organisiert" habe.

Wen Jiabao verurteilte "den Aufruhr, die Prügeleien, Zerstörungen, Brandstiftungen und Plünderungen" und die "äußerst brutalen Methoden" der Demonstranten in Lhasa. Der Regierungschef verteidigte das mit Sicherheitsbedenken begründete Verbot für ausländische Journalisten zur Berichterstattung nach Tibet zu reisen, sprach aber von Überlegungen, eine Reise für ausländische Medienvertreter zu organisieren.

China will mit Dalai Lama Dialog

China halte unverändert die Tür zu einem Dialog mit dem Dalai Lama offen, knüpfe daran aber die Bedingungen, dass dieser nicht mehr die Unabhängigkeit Tibets propagiere und dass er erkläre, dass Tibet wie Taiwan "unveräußerliche Teile" Chinas seien. Allerdings müsse nicht nur betrachtet werden, was der Dalai Lama sage, sondern auch, was er tue, sagte Wen Jiabao und unterstellte dem geistigen Oberhaupt der Tibeter, auch hinter den Protesten vor China diplomatischen Vertretungen in aller Welt zu stehen.

Wen war der bislang höchste Regierungsvertreter, der sich zur Lage in Tibet geäußert hat. In Sydney demonstrierten etwa 100 tibetische Auswanderer und Unterstützer gegen das Vorgehen der chinesischen Regierung. Vor dem chinesischen Konsulat kam es zu einem kurzen Handgemenge mit der Polizei. Andere Demonstranten verbrannten chinesische Fahnen und hielten Bilder des Dalai Lama hoch. Auch in Berlin, München, London und New York kam es zu Protesten.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon besorgt

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke (CDU), hat sich im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Vorgehen Chinas in Tibet für harte Kritik an Peking ausgesprochen. Er teile nicht die Meinung, dass man Kritik an China nur behutsam vortragen könne, sagte er der Ulmer «Südwest Presse». «Sie wollten die (Olympischen) Spiele, sie kennen die olympische Charta und müssen nun damit leben, dass wir ihnen das vorhalten.» Es könne nicht sein, «dass China lediglich die Jubelkulissen hinstellt und die Staatschefs im Stadion bei der Eröffnung am 8. August nur böse Miene zum bösen Spiel machen können». Zugleich sprach er sich aber gegen einen Boykott der Spiele aus.

Auch der Parlamentarische Staatssekretär im für Sportfragen zuständigen Bundesinnenministerium, Christoph Bergner (CDU), warnte vor einem Boykott. Dies wäre «kein geeignetes Instrument der politischen Einflussnahme», sagte er der «Mitteldeutschen Zeitung» aus Halle. Im Rückblick hätten auch die Boykotte 1980 in Moskau und 1984 in Los Angeles «keinen erkennbaren politischen Fortschritt gebracht».

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, er sei „zunehmend besorgt“ über die Berichte von Gewalt in Tibet. Er habe dies auch in Treffen mit Chinas Botschafter zum Ausdruck gebracht, sagte Ban. Er gab jedoch keine Hinweise darauf, dass sich das Sekretariat der Vereinten Nationen einmischen werde.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
S-achte (19.03.2008, 00:12 Uhr)
Nix gelernt, nix verstanden, nix kapiert! @nichtvergessen
Schreib einfach über Dinge, von denen Du was verstehst, da gehört dieses Thema augenscheinlich nicht dazu!
Man sollte solche Beiträge melden, was ich allerdings aus Prinzip nicht mache!
Es wäre noch unter Deinem Niveau!
Ohne Gruß
S-achte (19.03.2008, 00:04 Uhr)
Sorry
Unfassbar hätte es heißen müssen!
Ist mir aber eins noch aufgefallen: 'Ist es politisch ueberhaupt noch korrekt, in diesen Zeiten bei einem Chinesen Essen zu gehen ?' ff schreibt nichtvergessen! Und schickt den zweiten Teil der Nachricht noch hinterher, der die Frage des ersten Teiles ad absurdum führt!
Leuts! Ist hier noch irgendjemand dabei, der wirklich wissen will was da passiert und nicht nur Bild Niveau diskutiert? Ich habe da inzwischen meine Zweifel!
S-achte (18.03.2008, 23:34 Uhr)
Unfasbar!!
Sagt mal, war irgendeiner der Vorredner schon einmal in China? Hat sich irgendeiner auch nur ansatzweise mit der Geschichte, Kultur, den Problemen, der Herausforderungen, der Entwicklung in den letzten (sagen wir) 20 Jahren , ... befasst?
So einen halbgebildeten Blödsinn wie hier habe ich schon lange nicht mehr gelesen! Nein, ich sage damit nicht, daß die Chinesen nicht zu kritisieren sind! Aber es gibt einen Haufen weitere Wahrheiten, die sehr einfach im Netz zu finden sind!
Was ein hervonsendingsda schreibt ist mir dann völlig schleierhaft: Was ist bitteschön der Unterschied zwischen chinesischen und amerikanischen Menschrechtsverletzungen? Dummes Gelaber, sonst nichts!
Zu ganzbaf sag ich dann einfach mal nix! Das ist einfach off topic!
Ohne Gruß
nichtvergessen (18.03.2008, 10:36 Uhr)
wie Woody Allen mal sagte
egal ob man die 23 oder 43 nimmt, es schmeckt einfach nach chinesischem Essen. Ist es politisch ueberhaupt noch korrekt, in diesen Zeiten bei einem Chinesen Essen zu gehen ?
Das gebaehlen del Chinesischen Legielung zeigt das diese animmt alle andelen Nationen sind absolute Vollidioten und glauben diesen Schwachsinn. Die boesen Moenche habe China angegliffen !
Das ist gequillte Kacke.
hevosenkuva (18.03.2008, 09:48 Uhr)
Klare Botschaft
Wenn ein Staat alle Ausländer und Journalisten aus einem Gebiet rausschmeisst und weder unabhängige Berichterstattung noch eine unabhängige Untersuchung zulässt, spricht das eine deutliche Sprache. Mitwisser sind unerwünscht.
Eine "geführte Tour" für Journalisten macht das Prinzip noch eindeutiger. Auch die USA haben mit dem "embedded" Journalisten den Versuch einer kontrolliert einseitigen Berichterstattung versucht, sind aber zum Glück gescheitert. Wobei man Menschenrechtsverletzungen in oder durch die USA wohl nicht ganz vergleichen kann, auch wenn beide Staaten z. B. nach wie vor die Todesstrafe durchführen und ihren Anspruch auf Einflussnahme in anderen Ländern mit Gewalt durchsetzen.
-Peter- (18.03.2008, 09:48 Uhr)
@ SirDidimus
Wart mal ab, dein IM arbeitet da schon kräftig dran. Aber sicher hast du nichts zu verbergen!
Schwaebin (18.03.2008, 09:29 Uhr)
Unglaublich...
diese Kaltschnaeuzigkeit! Da hilft nur noch eines, naemlich Boykott, Boykott und nochmals Boykott. Und wenns die Politiker schon nicht hinkriegen, dann muessen wir als Verbraucher es eben machen. So schwer ist das uebrigens gar nicht.
Noch kommt ja Gott sei Dank nicht alles aus China.
Klar will keiner von denen "da oben" einen Boykott der Olympischen Spiele. Da gingen ja gewaltige Pfruende verloren, vor allem fuer die Sportfunktionaere, echt widerlich das Ganze!
SirDidimus (18.03.2008, 09:26 Uhr)
Wenn ich solche Berichte
über China lese, stelle ich mir immer die Frage, warum Leute IHR Deuschland verlassen wollen? Hier kann man unbeschwert leben, sagen was man will, und muss keine Angst haben, im nächsten Arbeitslager abgeschoben zu werden.
H.P. (18.03.2008, 09:17 Uhr)
Der Tibet-China Konflikt
Der Tibet-China Konflikt:
http://www.lebedeinbestes.de/
666Truthseeker (18.03.2008, 09:17 Uhr)
alles unter einem dach....
hallo STERN.... wie viele Meinungen habt IHR schon aus politischen Gründen gelöscht?
Echtet CHINA.FreeTibet.
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