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19. Februar 2010, 07:02 Uhr

Peking bestellt US-Botschafter ein

Nach dem Treffen von US-Präsident Barack Obama mit dem Dalai Lama hat China scharf protestiert und den US-Botschafter in Peking ins Außenministerium einbestellt. China hat das Treffen zuvor als Einmischung in interne Angelegenheiten verurteilt.

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Traf sich mit US-Präsident Barack Obama: der Dalai Lama© Paul J. Richards/AFP

Die chinesische Regierung hat US-Präsident Barack Obama scharf wegen des Empfangs des Dalai Lama kritisiert. Die Volksrepublik sei zutiefst unzufrieden und energisch gegen das Treffen, erklärte Außenministeriumssprecher Ma Zhaoxu. Er warf der US-Regierung vor, gegen frühere Eingeständnisse zu verstoßen, nach denen sie zugesagt habe, die Unabhängigkeitsbestrebungen Tibets nicht zu unterstützen. In Peking wurde der US-Botschafter einbestellt. Der stellvertretende Außenminister Cui Tiankai wollte Botschafter das Missfallen der chinesischen Regierung über den Empfang des Oberhaupts der Tibeter im Weißen Haus mitteilen, berichtete die Staatsagentur Xinhua.

Obama hatte den Dalai Lama am Donnerstag in Washington getroffen. Dabei zeigte er sich allerdings nicht gemeinsam mit dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter vor der Presse, was als Versuch gewertet wurde, China nicht zusätzlich zu provozieren. Die Beziehungen der beiden Länder sind derzeit wegen einer Reihe von Streitpunkten belastet, darunter auch ein geplantes milliardenschweres Waffengeschäft der USA mit Taiwan, das China als abtrünnige Provinz betrachtet.

China wirft dem Dalai Lama vor, Tibet in die Unabhängigkeit führen zu wollen. Dieser selbst spricht von einer angestrebten größeren Autonomie für das tibetische Volk.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 37)
 
LaoLu (20.02.2010, 14:19 Uhr)
Tja, vaater, das mit der Farbe
habe ich nicht gewußt.
Und Sie können mir glauben, ich verfolge schon sehr genau, was da so an China bashing läuft.
Wie Sie sagen: paßt nicht, die Entschuldigung von Mattel, wird also auch nicht verbreitet.
vaater (20.02.2010, 12:48 Uhr)
@Johann58 (19.02.2010, 17:51 Uhr)
Meine Antworten
-Ihre Beitraege scheinen direkt aud der Kaderschmiede der DDR zu stammen, Sie strotzen von primitiver Propaganda den Kommunistmus als die einzige wahre Form des Zusammenlebens zu etablieren
-----
Es gibt keinen Kommunismus in China, meine "Propaganda" ist nicht primitiv, sondern wahr.
China mit der DDR zu vergleichen zeigt nur, dass diejenigen, die das tun, vom heutigen China rein garnichts wissen.

- "Kinderarbeit und sklavenaenliche Bedingungen"
Abweichend zu den Verhältnissen in der "grössten Demokratie der Erde" Indien, gibt es in China keine KInderarbeit,
Von "sklavenähnlichen Bedingungen" kann, bis auf wenige verbrecherische Ausnahmen keine Rede sein. China hat in den letzten 10 Jahren die Arbeitsbedingungen drastisch verbessert. Ich kenne eine Vielzahl von Firmen in China aus eigener Anschauung, deshalb traue ich mir diese Aussage zu.

- Dass viele Chinesen zufrieden sind mit ihrer Staatsform und deren Diktatoren liegt einfqach daran, dass es im monarchistischen China noch schlimmer war.
-----
Sie wissen rein garnichts über die Arbeits- und Lebensbedingungen in China, die natürlich in den grossen Städten und Wirtschaftszentren, die europäischen Standard bieten, auf dem Land noch ungleich schlechter sind.

- Dalai Lama
--
Der Dalai Lama ist für die zionistisch/westliche Politik nur ein von vielen Mitteln zum Zweck, den grössten Konkurrenten überhaupt, China, zu spalten.

- China hat Tibet besetzt, China hat eine Jahrtausendealte Kultur zerstoert, Kloester und andere Einrichtungen zerstoert, einen Staat okkupiert und die Bevoelkerung unter fremden Einfluss gebracht. Die ist voelkerrechtliches Unecht und nicht damit zu entschuldigen, dass Tibet angeblich seit 700 Jahren zu China gehoert
------
Offensichtlich haben Sie keinerlei geschichtliche Kenntnisse über diese Region, denn ihre Aussage ist voll von Unwissenheit Verfälschungen und Unwahrheiten.
Religiöse Bauwerke und unwiederbringliche Kunstschätze wurden in GANZ China im Rahmen der Kulturrevolution von den losgelassen roten Horden zerstört.
Tenpel, Klöster, Kirchen, Moscheen wurden in GANZ China wieder aufgebaut und neue hinzu erreichtet.
Das gilt auch für Tibet, wo der tibetische Budhismus ungehindert ausgeübt wird. China hat unsummen Geld nach Tibet gebracht, um dort die vorher nicht vorhandenen Grundstrukturen für BIldung, Gesundheitswesen, Arbeit zu schaffen.
Warum sehen Sie sich das nicht selbst an, bevor Sie hier exiltibetische Positionen vertreten?

Tibet ist eine von mehreren autonomen Provinzen Chinas, das bleibt auch so, denn ausser den Exiltibetern wollen die in Tibet lebenden Menschen das mittlerweile Erreichte nicht den ewig gestrigen Kasten der Grossgrundbesitzer und Mönchscliquen überlassen.


vaater (20.02.2010, 10:38 Uhr)
@LaoLu (20.02.2010, 03:26 Uhr)
Vielen Dank für Ihren Beitrag, ich stimme bis auf zwei Punkte vollständig zu.
Zu diesem Abschnitt
"Aus eigener Kraft, durch die richtigen politischen Weichenstellungen, und vor allen Dingen, ohne (na gut, mit wenig) militärische Aggressionen"
eine Anmerkung.
China hat nicht einen einzigen Soldaten auuserhalb des chinesischen Staatsgebiets stationiert, weder als Besatzer noch als "Befreier"
und den zweiten Punkt
".........(allerdings, wenn der westliche Auftraggeber nicht aufpaßt, auch mal mit giftigen Farben),
Das ist sachlich falsch, denn der chinesisce Hersteller der Spielwaren, die er im Auftrag von Mattel hergestellt hat, wurde mit genau dem Lack lackiert, den Mattel bestellt hat, nämlich mit Bleianteilen, um den Glanzgrad der Farben zu erhöhen.
Mattel hat sich später dafür entschuldigt. Unseren Medien war diese Entschuldigung teilweise nur eine kurze Meldung unter ferner liefen und teilweise gar keine Meldung wert.
LaoLu (20.02.2010, 03:26 Uhr)
Und zum Abschluß noch was zu Nachdenken:
Was las ich weiter unten:

cba38 (19.02.2010, 15:09 Uhr)
ich kann es nicht mehr hören!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
was hat denn der otto normalbürger von china?

Die Fragestellung ist falsch

Wir haben es hier mit einem relativ großen Land mit einer relativ großen Bevölkerung zu tun, das sich auf dem Weg aus den Wirrungen der kommunistischen (?) Planwirtschaft in eine moderne Gesellschaft befindet.

Und das auf diesem Weg bisher relativ wenig gravierende Fehler gemacht hat.

China hat vor Jahren, mit Blick auf die zu erwartende Bevölkerungsexplosion, die Ein-Kind-Politik eingeführt.
Gegen den wütenden Protest westlicher Lebensschützer, gerne auch aus der religiösen Ecke, für die der Erhalt der befruchteten Eizelle über allem anderen steht.

Und jetzt ist das Land dabei, zum entwickelten Westen aufzuschließen.
Aus eigener Kraft, durch die richtigen politischen Weichenstellungen, und vor allen Dingen, ohne (na gut, mit wenig) militärische Aggressionen.

China hat große Teile des deutschen Rechtssystems übernommen, fertigt nach ISO (allerdings, wenn der westliche Auftraggeber nicht aufpaßt, auch mal mit giftigen Farben), übernimmt sukzessive zeitgemäße Umweltstandards und und und.

Wenn diese Riesenland mit einem knappen Viertel der Weltbevölkerung ähnlich chaotisch geführt würde wie das benachbarte "demokratische" Indien, dann

ja dann hätte otto normalbürger Grund, sich Sorgen zu machen
LaoLu (20.02.2010, 03:21 Uhr)
Im übrigen mache ich aus China keinen
Zitat "Superstaat in dem Moeglichekeiten jeder Art wie in westeuropaeischen Staaten moeglich ist" Zitat Ende

ich weise nur unermütlich darauf hin, daß viele der immer wieder genommenen Versatzstücke wie Kinderarbeit, Verfolgung religiöser Gruppen, Enteignung, Vertreibung und was noch alles
größtenteils Unsinn ist.
LaoLu (20.02.2010, 03:10 Uhr)
Wer, bitte,
sprach von Kinderarbeit in China?
Johann58 (20.02.2010, 02:34 Uhr)
@Laolu
zumaechst sollte Sie gelesen haben, dass ich China nicht mit der DDR verglichen habe sondern den Kommentar von Vaater damit verglichen habe dass seine Aussagen aus einer DDR Kaderschmiede stammen. Ich stehe dazu nachdem ich seine Liste noch mal durchgegangen bin.

An dem Tag, an dem jeder in China frei und ohne Repressalien seine Meinung auch wenn sie kontraer zur Regierung in Peking ist aeussern kann, dann reden wir weiter.

Dass sich 1,3 -1,4 Milliarden Menschen nicht regieren lassen wie die Schweiz oder Lichtenstein ist selbstverstaendlich und dass man keine Staatsform nach westlichem Muster dort etablieren soll ist fuer mich selbstverstaendlich, aber machen Sie aus China keinen Superstaat in dem Moeglichekeiten jeder Art wie in westeuropaeischen Staaten moeglich ist.

Dass Sculpflich in China besteht hier zu erwaehnen halte ich fur unsinn das sollte ueberall der Fall sein.
LaoLu (20.02.2010, 01:55 Uhr)
Und, last not least, Johann:
diesmal liegen Sie deutlich daneben.

1. Vaater hat eine provokative Fragenliste abgearbeitet. Ich kann in seinen Antworten keinen Einfluß der "Kaderschmiede der DDR" erkennen.

Im übrigen sollte man China nicht mit der DDR vergleichen.
Der "real existierende Sozialismus" solcher Witzfiguren wie Ulbricht und Honecker hat fertig, und das ist gut so, das ist richtig und war lange überfällig.

2. Der immer wieder aufkommende Vorwurf der Kinderarbeit ist absoluter Unsinn.
Es gibt in allen Entwicklungsländern Kinderarbeit, in China aber wohl am wenigsten
In China besteht Schulpflicht, und zwar ganztägig und an 6 Wochentagen.
Und die wird auch eingehalten.

3. Zur "Angst" der chinesischen Regierung: die reagiert algerisch auf den Dalai, weil China ein Land mit vielen, vielen Volksgruppen ist.
Es gibt allein 55 anerkannte Minoritäten.
Und so ein Land versucht natürlich, ein Ausfransen an den Rändern zu verhindern.
Daß diese Sorgen nicht unbegründet sind, beweist Ihre Ansicht, Tibet habe das Recht wie Nepal ein unabhaengiger Staat zu sein.

Da irren Sie. Völkerrechtlich ist Tibet Teil der PRC.
LaoLu (20.02.2010, 00:35 Uhr)
Und, sachsenwini,
ja, das haben Sie mal gut auf den Punkt gebracht!
LaoLu (20.02.2010, 00:29 Uhr)
Ey, chata, sei vorsichtig
mit Hinweisen auf die Rechtschreibung anderer.
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