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2. März 2009, 08:38 Uhr

China lässt Mönchskloster umstellen

Im Südwesten Chinas sind offenbar Dutzende buddhistische Mönche in ihrem Kloster von Sicherheitskräften umstellt worden. Laut Informationen der Internationalen Kampagne für Tibet wollten die Mönche einen verbotenen traditionellen Feiertag begehen. Ihr Marsch wurde gestoppt und die Mönche in ihr Kloster zurückgedrängt.

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Sicherheitsleute demonstrieren in martialischer Aufmachung Präsenz in der chinesischen Provin Sichuan© AFP

Nach einer regierungskritischen Demonstration buddhistischer Mönche haben chinesische Sicherheitskräfte nach Angaben von Aktivisten ein tibetisches Kloster umstellt. Der Protest gegen die Unterdrückung der Tibeter durch die Regierung in Peking habe am Sonntag in der Präfektur Aba, einer tibetisch geprägten Region in der südwestlichen Provinz Sichuan, stattgefunden, erklärte die in New York ansässige Internationale Kampagne für Tibet unter Berufung auf Augenzeugen vor Ort.

Hunderte Mönche des Sey-Klosters hätten sich damit gegen das Verbot von Gebeten während des buddhistischen Monlam-Festes gewendet. Außerdem hätten sie die Freilassung aller tibetischen Häftlinge gefordert.

Nach der Rückkehr der Mönche von der Protestveranstaltung umstellten nach Angaben der pro-tibetischen Organisation bewaffnete Polizisten das Kloster. Die ebenfalls in New York ansässige Organisation Studenten für ein freies Tibet bestätigte den Vorfall. Die Behörden in Aba erklärten, ihnen sei kein solcher Zwischenfall bekannt.

Knapp ein Jahr nach den Unruhen in Tibet sind die Spannungen in den von Tibetern bewohnten chinesischen Regionen offenbar deutlich gestiegen. Vergangene Woche hatte sich ein Mönch in Aba selbst angezündet. Laut Studenten für ein freies Tibet ereignete sich der Zwischenfall, als Polizisten etwa tausend Mönchen den Zugang zum Kloster Kirti verwehrten.

Tibet-Aufstand jährt sich zum 50. Mal

Am 10. März jährt sich der Tibet-Aufstand zum 50. Mal, der Jahrestag war im vergangenen Jahr Anlass für wochenlange Unruhen. Dabei kamen nach offiziellen Angaben 22 Menschen ums Leben. Tibetische Aktivisten schätzen jedoch, dass die Zahl der Todesopfer bei mehr als 200 lag.

Um Proteste tibetischer Flüchtlinge in Nepal zum Jahrestag zu verhindern, hat die Regierung in Kathmandu Demonstrationen nahe der chinesischen Botschaft verboten. Wer sich den Anweisungen in der Hauptstadt widersetze, werde festgenommen, erklärte das Innenministerium.

Vor der Botschaft und dem Büro für die Erteilung von Visa war es im vergangenen Jahr fast täglich zu Demonstrationen gekommen, oft folgten gewalttätige Zusammenstöße mit Sicherheitskräften. An beiden Orten gelte vorsorglich ein Demonstrationsverbot, erklärte das Innenministerium. Wie lang es in Kraft ist, wurde nicht mitgeteilt.

In Nepal leben Tausende tibetischer Flüchtlinge. China hat Tibet im Jahr 1950 besetzt. Nach dem gescheiterten Aufstand im Jahr 1959 floh der Dalai Lama, das geistliche und weltliche Oberhaupt der Tibeter, nach Indien. Im September 1965 erklärte China das Himalaja-Gebiet zur Autonomen Region Tibet und setzte in der Hauptstadt Lhasa eine Regionalregierung ein.

DPA/AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
Merkong (03.03.2009, 18:19 Uhr)
Danke Tipps.
Danke Tipps. Ich muss wirklich lernen, nicht aus Zorn mit anderen zu streiten, sondern immer rational zu argumentieren.
LaoLu (03.03.2009, 02:02 Uhr)
Hey, Merkong,

ich staune, Du kannst ja auch ruhig und sachlich!
Und, glaub mir, dann bist Du ganz erheblich besser.
Laß die anderen wüten und beschimpfen, wir haben die Argumente, Luciano, dancer und manesse nur ihre in der deutschen Presse angelesenen Vorurteile und ihren Heinrich Harrer.
Merkong (02.03.2009, 17:02 Uhr)
@babylon
Noch ein Satz zur Ergänzung.
Die Tibeter haben such das Recht, nicht mehr als Leibeigene behandelt zu werden und menschenwürdig wie jeder Mensch in der Welt leben zu dürfen.
Merkong (02.03.2009, 16:55 Uhr)
@babylon
„Ein faschistisches (was auf die Lamas sicherlich nicht zutrifft) oder kommunistisches (was China zweifelos ist) System hat allerdings überhaupt keine Vorteile.“ Richtig, aber am besten ergänzen Sie: der Kapitalismus hat genau wie Kommunismus und Faschismus keine Vorteile, gerade in der Finanzkrise danken viele um, und viele lesen wieder „Kapital“. Kapitalismus ist nicht viel mehr menschenwürdiger als der Kommunismus, die tibetische Leibeigenschaft ist auch nicht mehr viel menschenwürdiger als der Faschismus.
Merkong (02.03.2009, 16:45 Uhr)
@babylon
Das lamaistische Regime ist wirklich viel schlimmer als Mittelalter in Europa und Gottesstaat unter Taliban, die Menschen wurden nicht nur menschenunwürdig behandelt, sondern sogar wurden menschliche Haut und Knochen als Geschenken an Dalai Lama geliefert. Es gibt genügend Literatur von Tibetologen in den USA und in europäischen Ländern oder Reiseberichte im 18., 19. und 20. Jahrhundert. Wenn Sie richtig recherchieren und lesen, Sie werden begreifen, welches barbarische Verbrechen die Lamas und die Sklavenbesitzer gegen die Leibeigenen unternommen haben. Das ist ein Grund, warum heute die jenen, die protestieren, nur die Lamas sind. Für die 95 % der Bevölkerung in Tibet ist ein menschenwürdiges Leben eine Befreiung, für die 5 % der Sklavenbesitzer unter Dalai Lama ist die demokratische Reform 1959 ein Desater.
Der Western unterstützt immer menschenverachtendes Regime, obwohl viele jeden Tag heuchlerisch über Menschenrechte reden. Tibet ist nicht der erste Fall.
babylon (02.03.2009, 16:23 Uhr)
@merkong
Die Zahlen kann ich so nicht nachvollziehen. Nur Tatsache ist , das unter den Chinesen viele Menschen zu Tode gefoltert wurden. Meine Info habe aus Nepal, von meiner Pflegetochter. Die Lamas haben auch niemanden gefoltert. Mir ist es etwas rätselhaft woher sie solche abenteuerlichen Geschichten nehmen. Jedes System hat sicherlich seine Nachteile. Ein faschistisches (was auf die Lamas sicherlich nicht zutrifft) oder kommunistisches (was China zweifelos ist) System hat allerdings überhaupt keine Vorteile.
Außerdem kann ich mir nicht vorstellen das die Tibeter so gut behandelt werden, wenn selbst die eigenen Leute an westliche Unternehmen wie Arbeitssklaven ohne Rechte von der eigenen Regierung verschachert werden.
Merkong (02.03.2009, 14:42 Uhr)
@babylon
Ich verstehe Ihre Frage, weil die Berichterstattungen über Tibet hier massiv verdreht und zensiert werden. Die Tibet-Frage wird instrumentalisiert, um China zu spalten.
Ich nenne einige Grunddaten, die von der UNO anerkannt und im letzten Jahr einmal in Wallstreet Journal einmal veröffentlicht werden. Unter der Leibeigenschaft des Dalai Lama beträgt die Lebenserwatung in Tibet 35 Jahre, nur 2 % der Bevölkerungen können lesen und schreiben, sie sind lediglich die Lamas, Sklavenbesitzer und Aristokraten, und die Kinder und Enkelkinder der Leibeigenen sind ewig Sklaven, die willkürlich gefoltert und getötet wurden.
Nach der demokratischen Reform in Tibet seit 1959 wurde die Landreform durchgeführt, die Sonderrechte von Sklavenbesitzer werden entzogen, sie können die Lebeigenen nicht willkürlich foltern. Heute beträgt die Lebenserwartung in Tibet 66 Jahre alt, 85% der Tibeter können lesen und schreiben, und die erste Sprache in der Schule ist Tibetisch, dann kommt Chinesisch.
Warum Dalai Lama immer auf den Westen verweist? Ganz einfach, nur mit der westlichen Unterstützung kann er eigene Theokratie wieder aufbauen und die Sonderrechte wieder erlangen.
babylon (02.03.2009, 14:28 Uhr)
@Merkong
Wie kommen sie darauf das es den Tibetern unter der roten Fuchtel besser geht? Irgendwie merkwürdig, oder? Der Gaza krieg steht hier gar nicht zu Debatte!
Merkong (02.03.2009, 13:38 Uhr)
Menschenrechte?
Ich habe gerade gelesen, dass in Gazakrieg insgesamt 1 300 Zivilisten getötet, davon 400 Kinder. Warum berichten die westlichen Medien nicht einmal darauf? Warum haben die Medien keinerlei Interesse an dem barbarischen Verbrechen, wenn sie sich wirklich ein klein bisschen um „Menschenrechte“ kümmern? Wo ist das westliche Mitleid weggelaufen?
Bald werden die Medien wieder Tibet heiß kochen, nur weil dort die Leibeigenschaft abgeschafft wurde und das menschenverachtende Lamaismus-Regime ewig vorbei ist. Da es den Tibetern und Chinesen als je zuvor besser geht, kümmern manche Europäer wieder „Menschenrechte“ in China.
Merkong (02.03.2009, 13:30 Uhr)
Boykott?
Boykott?
In der letzten Woche haben die chinesischen Unternehmen in Deutschland die deutschen Produkte in Höhe von 10 Milliarden Dollars gekauft. Alle deutschen Unternehmen freuen sich auf das Rettungskapital aus Fernost gerade in der Zeit der globalen Krise. Später ist BRD mehr abhängiger von chinesischern Markt und chinesischer Hilfe als je zuvor. Boykott?, dann mach mal.
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