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19. Juni 2008, 09:04 Uhr

Tausend Mönche nach Festnahmen vermisst

Während der antichinesischen Unruhen im März in Tibet sind tausende Mönche festgenommen worden. Nun fordert die Menschenrechtsorganisation Amnesty International von China Aufklärung über den Verbleib von mehr als 1000 Geistlichen - die immer noch vermisst werden.

China hat bei Protesten in Tibet im Frühjahr viele Mönche festgenommen. Manche von ihnen sind bis heute nicht wieder aufgetaucht© AP

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fordert von China Aufklärung über das Schicksal von mehr als tausend Tibetern, die im März während der antichinesischen Unruhen in Tibet inhaftiert worden sind.

Ein Viertel der etwa 4000 Festgenommenen werde noch vermisst, erklärte die in London ansässige Organisation. Die übrigen seien entweder freigelassen oder formell unter Arrest gestellt worden. "Aus Tibet dringen nur sehr wenige Informationen nach außen", erklärte der für Asien zuständige AI-Direktor Sam Zarifi. Die AI vorliegenden Informationen zeichneten aber ein düsteres Bild von willkürlichen Inhaftierungen und Misshandlung von Häftlingen.

Bei den schweren Unruhen im März wenige Monate vor den Olympischen Spielen in Peking kamen nach Angaben der tibetischen Exilregierung mindestens 203 Tibeter ums Leben, diese Zahl ist fast zehn Mal so hoch wie die offiziellen Angaben aus Peking.

Die olympische Fackel wird am Samstag nach Tibet getragen. Das gaben die chinesischen Organisatoren am Mittwoch bekannt, nachdem sie lange Zeit ein Geheimnis um den genauen Termin gemacht hatten. Tibet-Aktivisten haben den geplanten Stopp in der Region kritisiert, da Peking damit seine Herrschaft über die Provinz dokumentieren wolle. Es wird erwartet, dass die tibetische Hauptstadt Lhasa am Samstag unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen stehen wird.

AP
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
blackview (21.06.2008, 05:08 Uhr)
Und?
Wer sich in Gefahr begibt , kann darin umkommen. Verschiedene Systeme, verschiedene Handhabung der Strafen und Rechtsauslegung. Die Leute wussten exakt was sie tun und was auf sie zukommt. Wenn ich mit 200 vor eine Wand fahre, werde ich warscheinlich auch nicht ueberleben. Aehnlich sehe ich das bei den radikalen Moenchen.Ich frage mich nur, warum hier der grosse Aufschrei, in Saudi Arabien werden Frauen gesteinigt, die vergewaltigt wurden, es werden Haende abgehackt und Leute am Baukran aufgehangen.Da wird nix gesagt, weil , das geht runter wie Oel.Also, fuer mich ist klar, das die Leute sich auf den westlichen Aufschrei verlassen haben, damit waren sie verlassen. Das Kapital bestimmt halt alle Regeln, so auch die, wie der Westen reagiert. Ja menschlich ist der Kurs von China nicht immer so gut, aber die Wirtschaft profitiert und somit wird sich nix aendern.Wir alle sind ein Teil dieses Problems, ich sage nur Geiz iss geil. Und kommt bitte nicht, wir koennen nicht anders.Leute wir koennen, das Zauberwort heisst " Verzicht " auf alles was durch fast kriminelle Ausbeutung hergestellt wurde. Ein System, was nur mit Wachstum ueberlebt, ist frueher oder spaeter zum Scheitern verurteilt.Alles ist endlich, auch Rohstoffe und Flaechen fuer Nahrungsmittelanbau.
Ein bisschen mehr Bescheidenheit und Solidaritaet untereinander, wuerde die Welt viel schoener machen. Aber , ich denke, das ist nur ein Traum.Die Menschheit zerstoert sich selbst, am Ende kann nur eine komplette Vernichtung der menschlichen Rasse stehen, da es in seiner Natur liegt, das eigene Ende durch Gier und Macht herbeizufuehren.
MamfredBuchholz (19.06.2008, 18:42 Uhr)
...einfach süß
...dieses hirnrissige Geschreibsel.
heiner5362 (19.06.2008, 17:46 Uhr)
und zu den vermissten
hört euch mal um wo in der letzten zeit zwischen den reisfeldern mit kalk abgestreut wurde.
heiner5362 (19.06.2008, 17:43 Uhr)
was soll daran
komisch sein herr ...
die zusammenhänge liegen auf der hand.
der dalai lama wird geschnitten, trotzdem kotau vor dem chinesischen regime um der wirtschaft willen.
wessen interessen wurden denn da vertreten, hä???
zieht diesem kapitalistenbüttel mal den stecker.
und wer vorhat, zur olympiade nach china zu reisen, dem rate ich jetzt schon zum kopfsprung vom hochhaus, hat die gleiche wirkung.
MamfredBuchholz (19.06.2008, 15:14 Uhr)
brüll!
jetzt ist der Kapitalismus dran schuld, dass in einem kommunistischen Land Menschenrechte mißachtet werden. Der Witz ist herrlich!
provocateur (19.06.2008, 12:13 Uhr)
@ganzbaf
...und wir sind auch dran Schuld! Aber wir schauen weg. Alle machen Geschäfte mir China, auch der Enverbraucher, der den billig produzierten Ramsch schließlich kauft, weil er kein Geld für ein deutsches oder europäisches Produkt hat, denn er ist jetzt Hartz-IV-Bezieher, seinen Job hat der Endverbraucher nämlich verloren, der Job wurde unlängst in einen chinesischen Sweatshop verlegt. Fein! Schweinesystem Kapitalismus, würde ich eher sagen.
ganzbaf (19.06.2008, 12:03 Uhr)
Unglaublich

Schweinesystem China.
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