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24. Januar 2010, 14:33 Uhr

Al-Kaida-Chef droht mit neuem Terror

"Von Osama an Obama": Der arabische TV-Sender Al-Dschasira hat eine neue Botschaft von Terrorchef Bin Laden gesendet. Darin reklamiert er den gescheiterten Anschlag von Detroit für sich - und nennt Gründe, warum er auch in Zukunft "Flugzeuge schicken" werde.

Bin Laden, Terror, Detroit, Anschlag, Afghanistan

Droht den Amerikanern: Ossam bin Laden (undatiertes Foto)© AFP

Einen Monat nach dem vereitelten Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug ist ein Tonband aufgetaucht, auf dem sich Al-Kaida-Chef Osama bin Laden als Drahtzieher zu dem Attentatsversuch bekennen soll. Die versuchte Sprengung der Maschine sei eine Fortführung der Anschläge vom 11. September 2001 gewesen, hieß es in der Audiobotschaft, die der arabische Fernsehsender Al-Dschasira am Sonntag ausstrahlte und auf der Bin Laden zu hören sein soll. Der Chef des Islamisten-Netzwerks drohte demnach auch mit weiteren Anschlägen auf die USA und begründete dies mit einer Unterdrückung der Palästinenser im Gazastreifen.

Den Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab, der am 25. Dezember versucht hatte, auf einem Northwest-Airlines-Flug von Amsterdam nach Detroit kurz vor der Landung ein Sprengstoffgemisch zu zünden, bezeichnete Bin Laden in der Audiobotschaft als Helden. "Wenn es nur möglich gewesen wäre, euch unsere Botschaft mit Worten zu übermitteln, hätten wir sie euch nicht mit Flugzeugen geschickt", hieß es auf dem Tonband weiter.

"Unsere Angriffe auf euch werden solange fortgesetzt, wie die USA ihre Unterstützung für Israel fortsetzen. Es ist nicht gerecht, dass Amerikaner in Frieden leben sollen, solange unsere Brüder im Gazastreifen unter schlimmsten Bedingungen leben." Seine Botschaft richte sich direkt an US-Präsident Barack Obama, "von Osama an Obama".

Echtheit unklar

Die Echtheit des Tonbands konnte zunächst nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden. Seit den Anschlägen auf die USA vom 11. September 2001 wurden mehr als 60 Botschaften von Bin Laden, seinem Stellvertreter Aiman al-Sawahiri und ihren engsten Verbündeten ausgestrahlt. Die letzte Botschaft von Bin Laden stammt aus dem September 2009. Der Al-Kaida-Flügel im Jemen hatte sich bereits zu dem Anschlagsversuch auf das US-Passagierflugzeug bekannt. Seitdem hat die Regierung in Sanaa ihren Kampf gegen die Islamisten im Land verstärkt und erhält hierbei auch logistische wie finanzielle Unterstützung aus den USA.

DPA/AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 33)
 
vaater (25.01.2010, 16:08 Uhr)
Der Untote Bin Laden
kann nicht mehr drohen.
vaater (25.01.2010, 16:01 Uhr)
Der Beitrag entsprach der Wahrheit,
er entsprach wohl nur nicht Ihren Vorgaben, die Sie erhalten haben.
Meinungsfreiheit sieht anders aus.
Sie werden es noch lernen.
Administrator (25.01.2010, 15:39 Uhr)
@vaater
Ihr Kommentar wurde gelöscht, bitte argumentieren Sie sachlich.

Herzliche Grüße,

Ihre stern.de-Admins
bob-der-meister (25.01.2010, 14:05 Uhr)
Wieder was gelernt!
zu Art. 5 Abs 1 GG
war ich wohl im Unrecht. Hier im Forum darf in der Tat zensiert werden.

Selbstzensur, die z. B. Presseorgane aus eigenem Antrieb vornehmen oder Maßnahmen in privaten Organisationen, die dazu führen, dass einer Person ?der Mund verboten wird?, sind keine Zensur im Sinne des Art. 5 Abs. 1 GG.

Sorry. War es wegen dem youtube-Link?
bob-der-meister (25.01.2010, 14:00 Uhr)
gefühlte Bedrohung
so, und jetzt nochmal ohne den Passus, der der Redaktion vermutlich missfiel:

Könnte es sein, dass mit diesen immer wieder gleichen und sogar fast
identisch aufgebauten Horrormeldungen das Thema etwas zu sehr aufgebläht
wird? Ist ja immer für viele Maßnahmen gut, die ansonsten im Land sehr
unpopulär wären.
Um die Terrorabwehr haben sich nun mal unsere Sicherheitsbehörden zu
kümmern, und die hätten eine ganze Menge Instrumentarien um diese
effektiv abzuwehren. Da muss man nicht immer öffentlich Panik vor den
Moslems schüren mit einem Bild von Bin Laden mit erhobenem Zeigefinger.
Lieber mal wie die in dieser Hinsicht viel erfolgreicheren Israelis am
Ber
n Gorion Flughafen etwas cleverer an die Sache herangehen, anstatt
immer neue Technik zur Durchleuchtung und immer restriktivere Kontrollen
einzuführen.
bob-der-meister (25.01.2010, 13:56 Uhr)
political correctness
na, was war denn an meinem Eintrag von heute früh schon wieder nicht genehm?
Ich hatte mal gehört, es gäbe einen Artikel im Grundgesetz, der besagt, eine Zensur fände nicht statt.
und nicht immer wieder voreilig "off topic" schreiben.
endbenutzer (25.01.2010, 12:54 Uhr)
@Admins:
Okay, dann sage ich künftig "der liebe Onkel Bin Laden" - wenn's recht ist.
+
Also: Will man den lieben Onkel Bin Laden überhaupt finden? ich denke nicht. Er ist halt immer gut als Argument zur weiteren Einschränkung von bürgerlichen Rechten und zur Bestpitzelung der Privatsphäre. Und die Medien verbreiten fleißig die verbalen Absonderungen des lieben Onkels....
sachsenwini (25.01.2010, 11:38 Uhr)
Sollte Osama bin Laden noch am Leben sein,
so wird er sicherlich mit Unterstützung der USA von den besten Ärzten versorgt werden.
Denn nichts wäre der Weltmacht unangenehmer als das Ableben ihres Buhmannes mit dessen Existenz und Bedrohung sie ihre Angriffskriege zu rechtfertigen versuchen.
Administrator (25.01.2010, 11:11 Uhr)
@endbenutzer
"Scheißkerl" wollen wir hier generell nicht lesen - in Bezug auf nichts und niemanden.
endbenutzer (25.01.2010, 10:31 Uhr)
@Admins:
Darf man jetzt nicht mal mehr Bin Laden einen "Scheißkerl" nennen? Oder war meine indirekte Medienkritik etwa nicht gewünscht?
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