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1. Juli 2011, 12:29 Uhr

Dänen starten am Dienstag neue Grenzkontrollen

Jetzt also doch: Dänemark beginnt am Dienstag mit den neuen permanenten Grenzkontrollen. Das kündigte Steuerminister Peter Christensen in Kopenhagen an. An der Grenze nach Deutschland soll es Stichproben durch zunächst 30 zusätzliche Zöllner geben.

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Bald wieder ein gewohntes Bild an der Grenze von Dänemark: ein Zöllner an der Öresundbrücke zwischen Kopenhagen und Malmö© Morten Germund/DPA

Zum Auftakt der Sommerferien macht Dänemark ernst mit neuen Grenzkontrollen: Wie Steuerminister Peter Christensen in Kopenhagen ankündigte, sollen ab Dienstag zusätzliche Zollbeamte an Grenzübergängen mit Deutschland und Schweden Kontrollen zur Eindämmung grenzüberschreitender Kriminalität durchführen.

Christensen sagte am Freitag weiter, es werde an deutsch-dänischen Grenzübergängen lediglich Stichproben durch zunächst 30 zusätzliche Zöllner geben. "Bei weitem die Mehrheit aller Reisenden wird davon überhaupt nichts merken", versicherte er. Für die jetzt in großer Zahl an Dänemarks Nordseeküste strömenden Touristen aus Deutschland werde es "keine Staus oder sonstige Behinderungen" geben.

Opposition scheitert im Parlament

Die Opposition war am Freitag im dänischen Parlament mit ihrem Antrag gescheitert, die Pläne der Regierung ersatzlos zu streichen. Sie gehen auf eine Initiative der rechtspopulistischen DVP zurück. Die noch anstehende Bewilligung der Mittel im Finanzausschuss gilt als sicher.

Dänemarks Regierung will mit den permanenten Zollkontrollen nach eigenen Angaben die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität intensivieren. Die Pläne wurden von der EU-Kommission in Brüssel als mögliche Verletzung des Schengener EU-Vertrages über freie Beweglichkeit zeitweise heftig gescholten.

Kritik an der Entscheidung im Nachbarland Dänemark übte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU). "Wir sind nicht glücklich darüber. Das haben wir deutlich gemacht", sagte Carstensen in Kiel. "Wir wollen offene Grenzen und nicht geschlossene. Wir wollen mehr Personenverkehr und mehr Wirtschaftsverkehr.

kng/DPA
 
 
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