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Tschechischer Präsident fordert "Deportation" von Flüchtlingen

Muslime sind für Milos Zeman nicht in die europäische Kultur integrierbar. Die einzige Lösung der Flüchtlingskrise sieht der tschechische Präsident daher in der "Deportation" von Wirtschaftsflüchtlingen und religiösen Fanatikern.

Tschechien: Milos Zeman hat sich für die "Deportation" von Wirtschaftsflüchtlingen ausgesprochen

Milos Zeman hat sich für die "Deportation" von Wirtschaftsmigranten und Terrorverdächtigen aus Tschechien ausgesprochen

Der tschechische Präsident Milos Zeman hat die "Deportation" von Wirtschaftsflüchtlingen und religiösen Fanatikern gefordert. "Die einzige Lösung" der Flüchtlingskrise sei die Ausweisung von "ökonomischen Migranten und denen, die zu religiöser Gewalt, religiösem Hass, kurz gesagt zu Terroraktionen aufrufen", sagte er am Freitag der Agentur CTK zufolge in Bratislava.

Zeman wiederholte seine Ansicht, islamische Migranten seien weder in die europäische Kultur integrierbar noch assimilierbar. Er warnte vor "Dschihadisten" und "Schläferzellen" unter den Flüchtlingen. Zeman hatte in den letzten Monaten wiederholt mit islamfeindlichen Äußerungen für Empörung gesorgt. Erst vor einer Woche hatten in Prag 1500 Menschen gegen den Islam demonstriert.

"Überlebensfrage" für die EU

Bei dem Treffen von mittelosteuropäischen Sozialdemokraten forderte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico eine stärkere Sicherung der Schengen-Außengrenzen. Dies werde in diesem Jahr zur "Überlebensfrage" der Europäischen Union, sagte der Regierungschef.

Der 71-jährige Zeman schlug in die gleiche Kerbe. Er warf Brüssel vor, auf ganzer Linie versagt und Zeit mit "unendlichem Geschwätz" verloren zu haben. Tschechien gewährte 2015 nur 71 Menschen Asyl.

Mehr Solidarität von Tschechien verlangt

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR rief die Visegrad-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn vor ihrem Gipfel in Prag am Montag dazu auf, "mehr Solidarität mit verzweifelten Flüchtlingen" zu zeigen. Die Länder der Region dürften in dieser beispiellosen humanitären Notlage nicht nur Zuschauer sein, teilte die UNHCR-Vertreterin in Mitteleuropa, Montserrat Feixas Vihé, mit. 

ivi/DPA
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