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23. Februar 2012, 07:25 Uhr

Alle gegen Santorum

Wenige Tage vor den Vorwahlen in Michigan und Arizona haben sich die republikanischen Präsidentschaftsbewerber in einem TV-Duell hitzige Wortgefechte geliefert. Romney, Gingrich und Paul schossen sich auf Rick Santorum ein, der die Umfragen derzeit anführt.

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Wird Mitt Romney der Obama-Herausforderer der Republikaner?© Justin Sullivan/Getty Images/AFP

Kurz vor einer Serie wichtiger Vorwahlen haben sich die Präsidentschaftsbewerber der US-Republikaner einen harten Schlagabtausch geliefert. Bei einer Fernsehdebatte am Mittwochabend (Ortszeit) musste sich besonders der aktuell nach Umfragen führende Rick Santorum gegen scharfe Angriffe seiner drei Widersacher zur Wehr setzen. Insbesondere sein Hauptkonkurrent Mitt Romney verwickelte den ultrakonservativen Ex-Senator bei der Diskussionsrunde in Mesa (US-Bundesstaat Arizona) in hitzige Wortgefechte.

Romney warf Santorum vor, während seiner sechs Jahre im Kongress den Aufbau neuer Staatsschulden mitverantwortet zu haben. Daher dürfe er sich nicht als Konservativer bezeichnen, sagte der Ex-Gouverneur von Massachusetts. Außerdem habe Santorum für die Vergabe von Mitteln an die Organisation Planned Parenthood votiert, die auch Abtreibungen anbietet. Auch der libertäre Polit-Veteran Ron Paul bezeichnete Santorum vor diesem Hintergrund als "Schwindler". Der 53-Jährige gestand ein, zwar keine "makellose Bilanz" vorweisen zu können. Er habe aber im Gegensatz zu dem Ex-Gouverneur Romney niemals die Steuern erhöht.

Härte gegen den Iran zeigen

Der Ex-Senator warf Romney vor, die Fakten zu verzerren. "Sie wissen nicht, wovon sie reden", wetterte er. Santorums längliche Erklärung, wie der Kongress die Mittel im Haushalt zuweise, quittierte Romney mit einem kurzen Kommentar. "Ich bin all dem nicht ganz gefolgt", sagte der Ex-Gouverneur. Aber er werde dafür sorgen, dass die "exzessiven Ausgaben" ein Ende hätten.

Im außenpolitischen Teil der Debatte überboten sich Romney, Santorum und Gingrich mit Forderungen nach einem harten Vorgehen im Atomstreit mit dem Iran. Außerdem verlangten sie eine stärkere Unterstützung der Protestbewegung gegen den syrischen Staatschef Baschar al Assad, den Santorum als "Marionette" Teherans bezeichnete.

Superwahltag Anfang März

Eigentlich gilt Romney als klarer Favorit im Rennen um die Kandidatur gegen Amtsinhaber Barack Obama. Zuletzt stand aber der erzkonservative Santorum im Rampenlicht. Er hat laut Umfragen bei der Wahl am 28. Februar in Romneys Heimatstaat Michigan die Nase vorn. Auch bei der Abstimmung am gleichen Tag in Arizona muss Romney wegen eines recht knappen Vorsprungs noch um den Sieg bangen. Entsprechend aggressiv trat der 64-Jährige bei der Debatte auf, die wahrscheinlich die letzte ihrer Art im republikanischen Vorwahlrennen war.

Eine Vorentscheidung bei der Kandidatensuche könnte bereits am 6. März fallen, wenn am sogenannten "Super Tuesday" in zehn Staaten gewählt wird. Offiziell nominieren die Republikaner ihren Kandidaten Ende August bei ihrem Parteitag in Florida.

swd/DPA/AFP
 
 
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