. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
7. Februar 2010, 20:18 Uhr

Janukowitsch gewinnt Präsidentenwahl

Fünf Jahre nach der "Orangenen Revolution" in der Ukraine hat der damalige Verlierer Viktor Janukowitsch Revanche genommen. Er ist bei der Auszählung der letzten Stimmen zur Präsidentenwahl nicht mehr einzuhlen.

Ukraine, Timoschenko, Janukowitsch, Stichwahl, Präsidentenwahl, pro-russisch

Feierte sich schon früh als neuer ukrainischer Präsident: Oppositionsführer Viktor Janukowitsch© Sergei Ilnitsky/DPA

In der Ukraine hat der pro-russische Oppositionsführer Viktor Janukowitsch die Präsidentenwahl gewonnen. Die Wahlleitung in Kiew teilte am Montag mit, dass der 59-Jährige bei der Auszählung der letzten Stimmen nicht mehr einzuholen sei. Damit wurde der Nato-Gegner und Rivale der pro-westlichen Regierungschefin Julia Timoschenko indirekt zum Sieger erklärt. Janukowitsch hatte sich bereits in der Nacht als Sieger gesehen.

Es wird allerdings erwartet, dass die Regierungschefin im Fall einer knappen Niederlage das Ergebnis nicht anerkennt und vor Gerichten eine Neuauszählung erzwingen will. Bereits 2004 habe sich Janukowitsch voreilig zum Sieger erklärt. Er verlor damals nach einem Skandal um Wahlfälschung und Massenprotesten der Orangenen Revolution.

Etwa 4,5 Prozent der Berechtigten hatten auf dem Wahlzettel die Option "Gegen alle" angekreuzt, die Beteiligung lag bei etwa 70 Prozent. Die Wähler im für die EU wichtigsten Transitland für russische Gaslieferungen hoffen durch die Abstimmung auf einen Ausweg aus der seit Jahren andauernden innenpolitischen Krise. Aus Sicht vieler Ukrainer haben Timoschenko und der Präsident Viktor Juschtschenko Reformversprechen nicht gehalten. Juschtschenko war im ersten Wahlgang Mitte Januar abgewählt worden.

DPA
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
Oetker333 (08.02.2010, 17:44 Uhr)
Also
Hier einen Vergleich zu ziehen mit der Wahlfälschung 2004 ist unredlich vom Stern. Die EU-Beobachter haben bestätigt, dass die Wahl demokratisch verlaufen ist. Hier jetzt Janukowitsch mit der Parallele zu 2004 als Wahlfälscher zu bezeichnen ist schon eine Lüge. Damit stellt sich der Stern hinter Timoschenko und ihrer Propaganda. Sie ist in dem Fall die Undemokratin. Wenn sie das Wahlergebnis des Volkes, welches von Beobachtern bestätigt wurde, nicht akzeptiert und mit Aufstand droht, dann muss man sie hart kritisieren. Stattdessen drischt man wieder auf den prorussischen Kandidaten ein.
Tempelhofer (08.02.2010, 11:39 Uhr)
@ vaater
Das ist eine Reaktion auf die drohenden Krawalle und Pöbeleien von extremistischen Lesern zu diesen Themen. Gestern hatte der Stern einmal kurz die Kommentarleiste zum Thema "Iran" geöffnet, und wurde nach nur 30 Minuten komplett zugemüllt..

Zum eigentlichen Thema möchte ich sagen, dass man auch dieses Ergebnis selbstverständlich akzeptieren muss. Für Wahlmanipulationen gibt es diesmal wohl keine Anzeichen. Dennoch fällt die Mehrheit von Janukowitsch offenbar knapper aus, als erwartet. Die Ukraine wird noch für lange Zeit ein gespaltenes Land bleiben.
vaater (08.02.2010, 11:13 Uhr)
Was ist los beim Stern?
Bei wichtigen Fragen wie z.B. zu allen Artikeln, bei denen es um den Iran geht, ist die Kommentarfunktion gesperrt. Ebenso bei eher unwichtigen Fragen wie z.B. wer denn nun Nachfolger der lieben Frau Knobloch im Zentralrat wird, ebenso.
Ist das etwa eine besondere Art von Zensur, weil mehrheitlich andere Meinungen erwartet werden, als die Meinungen derjenigen, für die der Stern, wie andere deutsche Qualitätsmedien auch, schreiben muss?
auwei (08.02.2010, 11:12 Uhr)
Die Ukraine
spiegelt sehr anschaulich das Dilemma Osteuropas. Die Menschen machen die Erfahrung, dass "Freiheit" (so wie der Westen sie interpretiert) auch und vor allem Verlierer produziert. Daher die Spaltung des Landes. Übergreifende Ansätze? Fehlanzeige. Die "westlich" orientierten Eliten haben sich leider als unfähig erwiesen - und sind mit Sicherheit nicht weniger korrupt als die eher russisch orientierten Kräfte. Die orangene Revolution ist gescheitert - aber so wie bisher geht's auch nicht weiter. Merke: Im "Kampf der Systeme" hat es bislang nur Verlierer gegeben. Zeit für einen Dritten Weg (wie wäre es mit dem Prinzip der Schröder/ Blair-Idee - nur etwas smarter ausgearbeitet?).
budbundy69 (07.02.2010, 21:28 Uhr)
Letzte freie Wahlen für die nächsten 50 Jahre
Liebe Ukrainer, dies dürften für euch die letzten freien Wahlen für die nächsten 50 Jahre gewesen sein. Erzählt euren Kindern und Enkeln wie das Wetter am 7.Februar 2010 war !
manta (07.02.2010, 21:05 Uhr)
Wünsche der Ukraine...
..alles Gute.
War letztes Jahr im Sommer dort. Warl das erste mal überhaupt dass ich mal Richtung Osten geflogen bin. Ein schönes land, tolles Klima und eine super Lage am schwarzen Meer.
Das Hauptproblem dieses Landes ist jedoch die wahnsinnige Korruption in allen Schichten. Das Land braucht um einiges mehr "Westen". Es muss schauen dass es sich von seinen ex. warschauer Pakt Brüder so gut wie möglich löst. Die Fremdsprachenkentnisse waren auch verheerend. Junge Leute in meinem alter konnten keine Englisch, geschweige denn Französisch etc.
MEHR ZUM ARTIKEL
Wahl in Ukraine Timoschenko droht mit erneuter Orangenen Revolution

Vor der Präsidentenstichwahl in der Ukraine am Sonntag hat Ministerpräsidentin Julia Timoschenko ihrem Kontrahenten Viktor Janukowitsch mit einer Wiederholung der Orangenen Revolution von 2004 gedroht. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe