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USA werfen Russland Grenzverletzungen vor

Nachdem eine russische Armeekolonne in die Ukraine eingedrungen ist, steigt die Angst um eine Invasion. Die USA werfen Moskau gezielte Provokationen vor. Dort streitet man die Vorwürfe ab.

  Russische Soldaten fahren auf Panzern außerhalb der Stadt Kamensk-Schachtinski nahe der ukrainischen Grenze

Russische Soldaten fahren auf Panzern außerhalb der Stadt Kamensk-Schachtinski nahe der ukrainischen Grenze

Die USA werfen Russland eine "anhaltende Militärintervention" in der Ukraine vor. Dies stehe in völligem Gegensatz zu humanitären Hilfen und einer friedlichen Konfliktlösung, teilte Caitlin Hayden, Sprecherin des nationalen Sicherheitsrats, in Washington mit. Die russische Politik der vergangenen Wochen sei "extrem gefährlich und provokativ". Zu Berichten, wonach ukrainische Militärs russische Armeefahrzeuge zerstört hätten, nachdem diese in die Ukraine eingedrungen seien, äußerte sie sich nicht. Dazu habe man nicht genügend Informationen, meinte Hayden.

"Russland hat kein Recht, Fahrzeuge, Personen oder Güter jeder Art, unter irgendeinem Vorwand ohne Erlaubnis der Regierung in die Ukraine zu schicken", hieß es in der schriftlichen Erklärung Haydens. Hilfslieferungen müssten auch mit dem Internationalen Roten Kreuz abgestimmt werden. Sie forderte Moskau erneut auf, den Beschuss über die Grenze in die Ukraine einzustellen und die Separatisten nicht länger mit Waffen und Geld zu unterstützen.

Russland weist Vorwürfe zurück

Russland versicherte derweil, dass der für die Ukraine bestimmte Hilfskonvoi kein Vorwand für ein militärisches Eingreifen in dem Nachbarland gewesen sei. Dies habe der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu seinem US-Kollegen Chuck Hagel in einem Telefonat gesagt, teilte die US-Regierung in Washington mit. Schoigu habe "garantiert", dass an dem Konvoi kein russisches Militärpersonal beteiligt sei. Pentagonsprecher John Kirby sagte, Schoigu habe zudem erklärt, die Güter des Konvois würden durch das Internationale Rote Kreuz verteilt, wie dies von der Regierung in Kiew gefordert werde.

Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte in einem Telefonat am Abend den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf, zur Deeskalation in der Ostukraine beizutragen. Vor allem dem Strom von Rüstungsgütern, Militärberatern und bewaffnetem Personal über die Grenze in das Nachbarland müsse ein Ende gesetzt werden, mahnte Merkel nach Angaben ihres Sprechers Steffen Seibert.

Über die Krise wollen der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein ukrainische Kollege Pawlow Klimkin am Sonntag in Berlin zusammen mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und dem französischen Außenamtschef Laurent Fabius beraten.

kis/DPA/AFP/DPA
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