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11. März 2009, 15:40 Uhr

US-Firmen müssen CO2-Ausstoß angeben

US-Präsident Barack Obama korrigiert die Umweltpolitik seines Vorgängers: Von 2011 an müssen rund 13.000 Unternehmen ihren Ausstoß an Treibhausgasen bekanntgeben. Experten rechnen mit weiteren Auflagen. Ex-Präsident George W. Bush hatte diese stets verhindert.

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Im Sturmschritt zu mehr Umweltschutz: US-Präsident Barack Obama kehrt die Politik seines Vorgängers ins Gegenteil© Charles Dharapak/AP

US-Präsident Barack Obama macht Ernst mit dem Umweltschutz: In einem wichtigen Schritt im Kampf gegen den Klimawandel müssen rund 13.000 Industrieunternehmen von 2011 an die Menge ihres Ausstoßes an Treibhausgasen beziffern. Experten sehen dies als Vorstufe zu staatlichen Begrenzungen der Treibhausgas-Emissionen. In der Vergangenheit hatte Ex-Präsident George W. Bush bindende Obergrenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen stets abgelehnt.

"Unsere Anstrengungen gegen den Klimawandel müssen von den besten verfügbaren Informationen geleitet werden", begründete die nationale Umweltschutzbehörde EPA ihre Ankündigung am Dienstag (Ortszeit). Es handele sich um einen "entscheidenden Schritt", um die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu schützen, meinte die Behörde.

Die rund 13.000 Unternehmen produzieren zwischen 85 und 90 Prozent der Treibhausgase in den USA, teilte der EPA mit. Es handele sich unter anderem um größere Betriebe der Auto- und Metallindustrie sowie der Öl-, Chemie-, Zement- und Papierindustrie. Zugleich betonte die Behörde, die meisten kleineren Betriebe würden von der Erhebung ausgenommen.

Umweltschützer begrüßten die Ankündigung. "Dies ist die Grundlage, die Verschmutzung zu begrenzen und zu reduzieren", sagte ein Sprecher des Natural Resources Defense Council. "Wir brauchen genaueste Daten darüber, wie viele Treibhausgase aus welcher Quelle freigesetzt werden." Der US-Kongress hatte die EPA bereits 2007 aufgefordert, den Ausstoß an Treibhausgasen genau zu erfassen. Später wurde die Initiative aber von der Bush-Regierung blockiert.

Auch Autoabgase sollen reduziert werden

Obama hatte bereits im Wahlkampf ein entschlossenes Vorgehen gegen den Klimawandel und den Bruch mit der Bush-Politik versprochen. Schon kurz nach seinem Amtsantritt im Januar legte er einen Plan vor, um die krisengeschüttelte amerikanische Autoindustrie zur Produktion abgasärmerer Autos zu zwingen. Obama will es den einzelnen Bundesstaaten erlauben, schärfere Umweltgesetze zu erlassen und Höchstwerte für den Schadstoffausstoß von Autos zu setzen. Derzeit bauen die US-Hersteller vor allem große, schwere Autos, die reichlich Benzin verbrauchen und viel CO2 ausstoßen.

Noch Ende 2007 hatte die EPA eine Initiative aus Kalifornien gestoppt, auf eigene Faust rigorose Abgaswerte durchzusetzen. Kalifornien wollte eine Regelung einführen, die die Autoindustrie gezwungen hätte, bis 2016 Fahrzeuge zu bauen, die fast ein Drittel weniger Schadstoffe ausstoßen. 13 weitere US-Bundesstaaten hatten damals ähnliche Pläne und mussten diese ebenfalls aufgeben.

DPA
 
 
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