FBI ermittelt gegen Afghanistan-Kommandeur

13. November 2012, 08:18 Uhr

Die Petraeus-Affäre dreht sich weiter: General John Allen, US-Kommandeur in Afghanistan, soll einer Freundin Petraeus' "unangemessene" E-Mails geschrieben haben. Das FBI ermittelt.

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Unter Druck: Der US-Kommandeur in Afghanistan, General John Allen©

Nach dem Rücktritt des ehemaligen CIA-Chefs David Petraeus ist auch der US-Kommandeur in Afghanistan, General John Allen, in den Fokus von Ermittlern geraten. Allen habe möglicherweise "unangemessene" E-Mails an Jill Kelley, eine Freundin von Petraeus und dessen Frau, geschickt, sagte ein Mitarbeiter des Pentagons am Dienstag.

Aus den US-Militärkreisen verlautete nun, der Inlandsgeheimdienst FBI habe vor allem E-Mails mit einem Umfang zwischen 20.000 und 30.000 Seiten aus den Jahren 2010 bis 2012 zwischen Allen und Kelley sichergestellt. Die Freundin hatte mit anderen E-Mails eine Affäre zwischen Petraeus und dessen Biografin Paula Broadwell ans Licht gebracht. Man wolle aber nicht über den Inhalt der Dokumente spekulieren, hieß es.

Der Vier-Sterne-General Allen ist einer der wichtigsten Vertreter der US-Streitkräfte und soll Kommandeur der amerikanischen Truppen in Europa werden. Sein Vorgänger als Kommandeur in Afghanistan war Petraeus. Verteidigungsminister Leon Panetta erklärte, dass Allens Berufung zum US-Kommandeur in Europa verschoben werde. Bis der Fall aufgeklärt sei, bleibe er auf seinem Posten in Afghanistan.

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