. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
2. November 2006, 07:01 Uhr

Kerrys Kniefall

Wer nichts lernt, endet als Soldat im Irak - das hatte der demokratische Ex-Präsidentschaftsbewerber Kerry zu Studenten gesagt. Nun musste er seine Äußerungen zurücknehmen - auch weil seine Parteigenossen ihn mächtig unter Druck setzten.

Vermasselt Kerry den Wahlkampf der Demokraten?© AP

Sein "schlecht vorgetragener Scherz" habe keineswegs auf das US-Militär gezielt, hieß es in einer am Mittwochabend (Ortszeit) in Washington veröffentlichten Stellungnahme des Senators. Er bedauerte seine Wortwahl, die "falsch interpretiert" worden sei, und entschuldigte sich bei all jenen, die sich dadurch beleidigt gefühlt haben.

Kerry hatte am Montag auf einer Wahlkampfveranstaltung im kalifornischen Pasadena vor Studenten die Bedeutung einer soliden Ausbildung betont. Er hatte gesagt: "Wer hart studiert, seine Hausaufgaben macht und versucht, clever zu sein, kann es zu etwas bringen. Wenn nicht, dann endet man im Irak."

Kritik auch von Demokraten

Er "bedauere tief", dass seine Äußerung als etwas "Negatives über jene in Uniform" interpretiert worden seien, erklärte Kerry am Mittwochabend. "Ich entschuldige mich persönlich bei jedem Mitglied der Streitkräfte, ihren Familienangehörigen und Amerikanern, die sich beleidigt gefühlt haben."

Wenige Tage von den Kongresswahlen waren Kerrys Äußerungen nicht nur beim politischen Gegner, sondern auch in der eigenen Partei auf heftigen Widerspruch gestoßen und hatten die öffentliche Diskussion seither bestimmt. Zu den prominentesten Kritikern zählten US- Präsident George W. Bush und die demokratische Senatorin Hillary Clinton.

Kerry wollte sich nicht entschuldigen

Die Republikaner, denen laut Umfragen bei den Kongresswahlen eine Niederlage droht, warfen Kerry vor, die US-Soldaten im Irak beleidigt zu haben. Forderungen nach einer Entschuldigung hatte Kerry bisher immer wieder zurückgewiesen. Die Kehrtwendung am Mittwochabend dürfte nach Ansicht von Beobachtern nicht zuletzt auf Druck aus seiner eigenen Partei erfolgt sein.

 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
US-Kongresswahl Kerry gibt den Verbal-Rambo

Eigentlich laufen die Kongresswahlen für die Demokraten ausgezeichnet, der Sieg scheint zum Greifen nach. Wäre da nicht John Kerry, der in einer Rede erklärte, wer nichts lernt, würde im Irak enden - und so den Republikanern neue Munition lieferte. mehr...

US-Kongresswahlen Das Irak-Dilemma der Demokraten

Das Feindbild ist klar definiert: George W. Bush. Mit ihren Attacken gegen den US-Präsidenten scheinen die Demokraten den Kongresswahlkampf bereits gewonnen zu haben. Doch was würde sich bei einem Wahlsieg der Demokraten in der US-Außenpolitik ändern? Eine Analyse. mehr...

US-Kongresswahlen Sex, Lügen und Skandale

Den Republikanern droht bei den Kongresswahlen in einer Woche eine Pleite: Die Partei leidet unter der Irak-Politik, Korruption und Skandalen. Nun will Bush Millionen ausgeben, um die Wählergunst zurück zu gewinnen. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe