. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
29. März 2008, 17:13 Uhr

Bundeswehr nicht nach Süd-Afghanistan

In einem Interview ist US-Präsident George W. Bush von der Forderung nach einem Einsatz deutscher Soldaten im umkämpften Süden Afghanistans abgerückt. Wenige Tage vor dem Nato-Gipfel in Bukarest sorgte der US-Präsident damit für Entspannung im Bündnis.

US-Präsident Georg W. Bush: "Ich möchte, dass Kanzlerin Merkel mit den Ergebnissen gut leben kann"© Mike Derer/AP

Er sei dankbar, dass Kanzlerin Angela Merkel und der Deutsche Bundestag "unser Engagement mit Truppen im Norden Afghanistans unterstützen", sagte Bush der Zeitung "Die Welt". Auf die Frage, ob die USA das Engagement Deutschlands auch im Süden Afghanistans fordern, sagte Bush wörtlich: "Nein. Ich will Entscheidungen, die unsere Partner tragen können. Ich möchte, dass Kanzlerin Merkel mit den Ergebnissen gut leben kann. Mit anderen Worten, ich möchte von anderen Staaten nichts fordern, wozu sie politisch nicht in der Lage sind." Auf die Nachfrage des Blattes, Deutschland werde also nicht aufgefordert, Bodentruppen für den Einsatz im Süden des Landes zu stellen, stellte Bush klar: "Nein, das wird nicht geschehen."

Bush hatte erst Anfang März deutlich gemacht, dass die Nato-Verbündeten mehr Truppen nach Afghanistan schicken sollen. Er erwarte, dass die Alliierten eine "schwere Bürde übernehmen, wenn sie nach Afghanistan gehen", sagte der Präsident offenbar mit Blick auf Deutschland und andere Länder, die ihre Truppen in relativ ruhigen Regionen Afghanistans stationiert haben. "Wenn wir in dem Kampf als eine Allianz antreten, dann müssen wir auch wie eine Allianz kämpfen."

Washington hatte in der Vergangenheit immer wieder gefordert, dass Deutschland und andere europäische Länder ihre Soldaten auch in den gefährlichen Süden Afghanistans einsetzen, wo es immer wieder zu Kämpfen mit den radikalislamischen Taliban-Rebellen kommt. Die Bundesregierung hat dies bislang strikt abgelehnt. Derzeit sind insgesamt etwa 43 000 Nato-Soldaten in Afghanistan. Deutschland sowie Frankreich und Italien haben Truppen in eher ruhigen Gebieten, dagegen kämpfen etwa die USA, Großbritannien, Kanada und die Niederlande im riskanten Süden des Landes.

DPA
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
agaleos (30.03.2008, 15:21 Uhr)
Soll selber an die vorderste Front gehen
Da soll der Herr Busch selber im Afganistan oder Irak für die Freiheit kämpfen. Gut das Deuschland in die Kampfhandlungen außerhalb Deutschland weitere Soldat vor dem sicheren Tod davor bewahrt.
Da hat der Onkel Sam (Amerika) noch viel zu lernen, oder sind die Milionen verluste an Soldaten/Volk die die die Amis im Vietnamkrieg, Somaliakreig,etc. verursacht haben uninteresannt.
Reality (30.03.2008, 14:13 Uhr)
Wohl eher nur eine Verschnaufpause vor den Wahlen...
Ich denke der liebe freundliche Kriegsverachtende Herr Bush gewährt in seiner übermenschlichen Gnade, die er nur von Gott haben kann, dem lieben Deutschen Volke ein ganz kleine Verschnaufpause bis die nächsten Wahlen vorbei sind.
Danach wird sein Nachfolger/in falls er/sie dem Imperialistischen Faschismus nicht abschwört, die Forderungen mit einem Vielfachen an Druck wiederholen.
Leider die wahrscheinlichste Möglichkeit, denn es werden noch viele Angriffskriege folgen müssen um das Imperium des Kapitalismus endgültig gesichert zu sehen.
Um nur einige zu nennen die noch befreit werden müssen.:
Iran, Tibet, Weißrussland, Ukraine, China und nicht zu vergessen Russland selbst und zu guter Letzt steht dann dieses alte querkulante Europa auf der Tagesordnung, natürlich ohne das Königreich England.
Alle sie müssen zwangsläufig befreit werden um ihnen die Segnungen eines hemmungslosen Menschenverachtenden nur dem Profit huldigenden Kapitalismus, bringen zu können.
Wir werden unsere Feinde noch lieben lernen.....Orwellsche Zeiten werden die schönsten sein. Ich kanns kaum erwarten.
kepe (30.03.2008, 11:51 Uhr)
Na sowas!
Wenn wir dann in einigen Tagen serviert bekommen, was das "Bündins" stattdessen tun soll, werden wir uns wahrscheinlich wünschen wir wären nach Südafghanistan einmarschiert. Es ist immer wieder überraschend mit welcher Selbstverständlichkeit die USA über den Rest der Welt bestimmen können.
gmathol (30.03.2008, 04:54 Uhr)
Aus der ehemaligen SBZ wurde die USBZ.
Schon mal darueber nachgedacht warum die Amis nicht aus Deutschland abziehen?
Richtig!
Der naechste Krieg findet wieder in Europa (z. B. gegen Russland siehe auch neueste NATO-Doktrin) statt.
Nee, nee - nix aus der Geschichte gelernt, oder warum gibt es immer noch einige die unser Land zerstoeren wollen?
Reality (29.03.2008, 21:03 Uhr)
Leider ist es so...
daß wir Deutschen nichts ohne dieses Imperialistische Amerika tun können.
Und wenn die heute sagen würden, ihr müßt ob ihr wollt oder nicht, marschieren, dann bliebe uns wohl nichts anderes übrig.
Ich würde heute lieben gern was anderes dazu sagen, aber derzeit sieht es meiner Meinung nach leider einfach so aus.
Wenn ich diese Politik von Bush und seiner Administration, auch ins tiefste hinein verachte, so bleibe und bin ich doch immer Realist genug, um zu erkennen welch beschränkte Möglichkeiten wir haben.
Das heißt aber nicht, daß man das nicht ansprechen soll was einen/uns an dieser aufgezwungen Freundschaft stört.
heiner5362 (29.03.2008, 20:01 Uhr)
als wenn
deutschland soch ein a...loch fragen müsste.
Reality (29.03.2008, 19:36 Uhr)
Zu merkwürdig....
dieser Mr. Bush !
Was führt er nur wieder im Schilde, was ist da im oder hinterm Busch versteckt ?
Eigentlich kenne ich diesen Herrn ganz anders.
Wird doch nicht wieder mal einen göttlichen Ruf vernommen haben.
MEHR ZUM ARTIKEL
Bundeswehr in Afghanistan "Helfen - Vermitteln - Kämpfen"

Es kann eine bisweilen heikle Aufgabe werden: Im Sommer soll die Panzerbrigade 21 der Bundeswehr als schnelle Eingreiftruppe der Nato nach Afghanistan entsandt werden. Am Montag haben die deutschen Streitkräfte die Einheit das erste Mal der Öffentlichkeit vorsgestellt. mehr...

Bundeswehr-Einsatz Nato-Generalsekretär kritisiert Deutschland

Der Generalsekretär der Nato Jaap de Hoop Scheffer hat erneut eine Ausweitung des Bundeswehr-Engagements in Afghanistan gefordert. Angela Merkel wird trotz ihres Festhaltens an der Einsatzbeschränkung dem Thema kaum entkommen können: Beim Nato-Gipfel in Bukarest soll der Konflikt ebenfalls zur Sprache kommen. mehr...

Afghanistan-Einsatz Nato vermisst den "Einer-für-alle-Geist"

Bei der Nato hängt der Haussegen schief. Pünktlich zum Treffen in Vilinius bemängeln einige Mitgliedsländer immer offener die mangelnde Unterstützung ihrer kämpfenden Truppen in Afghanistan. Sogar von einer Spaltung des Bündnisses ist mittlerweile die Rede. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe