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Hitze, #Neuland und eine freundliche Rede

Barack Obamas Berlin-Besuch ist vorbei: Zu einer weiteren historischen Rede eines US-Präsidenten hat es nicht gereicht. Was bleibt ist der "Neuland"-Spruch der Kanzlerin. Die Ereignisse zum Nachlesen.

  Bye-bye, Berlin! Ein letzter Wink beendet den Berlin-Besuch der Obamas

Bye-bye, Berlin! Ein letzter Wink beendet den Berlin-Besuch der Obamas

+++ 22.16 Uhr: Was bleibt? +++

Anderthalb Ausnahmetage in der Hauptstadt sind vorbei, etliche Berliner twittern erleichtert, dass die Air Force One über ihre Gärten entschwunden ist. Was bleibt von diesem Besuch? Zu einer historisch zu nennenden Rede hat es nicht gereicht. Immerhin: Der Abbau der Atomwaffen ist ein Versprechen, an dem man Obama wird messen können, ebenso wie das Freihandelsabkommen mit Europa, das beiderseits des großen Teichs viele Jobs bringen soll. Erinnern wird man sich wohl auch, dass es ein außergewöhnlich heißer Tag war. Wirklich wahrgenommen wurde aber vor allem Angela Merkels Satz "Das Internet ist für uns alle Neuland". Ob #Neuland das Zeug zum Wahlkampfthema hat?

+++ 22.00 Uhr: Der US-Präsident verlässt Berlin +++

Die Tür der Air Force One hat sich geschlossen, die Ehrenformation ist vom Roten Teppich abgezogen. Die Präsidentenmaschine wird nach einem Zwischenstopp auf der US-Air Base in Rammstein zurück nach Washington fliegen. Der Besuch von US-Präsident Barack Obama in Berlin ist zu Ende.

+++ 21.56 Uhr: Ein letztes Winken +++

Michelle und Barack Obama haben die Air Force One bestiegen. Am Eingang wendeten sie sich nochmals den Wartenden zu und winkten zum Abschied.

+++ 21.50 Uhr: Obamas erreichen Tegel +++

Jetzt kann es nicht mehr lange dauern. Das "Beast" nähert sich dem Rollfeld in Tegel; die Obamas werden gleich abreisen. Die Fahrt vom Schloss Charlottenburg dauerte für die Präsidenten-Kolonne nur wenige Minuten.

+++ 21.47 Uhr: Ehrenformation ist aufgezogen +++

Die Ehrenformation ist am Roten Teppich an der Air Force One aufgezogen. Die Obamas werden offenbar in absehbarer Zeit in Tegel erwartet.

+++ 21.30 Uhr: Wieder warten auf Obama +++

Das kennen wir ja schon: Barack Obama lässt ein weiteres Mal auf sich warten. Der Abflug verzögert sich. Offenbar gefällt es dem Präsidentenpaar beim Galadinner gut.

+++ 21.10 Uhr: Abreise um 21.30 Uhr +++

Es wird jetzt erwartet, dass die Obamas mit der Air Force One um 21.30 Uhr von Tegel abfliegen werden.

+++ 21.05 Uhr: Zwischenstopp in Rammstein? +++

Die Soldaten der Ehrenformation am Roten Teppich bereiten sich vor. Da muss jeder auf den Millimeter genau an seinem Platz stehen. Wie es heißt, legt die Präsidentenmaschine auf der Air Base in Rammstein bei Kaiserslautern möglicherweise einen Zwischenstopp ein. Die Startbahn in Tegel reicht angeblich nicht aus, um einen Transatlantikflug anzuteten.

+++ 21.00 Uhr: Air Force One steht schon bereit +++

Allmählich neigt sich der Obama-Besuch in Berlin dem Ende. Auf dem Flughafen Tegel steht die Air Force One schon zum Abflug bereit. Obamas Töchter Malia und Sasha sind schon an Bord gegangen - inklusive ihrer Shopping-Trophäen, darunter T-Shirts mit den Berliner "Ampelmännchen", wie es heißt.

+++ 20.35 Uhr: Polizei ist vorerst zufrieden +++

Man könnte sagen, dass angesichts der enormen Sicherheitsvorkehrungen, die halb Berlin an diesem Mittwoch lahm gelegt haben, es schon ein Armutszeugnis gewesen wäre, wenn doch etwas Ernsthaftes passiert wäre. So aber zieht die Polizei - während die hohen Gäste noch speisen - schon mal eine positive Bilanz. Außer dem Fehlalarm wegen der Legoschachtel am Sony-Center war nichts weiter. Ein paar kleinere Demonstrationen ohne Zwischenfälle ... Im Einsatz hatte die Polizei 8000 Mann.

+++ 20.21 Uhr: Futter für den Running Gag +++

Barack Obama mag Teleprompter; eigentlich ist er von ihnen abhängig - und zwar so sehr, dass der US-Präsident schon selber öffentlich darüber Witze macht. Und was passiert in der Berliner Hitze? Na, klar. Zwei vorbereitete Text-Helferlein geben unter sengender Sonne den Geist auf. Vielleicht geriet Mr. President dadurch so zusätzlich ins Schwitzen, dass er das Jackett ablegen wollte? Mitgereiste US-Reporter, die den Redestil Obamas in- und auswändig kennen, hatten sofort gemerkt, dass der US-Präsident nur mit halber Gestik vertrug. Er musste Teile der Rede schlicht vom Blatt ablesen ...

+++ 20h: Speisekarten zu Luftfächern +++

Vielleicht wäre es dem ein oder anderen Dinnergast doch ganz recht, wenn das maue Sommerwetter an diesem Tag angehalten hätte. Alles, was sich greifen lässt, wird als Fächer zweckentfremdet: Speisekarten, Notizblöcke, Tischkarten - alles, womit man sich Luft zufächern kann.

+++ 19.48 Uhr: "Guten Abend!" +++

"Guten Abend", schafft Mr. President. Dann lobt er die Deutschen für ihre Englischkenntnisse. Da seien die USA klar im Hintertreffen, was das Lernen fremder Sprachen angehe. Ein guter Einstieg, um auf den großen Einfluss deutscher Einwanderer auf die US-Geschichte hinzuweisen. Seine Töchter, die Jeans-Fans, seien vor allem dankbar für Levi Strauss.

+++ 19.42 Uhr: Immer wieder das Wetter +++

Die Berliner Hitze hat Barack Obama und seine Familie ganz offensichtlich tatsächlich tief beeindruckt. Mr. President betont in seiner Tischrede schön zweideutig "the very warm welcome". Die Hitze im Banketsaal ist ebenfalls enorm. Da gibt es keine Entspannung.

+++ 19.39 Uhr: "Dirkules" am Präsidententisch +++

Da sieht man, welch ein großer Star Dirk Nowitzki in den USA sitzt. "Dirkules" sitzt am Präsidententisch - und hat als einer der ersten mit Barack Obama angestoßen.

+++ 19.33 Uhr: Merkel wünscht: "Cheers!"

"Cheers - my first translation!" Ohne Ansprachen geht es auch beim Dinner nicht. Aber die Kanzlerin wird schnell locker ... und die Amerikaner zeigen leichte Ungenauigkeiten in den Tischsitten. Noch ehe die Übersetzerin fertig ist, wird angestoßen. Doch was soll's. Als auch Angela Merkel zum Prosten kommt, erhebt auch der Präsident sein Glas erneut.

+++ 19.30 Uhr: Sterne-Koch Raue nicht nervös +++

Zubereitet wird das Dinner-Menü von Zwei-Sterne-Koch Tim Raue. Er nannte es eine Ehre, für den amerikanischen Präsidenten kochen zu dürfen. "Aber ich bin nicht aufgeregt. Ob ich für den Verband der Dachziegelbauer oder den Präsidenten der Vereinigten Staaten koche, ist mir egal. Ich gebe immer mein Bestes!"

+++ 19.22 Uhr: Gutes aus deutscher Küche +++

Barack und Michelle Obama lernen zur Stunde - zusammen mit rund 200 Gästen - Klassiker der deutschen Küche kennen. Das Menü besteht aus Beelitzer Spargel mit Zitrone und Saiblingskaviar, Kabeljau mit Schmorgürkchen und Estragonpüree sowie Königsberger Klopsen mit Rote Beete, Apfelsalat und Kartoffelpüree. Zum Dessert wird Bienenstich gereicht.

+++ 19.00 Uhr: Lockere Atmosphäre im Schloss Charlottenburg +++

Sichtlich entspannt geben sich Angela Merkel und Joachim Sauer zum Start des großen Galadinners im Schloss Charlottenburg. Der Stress der offiziellen Visite in der ungewöhnlich großen Hitze des Tages ist von allen abgefallen. Nur Michelle Obama sieht man die Anstrengung beim kurzen Treff vor der Orangerie der Hohenzollernresidenz noch ein wenig an.

+++ 17.40 Uhr: Seibert springt der Knazlerin bei +++

Die #Neuland-Diskussion, die Angela Merkel ausgelöst hat, ist inzwischen im Kanzleramt angekommen. Regierungssprecher Steffen Seibert versucht, die Wogen mit einem trockenen Statement zu glätten - wohl vergeblich.

+++ 17.24 Uhr: Minister sind gleicher als andere +++

Trotz sengender Hitze waren vor und während des Auftritts von Barack Obama am Brandenburger Tor keine Flaschen erlaubt. Einige Minister wurden dennoch mit Plastikflaschen gesichtet - und blieben unbehelligt. Dazu gehörten die Kabinettsmitglieder Peter Ramsauer, Guido Westerwelle, Philipp Rösler, Thomas de Maizière, Ilse Aigner und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

  Die durchgegrillten von der Regierungsbank: Die Minister Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Hans-Peter Friedrich, Guido Westerwelle und Philipp Rösler mit seiner Frau Wiebke machen gute Miene zum heißen Spiel auf dem Pariser Platz. Einige Minister umgingen das Flaschnenverbot - und blieben von der Security unbehelligt.

Die durchgegrillten von der Regierungsbank: Die Minister Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Hans-Peter Friedrich, Guido Westerwelle und Philipp Rösler mit seiner Frau Wiebke machen gute Miene zum heißen Spiel auf dem Pariser Platz. Einige Minister umgingen das Flaschnenverbot - und blieben von der Security unbehelligt.

+++ 17.10 Uhr: Pause für den Präsidenten +++

Durchatmen im Ritz Carlton: Derzeit kann sich Obama im Hotel bei Michelle und den Kindern von Programm und Hitze erholen - und ein frisches Hemd fürs Dinner im Schloss Charlottenburg anlegen. Die First Lady wird ihn begleiten - wenngleich es heißt, Michelle müsse sich von der Berliner Hitze erholen.

+++ 17 Uhr: Entspannter Meinungsaustausch +++

Locker und entspannt war die Atmosphäre des Gesprächs zwischen Obama und Steinbrück, heißt es. Genaueres wurde nicht bekannt. Steinbrück gilt ohnehin als Verfechter eines engen transatlantischen Verhältnisses. Große Meinungsverschiedenheiten gibt es da wohl nicht. Außerdem: Die US-Demokraten hatten jüngst bei den Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der deutschen Sozialdemokratie ihren Willen bekräftigt, in einer von SPD-Chef Sigmar Gabriel mit initiierten "Progressive Alliance" mitarbeiten zu wollen. Na also.

+++ 16.55 Uhr: Kurze Aufregung am Sony-Center +++

Es darf natürlich nichts passieren während der Visite in Berlin. Deshalb wurde das Sony-Center kurzzeitig geräumt - wegen eines verdächtigen Gegenstandes. Der entpuppte sich als Lego-Packung, die neben einem Mülleimer abgestellt war. Alles wieder gut.

+++ 16.40 Uhr: Treffen mit Peer Steinbrück +++

Mit der Rede ist Barack Obamas Programm in Berlin längst nicht beendet. Derzeit läuft ein Gespräch mit Peer Steinbrück im Commerzbank-Gebäude. Vor dem Treffen mit dem zuvor irrtümlich als "Mr. Steinberg" bezeichneten SPD-Kanzlerkandidaten. Zuvor hat er sich noch in das Goldene Buch der Stadt eingetragen.

+++ 16.28 Uhr: Kennedy-Rede als Geschenk +++

Angela Merkels spezielles Geschenk an den "lieben Barack": Eine Schallplatte mit der Aufnahme der berühmten "Ich bin ein Berliner"-Rede von John F. Kennedy vom 26. Juni 1963. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Sie überreichte das Präsent, bevor Obama vor dem Brandenburger Tor sprach. Es sollte also kein "Anhörungsunterricht" sein, wie man eine historische Rede hält. Barack Obama jedenfalls hat heute auf einen Satz, der in die Geschichtsbücher eingehen wird, verzichtet.

+++ 16.05 Uhr: Rede über Frieden und Gerechtigkeit +++

Erste Einschätzung von stern-Reporterin Katja Gloger: Es war eine Rede über Frieden und Gerechtigkeit. Obama hat die großen Ziele seiner "Global Zero"-Initiative wiederholt. Es ging um die Abrüstung von Langstreckenraketen. Die Probleme aber, taktische Atomwaffen und Russlands Widerstand gegen deren Abrüstung, die hat er nur kurz gestreift. Und dann noch die großen Themen seiner letzten Grundsatzrede zur Außenpolitik. "Wir wollen Guantanamo schließen. Wir müssen die ewige Spirale des Krieges beenden", sagte er. Und zuletzt sprach er kurz das Überwachungsprogramm an, die schwierige Balance zwischen Sicherheit und Freiheit. Die Regierung muss den Menschen dienen, nicht umgekehrt.

+++ 15.58 Uhr: Ende der Rede +++

Die große Rede ist vorbei. Das besondere deutsche Wort ist ausgeblieben - wie erwartet. Jetzt wird die Bewertung beginnen.

+++ 15.57 Uhr: Globaler Pakt gegen Klimawandel +++

Obama wirbt für einen engagierten Kampf gegen den Klimawandel. Die USA hätten ihren Anteil an erneuerbaren Energien verdoppelt. "Wir müssen aber mehr tun und wir werden mehr tun." Das gelte auch für andere Länder. Nötig sei ein globaler Pakt, um den Klimawandel aufzuhalten. "Das ist unsere Aufgabe, und wir müssen uns an die Arbeit machen."

+++ 15.52 Uhr: Reduzierung der Atomwaffen +++

Mr. President macht ein großes Versprechen: Die USA wollen die Zahl ihrer strategischen atomaren Sprengköpfe um bis zu ein Drittel reduzieren.

+++ 15.51 Uhr: Hände weg von Syrien! +++

Kurzer Zwischenruf zweier Frauen auf dem kochendheißen Pariser Platz: "Hände weg von Syrien!", rufen sie und halten ein kleines Plakat hoch. Obama reagiert darauf nicht.

+++ 15.55 Uhr: Während Barack schwitzt … +++

Obama schwitzt am Brandenburger Tor - und seine Familie? Michelle und die Obama-Töchter wollten noch ein bisschen Zeit fürs Shopping haben. Dafür hat Barack Verständnis: "Das letzte was sie hören wollten, ist eine weitere Rede von mir." Doch die Hitze verhindert den Ausflug der Damen. Michelle zieht sich ins Hotel Ritz Carlton am Potsdamer Platz zurück.

+++ 15.48 Uhr: Die großen visionären Dinge +++

Ein typischer Obama, kommentiert stern-Reporterin Katja Gloger vom Paris Platz: Er spricht über den Fall Mauer, die Freiheit, die Menschenwürde, die universellen Menschenrechte: "Hier in Berlin hat Toleranz gewonnen, die Offenheit, die Freiheit." Und mahnt: "Wir müssen Geschichte gestalten. Wir dürfen nicht selbstgefällig werden."

"Ich bin ein Berliner", sagt er auf Deutsch, dieser Aufruf sei ein Vermächtnis nicht nur für Berlin, sondern für die ganze Welt. Das ist seine Überleitung zu den großen, visionäreren Dingen: nukleare Abrüstung, Kampf gegen die Armut, Gleichheit, gleiche Rechte auch für Homosexuelle.

+++ 15.45 Uhr: "Wir sind Weltbürger"

"Wir sind nicht nur Bürger der USA oder Deutschlands. Wir sind Weltbürger und unsere Schicksale sind miteineinander verbunden", wirbt Obama, und sagt: "So lange es Kernwaffen gibt, sind wir nicht wirklich sicher."

+++ 15.39 Uhr: "Ich bin ein Berliner" hallt durch die Zeit +++

"Ich bin ein Berliner!" Obama wiederholt den berühmten Satz von Kennedy. Dieser Satz halle durch die Jahrzehnte. Er sei Ausdruck des Strebens nach Freiheit.

+++ 15.34 Uhr: Rede an der Ostseite +++

Obama erinnert an den Aufstand des 17. Juni von 1953. Mit dem Fall der Mauer sei ihre Aufgabe letztlich erfüllt. "Ich bin stolz, dass ich an der Ostseite des Brandenburger Tores sprechen kann", sagte Obama. Und: "Wie ich bereits sagte, sehen Angela und ich nicht gerade unseren Vorgängern im Amt ähnlich. Aber die Tatsache, dass wir heute hier stehen können, an dieser Trennlinie, wo eine Stadt gespalten war, spricht für sich."

+++ 15.30 Uhr: Obama zieht sein Jackett aus +++

Obama beginnt seine Rede und reagiert auf die Hitze: Er zieht sein Jackett aus und gibt allen die Freiheit, abzulegen. "Unter Freunden können wir informell sein."

+++ 15.25 Uhr: Obama ungeduldig +++

"Not yet!" ruft Angela Merkel Obama zu. Nach ihren Begrüßungsworten dachte Mr. President schon, er sei endlich dran. Aber erstmal gibt's noch einen Ausflug in die Geschichte. Dann spricht sie Obama als "Lieber Barack" an und heißt ihn "willkommen bei Freunden".

+++ 15.22 Uhr: Obama hat Deutsch geübt +++

Obama hat gerade noch ein paar Worte Deutsch geübt, heißt es aus dem Weißen Haus, berichtet stern-Reporterin Katja Gloger. Aber DEN deutschen Satz, so wie damals von JFK, den wird es von Obama heute wohl nicht geben.

+++ 15.20 Uhr: Reden hinter Panzerglas +++

Noch ein Ausdruck der außergewöhnlichen Sicherheitsvorkehrungen. Die Reden finden hinter schützendem Panzerglas statt.

  Warten bei über 35 Grad im Schatten. Aber was die Berliner nicht alles für Obama tun

Warten bei über 35 Grad im Schatten. Aber was die Berliner nicht alles für Obama tun

+++ 15.17 Uhr: Grüße an "Rosinenbomber-Pilot" +++

"Berlin, das die Stadt, in der das Herz der deutsch-amerikanischen Freundschaft schlägt." Klaus Wowereit erinnert daran, dass am Brandenburger Tor einst die Mauer stand. Und er erinnert an die großen Reden der US-Präsidenten Kennedy, Clinton und Reagan an (fast) gleicher Stelle. Ein besonderer Gruß gilt einem der "Rosinenbomber"-Piloten, die einst die Luftbrücke aufrecht hielten.

+++ 15.12 Uhr: Jetzt geht's los +++

Jetzt geht's los. Jubel auf dem Pariser Platz. Auftritt Wowereit, Merkel und natürlich Obama.

+++ 15.09 Uhr: Obama feilt noch am Text +++

So richtig pünktlich ist Mr. President nicht. Eigentlich sollte er schon sprechen. Angeblich feilt er sogar noch bis zuletzt an seinem Text, so ist aus Washington zu hören. Laut Programm sollen zunächst Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und nochmals die Kanzlerin sprechen, heißt es.

+++ 14.55 Uhr: Lücken auf dem Pariser Platz +++

Deutliche Lücken auf dem Pariser Platz kurz vor Rede. Wegen der Hitze haben doch einige geladene Gäste abgesagt; der Versuch, den Platz noch zu füllen, hat offenbar nicht recht gefruchtet.

+++ 14.46 Uhr: Wartende seit Stunden in der Hitze +++

Das stundenlange Warten in Schwüle und bei gefühlt 36 Grad im Schatten hat für die 4000 bis 5000 geladenen Gäste bald ein Ende. Um 15 Uhr soll die als "historisch" angekündigte Rede beginnen. Derzeit ist Obama noch in der US-Botschaft.

+++ 14.37 Uhr: Kurze Fahrt, Obama ist schon da +++

Aufregung unter den Sicherheitskräften: Obama ist schon da - früher als geplant. Im Hintergrund erklingt Springsteens "Born In The USA" von David Garrett.

+++ 14.34 Uhr: Obama fährt im "Beast" los +++

Obama hat das Kanzleramt verlassen und ist in seinem gesicherten Wagen, dem "Beast", auf dem Weg zum Brandenburger Tor. Dort schwitzen Tausende, die auf die große Rede des Präsidenten warten.

+++ 14:20 Uhr: Warten auf dem Pariser Platz +++

stern-Reporterin Katja Gloger vom Pariser Platz: David Garett geigt die amerikanische Nationalhymne, zeitgleich kommt Peer Steinbrück, das Jackett überm Arm. Steinbrück wird Obama nach dessen Rede treffen - im Gebäude der Commerzbank.

+++ 14.22 Uhr: Aufruhr in "Neuland" +++

Da hat sich die Kanzlerin was eingehandelt: Womöglich habe die Angela Merkel noch nicht den Einbürgerungstest für "Neuland" bestanden, wird in den sozialen Netzwerken gespottet. Unter dem Hashtag #Neuland rauschen die Kopfschüttel-Tweets nur so durch ...

+++ 13.40 Uhr: Und in "Neuland" … +++

Mit ihrem Satz, das Internet sei für uns alle Neuland, hat Kanzlerin Merkel den legendären Satz des Tages gelassen ausgesprochen. Auf Twitter kursiert #Neuland bereits.

+++ 13.37 Uhr: Lunchtime für Präsident und Kanzlerin +++

Merkel und Obama ziehen sich - nach einem kräftigen Handshake - zum Mittagessen zurück - angeblich allein. 90 Minuten, selbst die Dolmetscher sollen draußen bleiben. Es gibt Spargel, Nordseekrabben und Früchtecrepes. Heute Abend beim Gala-Dinner sollen es auch Spargel geben. Was wirft das nur für ein Licht auf die deutsche Küche?!

+++ 13.31 Uhr: "Über Drohnen redest du" +++

Eine Journalistin stellt drei Fragen auf einmal. Obama wiederholt zunächst die Fragen, um sicher zu gehen, dass er sie verstanden hat und fragt, wer sie beantworten soll. Merkel grätscht rein: "Über Drohnen und Guantanamo redest du."

Zu Guantanamo sagt Obama recht wenig. Er werde die Bemühungen intensivieren, das Gefangenenlager zu schließen. In Sachen Drohnen dementiert er, dass Angriffe von Deutschland aus gesteuert werden. "Ich kann bekräftigen, dass wir Deutschland nicht als Ausgangspunkt für unbemannte Drohnen verwenden, Drohnen, die dann auch Teil unserer Aktivitäten im Bereich der Terrorismusbekämpfung sind."

Deutsche Medien hatten berichtet, dass Drohnen-Angriffe in Somalia vom Afrika-Kommando der US-Streitkräfte in Stuttgart aus gesteuert werden.

+++ 13.16 Uhr: Obama hat die Lacher auf seiner Seite +++

Der US-Präsident versteht es einfach, eine angespannte Situation aufzulockern. Nachdem über Guantanamo, Afghanistan und Prism sehr ernst geredet wurde, stellt ein US-Reporter eine Frage zu Syrien auf Deutsch. Obama antwortet: "Jeff, ich bin von ihrem Deutsch beeindruckt. Ich weiß nicht, ob es gut war, aber es hörte sich gut an." Schmunzeln im Saal. Die Kanzlerin flüstert Obama etwas zu. "Ah, die Kanzlerin sagt, dass es okay war." Der Präsident grinst breit. Die Journalisten lachen. Dann wird Obama wieder ernst und spricht über seine Pläne für Syrien. Er betont, dass er eine politische Lösung sucht. Aber: "Assad hat eine andere Entscheidung getroffen. Er bringt sein Volk um."

+++ 13.10 Uhr: Obama äußert sich zu Afghanistan +++

Dass die Amerikaner sich eher für Afghanistan als für "Prism" interessieren, wird an der ersten Frage einer US-Journalistin deutlich. Obama verteidigte die geplanten Friedensgespräche der USA mit den afghanischen Taliban. Auf die Kritik des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai daran reagierte der US-Präsident gelassen. "Wir wussten, dass es Spannungen geben würde", sagte er. "Das ist keine Überraschung." Es herrsche großes Misstrauen in Afghanistan, betonte Obama. "Wir sind mitten im Krieg."

+++ 13.07 Uhr: Obama erklärt "Prism" +++

Auf "Prism" geht Obama zunächst nicht ein. Erst nachdem ihm eine Frage von den Journalisten dazu gestellt wird. "Ich habe die Vorgehensweise der Nachrichtendienste verändert. Ich bin davon überzeugt, dass wir derzeit das Richtige tun." Dann erklärt Obama über mehrere Minuten, was "Prism" kann und was nicht. Der Eingriff in die Privatsphäre sei stark eingeschränkt. "Ich möchte den Deutschen sagen. Es gibt strikte Vorgehensweisen." Der E-Mail-Verkehr wird nicht ohne Verdacht überwacht. "Wir haben auch in Deutschland mit der Überwachung Leben gerettet." Er beruhigt: "Das ist kein Abhörverfahren." Auch würden keine E-Mails durchwühlt. Außerdem stehe das Vorgehen unter der Aufsicht von Gerichten.

Die Debatte über "Prism" begrüße er. Und verspricht: "Wenn ich zu Hause bin, werde ich schauen, ob wir weitere Details dazu nennen können."

Merkel ergänzt, dass die beiden sehr intensiv und sehr lange darüber gesprochen haben - und es gebe noch weitere Gespräche darüber.

+++ 12.55 Uhr: Obama spricht übers Wetter +++

Die ersten deutschen Worte sind geschafft: "Guten Tag", sagt Barack Obama vor den Journalisten im Kanzleramt. Obama bedenkt sich für den warmen Empfang - und meint damit nicht nur die freundschaftlichen Worte von Gauck und Merkel. Er ist beeindruckt vom Wetter. "Schön, wieder in Berlin zu sein."

Obama wundert sich, dass in Deutschland viel darüber geschrieben wird, dass das transatlantische Bündnis an Wichtigkeit verliert. "Die Beziehung zu Europa ist weiterhin ein Eckpfeiler für unsere Sicherheit und unsere Freiheit."

Obama betonte, wie wichtig das Freihandelsabkommen sei. Es würden auf beiden Seiten des Atlantiks tausende Arbeitsplätze entstehen. Auch im Welthandel würde es dann mehr Wettbewerb und höhere Standards geben: "Davon profitieren alle", sagte der US-Präsident. Sein Land habe Jahre der schlimmsten Rezession durchgemacht und wolle nun die Chance nutzen, stärker aus der Krise herauszukommen. Deutschland sei der wichtigste Handelspartner in Europa für die USA, unterstrich Obama.

Obama spricht auch den Konflikt in Syrien an. Er will UN-Beobachter entsenden, die prüfen sollen, ob Chemiewaffen eingesetzt wurden. Sein Ziel ist eine Übergangsregierung für das Land.

+++12.45 Uhr: Pressekonferenz beginnt +++

Angela Merkel und Barack Obama treten vor die Presse. Blitzlichtgewitter. Merkel spricht einleitende, äußerst freundliche Worte - und spricht dann gleich das Freihandelsabkommen an. Darüber haben sich die beiden in den vergangenen Minuten offensichtlich am intensivsten unterhalten.

Ja, sie habe mit Obama über das Spähprogramm "Prism" des US-Geheimdienstes gesprochen. "Das Internet ist für uns alle Neuland" sagt Merkel. Sie hob hervor, Deutschland schätze die Zusammenarbeit mit den USA in Fragen der Sicherheit. "Ich habe aber auch deutlich gemacht, dass bei aller Notwendigkeit das Thema der Verhältnismäßigkeit ein wichtiges Thema ist." Es handele sich um eine Frage der Balance.

+++12.43 Uhr: Spargel zum Dinner +++

Noch hat Barack Obama keine Mittagspause gemacht, aber der Menüplan für das Gala-Dinner steht natürlich schon. Im Schloss Charlottenburg bekommt Obama einige Klassiker der deutschen Küche aufgetischt. Das Menü von Zwei-Sterne-Koch Tim Raue besteht nach dessen Angaben aus Beelitzer Spargel mit Zitrone und Saiblingskaviar, Kabeljau mit Schmorgürkchen und Estragonpüree sowie Königsberger Klopsen mit Rote Beete, Apfelsalat und Kartoffelpüree. Als Nachtisch gibt es für Obama und die mehr als 200 geladenen Gäste Bienenstich.

Raue sagte dem Internet-Portal "bild.de", es sei für ihn eine Ehre, für den US-Präsidenten kochen zu dürfen. "Aber ich bin nicht aufgeregt. Ob ich für den Verband der Dachziegelbauer oder den Präsidenten der Vereinigten Staaten koche, ist mir egal. Ich gebe immer mein Bestes!"

+++ 12.16 Uhr: Bloß keine Fragen +++

Die Pressekollegen, die bei der Pressekonferenz von Merkel und Obama dabei sein wollen, haben den Morgen damit verbracht, kontrolliert und per Bus ins Kanzleramt gefahren zu werden. Jetzt warten sie. Fragt sich nur worauf. Zwei Fragen dürfen die deutschen Journalisten stellen. Nein, nicht jeder. Alle zusammen. Zwei Fragen dürfen dann noch die amerikanischen Kollegen stellen. Das muss reichen, um Prism, Guantanamo und das Freihandelsabkommen zu diskutieren. Tja, der straffe Zeitplan …

+++ 11.55 Uhr: Rosen für die Mauer +++

Im "Damenprogramm" geht es derweil deutlich geschichtsträchtlicher zu. First Lady Michelle Obama und ihre beiden haben in Berlin die Gedenkstätte Berliner Mauer besucht. Dabei waren auch der Ehemann der Kanzlerin, Joachim Sauer, und Auma Obama, die ältere Halbschwester des US-Präsidenten. Erste Station war der Aussichtsturm. Später wollten Michelle Obama und Sauer Rosen in die Hinterlandmauer stecken.

Die Gedenkstätte erinnert an die Opfer des DDR-Grenzregimes. Die Straße wurde mit dem Mauerbau vom 13. August 1961 zu einem Symbol der deutschen Teilung. Die Häuser gehörten zum Osten, der Bürgersteig lag im Westen. Dort spielten sich dramatische Fluchtszenen ab. Etwa 200 Meter Mauer sind erhalten.

  Obama und Merkel sitzen noch am Kabinettstisch und reden. Draußen warten bereits die Journalisten auf die Pressekonferenz. Wer seinen Platz verlässt, ist ihn los.

Obama und Merkel sitzen noch am Kabinettstisch und reden. Draußen warten bereits die Journalisten auf die Pressekonferenz. Wer seinen Platz verlässt, ist ihn los.

+++ 11.45 Uhr: 75 Minuten für Obama und Merkel +++

Ganze 75 Minuten haben Obama und Merkel füreinander und auch beim Essen werden die beiden weiter miteinander reden. Vermutlich wird Merkel schon mal erfahren, was Obama in seiner Rede am Nachmittag sagen wird. Er will wahrscheinlich eine Initiative für den weiteren Abbau des Bestands an strategischen Atomwaffen in den USA und Russland vorschlagen.

  Ein Schmatzer für die Kanzlerin: Obama und Merkel begrüßen sich am Kanzleramt geradezu innig

Ein Schmatzer für die Kanzlerin: Obama und Merkel begrüßen sich am Kanzleramt geradezu innig

+++ 11.40 Uhr: Obama und Merkel unter vier Augen +++

US-Präsident und Kanzlerin haben sich zurückgezogen. Nach dem Gespräch wird es eine Pressekonferenz geben - und die beiden essen gemeinsam. Zu besprechen gibt es einiges: die aktuellen Krisenherde Syrien und Iran, die Lage in der Türkei, das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union sowie das Internet-Spähprogramm "Prism" des amerikanischen Geheimdienstes NSA.

+++ 11.26 Uhr: Femen-Aktion im Keim erstickt +++

Die Femen-Frauen haben in den vergangenen Wochen auf vielen Veranstaltungen die Aufmerksamkeit auf sich gezogen und sind immer nah an die Kameras herangekommen. Nicht so beim Obama-Besuch. Zwei Frauen warteten an der Siegessäule, als sie ihre T-Shirts auszogen, wurden sie schnell und rabiat von der Polizei gestoppt.

+++ 11.14 Uhr: Obama auf dem Weg zu Merkel +++

Merkel empfängt Obama vor dem Kanzleramt. Roter Teppich. Küsschen links, Küsschen rechts. Ein freundschaftliches Willkommen. Und wie begrüßt man sich so unter Staatschefs? Mit einem kurzen "Hi".

+++ 11.02 Uhr : Gauck winkt Obama nach +++

Obama und Gauck kommen aus dem Schloss. Ihr Gespräch hat länger gedauert als geplant. Das wird von Beobachtern als gutes Zeichen gewertet. Gauck strahlt Obama an. Die beiden verabschieden sich nochmal mit einem festen Händedruck. Gelöste Mienen. Joachim Gauck hebt zum Abschied nochmal die Hand.

  Die Obama-Ladys in Berlin unterwegs. Michelle und ihre Töchter Malia (l.) und Sasha werden natürlich ebenfalls auf Schritt und Tritt begleitet.

Die Obama-Ladys in Berlin unterwegs. Michelle und ihre Töchter Malia (l.) und Sasha werden natürlich ebenfalls auf Schritt und Tritt begleitet.

+++ 10.56 Uhr: Michelle in Berlin unterwegs +++

Michelle Obama hat das Mauer-Panorama des Künstlers Yadegar Asisi am Checkpoint Charlie besichtigt. Die Gattin des US-Präsidenten hatte bei dem Abstecher in das 15 Meter hohe und 60 Meter breite Rundbild ihre Töchter Malia und Sasha im Schlepptau. Viel deutsche Geschichte in wenigen Stunden. Dabei haben die beiden Mädels doch schon Ferien.

+++ 10.55 Uhr: Und weiter geht's zu Merkel +++

+++ 10.43 Uhr: Warten, warten, warten +++

... im Bundespresseamt für die akkreditierten Journalisten. Trotz der Hitze tragen viele Journalisten dunkle Anzüge. Wir werden nach dem Check in Bussen zum Kanzleramt gefahren. Dabei liegt es praktisch um die Ecke. Aber sicher ist sicher ...

+++ 10.22 Uhr: Gauck schreitet, Obama tänzelt +++

+++ 10.04 Uhr: Gaucks Gastgeschenk +++

Schüler der sechsten Klasse der Berliner John F. Kennedy Schule stehen im Garten von Schloss Bellevue, schwenken eifrig Fähnchen und freuen sich kreischend, als Obama und Gauck zu ihnen kommen. Das deutsche Staatsoberhaupt und der US-Präsident gehen dann zurück ins Schloss. Dabei legt Obama den Arm um Gauck. Eine freundschaftliche Geste.

Die beiden Staatsmänner ziehen sich zu einem Gespräch zurück. Kameras und Journalisten sind nicht zugelassen. 45 Minuten soll das Gespräch dauern. Derweil wartet "The Beast", die gepanzerte Limousine Obamas, mit laufendem Motor vor dem Schloss.

Gauck überreichte Obama ein Gastgeschenk: ein Siebdruck des Künstlers Christoph Niemann. Dargestellt sind darauf unter anderen zwei Händen, die die Brooklyn Bridge nachbilden. Als Widmung schrieb der Bundespräsident: "Diplomacy: For Barack Obama with great admiration."

  Strahlende Staatsmänner: US-Präsident Barack Obama wird von Bundespräsident Joachim Gauck am Schloss Bellevue empfangen

Strahlende Staatsmänner: US-Präsident Barack Obama wird von Bundespräsident Joachim Gauck am Schloss Bellevue empfangen

+++ 10.00 Uhr: Empfang mit militärischen Ehren +++

Im Garten von Schloss Bellevue spielt das Musikkorps der Bundeswehr die Hymnen - erst die der USA, dann die deutsche. Obama und Gauck schreiten zusammen die Ehrenformation ab. Gauck wirkt neben Obama deutlich nervöser als sein Gast.

+++ 9.55 Uhr: Händeschütteln, Händeschütteln, Händeschütteln +++

Obama fährt vor dem Schloss Bellevue vor. Gauck empfängt ihn bei strahlendem Sonnenschein. Im Amtssitz des Bundespräsidenten trägt sich Obama ins Gästebuch ein.

+++ 9.57 Uhr: Michelle am Holocaust-Denkmal +++

Michelle Obama hat zusammen mit ihren Töchtern Sasha und Malia das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besichtigt. Sie durchschritten am Mittwochmorgen einen Teil des wellenförmigen Feldes mit rund 2700 Betonstelen zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz. Begleitet wurden sie von Barack Obamas Halbschwester Auma.

Die 49-jährige Präsidentengattin will auch noch die Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße besuchen. Die Straße galt als Symbol der deutschen Teilung.

+++ 9.45 Uhr: Obama auf dem Weg zu Gauck +++

Na toll, erst der zweite Termin an diesem Tag und schon hängt der US-Präsident dem Protokoll hinterher. Eigentlich hätte er sich um 9.40 Uhr auf den Weg zum Schloss Bellevue machen sollen. Er ist aber ein paar Minuten zu spät.

+++ 9.05 Uhr: Obama trifft Botschaftspersonal +++

Der erste offizielle Termin für Barack Obama ist ein Treffen mit Landsleuten. Und dabei muss sich der US-Präsident noch nicht mal vor das Hotel bewegen. US-Botschafter Philip Murphy und seine Frau Tammy kommen in Ritz Carlton, wo Obama samt Familie und Tross geschlafen hat. Murphy wird nur noch wenige Tage im Amt sein - zum Abschluss also nochmal ein Highlight.

Vermutlich hat er zuvor ein bisschen Sport gemacht

  Gepanzerte Fahrzeuge, Absperrgitter: Die Innenstadt von Berlin ist zu einem Hochsicherheitstrakt für einen Tag geworden.

Gepanzerte Fahrzeuge, Absperrgitter: Die Innenstadt von Berlin ist zu einem Hochsicherheitstrakt für einen Tag geworden.

+++ 9.14 Uhr: Scharfschützen und unauffällige Herren +++

Am Potsdamer Platz sind die Scharfschützen seit Dienstag früh auf dem Dach des Sony Centers postiert, heißt es beim dortigen Kino. Der U-Bahnhof Brandenburger Tor ist komplett gesperrt, und am Potsdamer Platz stehen an Robocops erinnernde Ordnungshüter auf den Bahnsteigen.

Alle paar Minuten ertönt eine Durchsage, die darauf hinweist, dass die Sperrungen alle wegen des Staatsbesuchs von Barack Obama vorgenommen wurden. Ein gewisser Stolz ist der Frauenstimme anzuhören.

Am Potsdamer Platz und auch am Bahnhof Friedrichstraße stehen seit Dienstag - selbstredend auffällig unauffällig - sehr akkurat frisierte Herren in Anzügen herum und betrachten - wiederum sehr, sehr unauffällig - das Treiben. Einer am Potsdamer Platz liest dabei auch noch ganz angestrengt den "Berliner Kurier".

In der U-Bahn unterhalten sich heute früh zwei Jungen über alle möglichen Sperrungen und wie man jetzt von A nach B kommt: "Eigentlich schon wieder Scheiße, dass Obama kommt", meint der eine dann und lacht.

+++ 7.45 Uhr: Rede-Thema deutet sich an +++

Mit besonderer Spannung wird Obamas Rede vor dem Brandenburger Tor erwartet. Inzwischen sickern erste Details der Ansprache durch. Offenbar will der US-Präsident Russland dabei eine beiderseitige Verringerung der strategischen Atomsprengköpfe anbieten. Obama werde außerdem ein Gipfeltreffen zur atomaren Sicherheit im kommenden Jahr im niederländischen Den Haag vorschlagen, sagte ein US-Regierungsvertreter. Ein weiteres derartiges Treffen solle 2016, dem letzten Jahr seiner Amtszeit, stattfinden.

Zuvor hatte auch schon die "New York Times" berichet, dass der Schwerpunkt von Obamas Rede auf der atomaren Abrüstung liegen würde. Der US-Präsident hatte das Thema bereits zu Beginn seiner Amtszeit aufgegriffen. Nach Abschluss eines Vertrages über strategische Waffen mit Russland trat es jedoch wieder in den Hintergrund. Allerdings gibt es im US-Kongress auch Widerstand gegen weitere Zugeständnisse bei der Abrüstung.

+++ 5.48 Uhr: Trittin: Merkel muss Obama auf Prism ansprechen +++

Und weiter geht's im politischen Forderungskatalog: Grünen-Fraktionschef Jürgen Tritten erwartet von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass sie Kritik am US-Spähprogramm "Prism" übt. "Die Bundeskanzlerin muss dem US-Präsidenten unmissverständlich klarmachen, dass die weltweite Überwachungsoffensive der NSA inakzeptabel ist", sagte Trittin in der "Rheinischen Post".

+++ 4.49 Uhr: Amnesty dringt auf Guantanamo-Schließung +++

Kaum ist der US-Präsident in Berlin gelandet, kommen auch schon die ersten politischen Forderungen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International rief Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu auf, bei ihrem Treffen mit Obama auf eine Schließung des umstrittenen Gefangenenlagers Guantanamo zu dringen. Merkel solle Obama auffordern, sein "Versprechen, das Gefangenenlager Guantanamo zu schließen, endlich einzulösen", sagte die USA-Expertin von Amnesty Deutschland, Maja Liebing, der "Saarbrücker Zeitung". Die Kanzlerin müsse "Obama klar machen, dass das Gefangenenlager für die gesamte westliche Welt ein Schandfleck ist und Ressentiments gegen den Westen schürt".

kng/swd/dho/anb/lk/sal/DPA/AFP/Reuters/DPA/Reuters

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