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21. Oktober 2008, 07:03 Uhr

Obama unterbricht Wahlkampf

Zwei Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl hat der demokratische Kandidat Barack Obama seine Wahlkampftermine für Donnerstag und Freitag abgesagt. Der Grund könnte vielen Wählern ans Herz gehen: Obama will seine schwerkranke Großmutter auf Hawaii besuchen.

Barack Obama will nach Hawaii zu seiner kranken Großmutter fliegen© AFP

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama wird US-Medien zufolge für zwei Tage seinen Wahlkampf unterbrechen, um bei seiner kranken Großmutter auf Hawaii zu sein. In den vergangenen Wochen habe sich der Gesundheitszustand der 85-Jährigen sehr verschlechtert, sagte Obama-Sprecher Robert Gibbs der Online-Ausgabe der Zeitung "Politico" zufolge.

Obama werde deshalb am Donnerstag nur einen einzigen Auftritt am Morgen absolvieren und erst am Samstag den Wahlkampf wieder aufnehmen. In der Zwischenzeit werde ihn seine Frau Michelle auf verschiedenen Veranstaltungen vertreten, meldeten US-Medien weiter. Die Großmutter des Kandidaten, Madelyn Dunham, "war immer einer der wichtigsten Menschen in seinem Leben", sagte Gibbs. Sie habe ihn gemeinsam mit ihrem Mann und Obamas Mutter großgezogen. Der Zustand der Großmutter sei "sehr ernst", sagte der Sprecher ohne Einzelheiten zu nennen. Sie sei vorige Woche aus einer Klinik entlassen worden.

Obama spricht im Wahlkampf oft von seiner Großmutter, die die am Sonntag 86 Jahre alt wird. Sie arbeitete im zweiten Weltkrieg in einer Fabrik für Bombenflugzeuge und stieg danach in einer Bank von einer Sekretärin zu einer Vizepräsidentin auf.

Wahlkampfauftritt mit Hillary Clinton

Obama und seine ehemalige parteiinterne Rivalin, Ex-First-Lady Hillary Clinton, hatten am Montag im wichtigen Bundesstaat Florida ihren ersten gemeinsamen Wahlkampfauftritt seit dem Sommer absolviert. Vor mehr als 50.000 Menschen forderte am Montag zunächst Clinton in einer 15-minütigen Rede, die Herrschaft der Republikaner über das Weiße Haus müsse beendet werden.

Anschließend wandte sich Obama an die Menge. Dabei ging er besonders auf die wirtschaftliche Lage in dem Staat ein: In Florida liegt die Arbeitslosenrate über dem Durchschnitt, außerdem sind besonders viele Menschen von Zwangsversteigerungen betroffen. Der Staat war 2000 bei Präsident George W. Bushs Sieg über Al Gore ausschlaggebend. Für den Wahlkampf in Florida hat Obama zwei komplette Tage eingeplant.

Zwei Wochen vor den Präsidentenwahlen sehen Umfragen den schwarzen Senator klar vor seinem republikanischen Konkurrenten John McCain. Einer neuesten Umfrage des TV-Senders CNN würden derzeit 50 Prozent der Wähler für Obama stimmen, für McCain lediglich 44 Prozent.

DPA/AP/Reuters
 
 
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