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15. August 2008, 11:52 Uhr
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USA mit Polen einig über Raketenabwehr

Im Schatten des Krieges am Kaukasus haben sich die USA und Polen grundsätzlich über die Aufstellung des US-Raketenschildes in Polen verständigt. Die USA sollen die zentralen polnischen Forderungen angenommen haben, lediglich "technische Fragen" seien noch offen. Russland kritisiert das Vorhaben.

Der polnische Regierungschef Donald Tusk verkündet auf einer Pressekonferenz die grundsätzliche Einigung mit den USA über die Errichtung des Raketenschildes© Kacper Pempel/Reuters

Polen und die Vereinigten Staaten haben sich nach mehrjährigen Verhandlungen grundsätzlich über die Aufstellung des US- Raketenschilds in Polen geeinigt. Die Chefunterhändler beider Staaten paraphierten nach zweitägigen Gesprächen am Donnerstag in Warschau eine entsprechende Vereinbarung. "Wir haben den Rubikon überschritten", sagte der polnische Regierungschef Donald Tusk dem Fernsehsender TVN. Die USA haben demnach Warschaus Bedingungen angenommen, darunter die Schlüsselforderung nach ständiger Stationierung von amerikanischen Patriot-Luftabwehrraketen in Polen.

Zum Paket gehört auch eine politische Erklärung über die polnisch- amerikanische Militärzusammenarbeit. Damit verpflichteten sich beide Staaten, im Falle einer Bedrohung durch Drittstaaten eng zusammenzuarbeiten. Damit könne Polens Territorium von erster Stunde an wirksam verteidigt werden, betonte Tusk.

Laut Tusk sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. "Es bleiben technische Fragen", bemerkte der liberale Regierungschef. Die Vereinbarung soll den Parlamentsfraktionen sowie dem national- konservativen Präsidenten Lech Kaczynski vorgelegt werden, bevor sie unterzeichnet und vom Parlament ratifiziert wird. Die parlamentarische Mehrheit für das Projekt gilt als sicher.

Schutz vor Angriffen aus dem Iran

Warschau und Washington verhandelten seit 2005 über die Stationierung von zehn Abfangraketen in Polen. Als Standpunkt ist ein Ort bei Stolp (Slupsk) in Nordpolen im Gespräch. Zusammen mit einer Radaranlage in Tschechien sollen sie ein Teil des US- Raketenabwehrsystems bilden, das Amerika vor möglichen Raketenangriffen etwa aus dem Iran schützen soll.

Tusk hatte das amerikanische Angebot Anfang Juli als unzureichend abgelehnt und mehr Militärhilfe sowie Sicherheitsgarantien als Gegenleistung gefordert. Die jüngste Krise im Kaukasus stärkte die Befürworter der US-Raketenabwehr.

Russland kritisiert die Einigung

Russland kritisierte die Einigung zwischen Warschau und Washington auf die Stationierung von US-Abwehrraketen in Polen scharf. "Der Inhalt des Abkommens und die Eile, mit der beide Seiten es jetzt geschlossen haben, lässt die Schlussfolgerung zu, dass das Projekt in Wirklichkeit gegen Russland gerichtet ist", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Moskau der Agentur Interfax. Moskau sehe nicht, dass das in Mitteleuropa geplante US-Abwehrsystem "in Beziehung zu einer Bedrohung aus dem Iran" stehe. Parlamentarier vermuteten, die Entscheidung hänge mit dem Südkaukasus-Konflikt zusammen.

Nach Ansicht des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im russischen Parlament, Konstantin Kossatschjow, trägt das Abkommen nicht zur Verbesserung der Sicherheit Europas bei. Vielmehr sei das Projekt geeignet, zu weiteren Spannungen in den Beziehungen zwischen Russland und den USA zu führen, sagte Kossatschjow in Moskau. Dass Washington und Warschau die Einigung am Donnerstag bekanntgegeben hätten, hänge möglicherweise mit dem Krieg in Georgien zusammen, glaubt er. Die USA und Polen hatten in den vergangenen Tagen Russland wegen des Krieges gegen Georgien scharf kritisiert. Kossatschjow betonte, es gebe weiter keine Beweise für eine konkrete Bedrohung vonseiten des Irans oder anderer Länder. Dies war von den USA stets als Hauptgrund für ein solches System genannt worden.

DPA
KOMMENTARE (10 von 52)
 
L.A.WOMAN (15.08.2008, 20:20 Uhr)
Selbst Dumpfbacken sollten inzwischen gemerkt haben
dass Georgien nur in die Aggression von Bush gehetzt wurde,anschließend Russland wie gewünscht reagiert,
damit
endlich ein Vorwand für die Installation des Raketenschirms im Raum stand...
und wie man sieht, es hat funktioniert!
Fast die meisten haben es gemerkt, nur
A. Merkel nicht, die rennt in jede Falle.
Dass die Cond. Rice vor knapp 2 Wochen in Georgien war, hätte Steinmeier in höchste Aktivität versetzen müssen, stattdessen lässt er die ungeschickte Merkel noch Öl ins Feuer gießen.
Gisella (15.08.2008, 17:28 Uhr)
@benkku
-jawooooohl.die Polen sind mit uns nicht happy-sie mögen die Russen nicht, da klammern sie sich nun an die USA.Mal sehen, was sie dafür bekommen werden oder schon bekommen haben.Bush bezahlt alle.
Benkku (15.08.2008, 17:05 Uhr)
???
"p.s. polen braucht kein gas oder öl von den russen.. "
*
Für Staatspräsident Lech Kaczynski bedeutet die Pipeline durch die Ostsee eine Gefahr für die nationale Sicherheit Polens, weil sie an seinem Land vorbei geführt wird. Jedenfalls bekommt er ja bisher sein Gas auf anderem Wege von denen. Der Giftzwerg denkt wohl, weil er es sich mit den Russen verscherzt hat und die Pipeline statt durch die Ostsee durch Polen verlaufen würde, könnten die Polen sie einfach anzapfen, wenn die Russen ihm das Gas sperrten. Polen ist von Rußland abhängiger als es wahrhaben will.
Gisella (15.08.2008, 16:08 Uhr)
@once known
wer bist du denn, der unsere 20 Jahre in den USA anzweifeln will????Denkst du,ich sauge mir meine "Geschichten"aus den Fingern???Genau wie hier auch, haben wir die News in den Medien verfolgt, d.h. was nicht zensiert war,und der "Stern" war abbo.and you know, what-reisen bildet.solltest du vielleicht mal versuchen- known.
OnceKnown (15.08.2008, 15:56 Uhr)
@Gisella
Hören Sie endlich mit Ihren Geschichten auf die Sie in den USA erlebt haben wollen.
.
Hier im WWW sind diese Geschichten ohnehin nicht nachprüfbar.
Gisella (15.08.2008, 15:39 Uhr)
Na, klar
eric- die russen waren ja überall an den kriegen beteiligt, Irak, Vietnam, Korea u.s.w. -Wir haben mal ein ehem. Kriegschiff-die Houston in TX besucht, damals hat man uns gesagt, daß ein Krieg mal wieder gar nicht so schlecht wäre. Bisher haben uns doch die Russen noch gar nichts getan- aber nachdem Schröder nicht bereit war, den Amis zu helfen, fingen die Medien in den USA an, Deutschland zu verteufeln. Wir hatten oft ein schlechtes Gefühl , uns als Deutsche erkennen zu geben. Und da haben wir schon 15 Jahre dort gelebt .
EricC. (15.08.2008, 15:16 Uhr)
p.s.
ausserdem geht es niht um die amis.. sondern um die russen.. denn die stellen die wirkliche bedrohung für den weltfrieden da
EricC. (15.08.2008, 15:15 Uhr)
wie ich bereits erwähnte
.. die menscheit schlägt sich seit 2000 jahren die köpfe ein wo es nur geht.. auf brutalste art und weise..
und nun glauben ein paar törichte dummköpfe wirklich, innerhlb der letzten 20 jahre hätte der teufel von einst engelsflügel bekommen ??
DAS ist hochgradig dumm und gefährlich
p.s. polen braucht kein gas ider öl von den russen.. schliesslich waren es die polen die uns davor gewarnt haben mit der russen.gazprom geschäfte zu machen..
die polen waren es, die uns gewarnt haben, ein vertrag mit den russen sei das papier nicht wert.. und bald wird sich dies bewahrheiten
mramorak (15.08.2008, 14:14 Uhr)
Ja, wenn es doch die Demokratie nicht gäbe
Die Welt wäre doch viel ruhiger wenn es die Demopkratie nicht gäbe und kein Amerika, das die Demokratie verteidigt. Europa hat ja den Freiheits-Wunsch seiner Bürger schon erwürgt. Wie das der russische Bär mit dem georgischen Kaninchen machte. Besonders unser Aussenminister stellt sich auf und spricht von Stabilidät und Dialog. Das Wort Demokratie ist dem ein Fremt wor geworden. Wenn der Bär das Kaninchen erdrückt hat, herrst Stabilität - nach Herrn Steinmeiers Wortschatz. Und sowas regiert unser Land.
OnceKnown (15.08.2008, 13:51 Uhr)
@hamburg123
Schon mal was von Satire gehört?
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