30. Oktober 2007, 08:09 Uhr

Blackwater erhielt Freibrief

Gegen das umstrittene US-Sicherheitsunternehmen Blackwater kann wegen des Todes von 17 irakischen Zivilisten nicht umfassend ermittelt werden. Deren Angestellte haben vor ihrem Irak-Einsatz angeblich Immunität erhalten - und könnten nun ungestraft davon kommen.

Das Geschäft mit der Sicherheit im Irak boomt: Hier stehen private Security-Kräfte auf einem Hausdach in Bagdad©

Nach Informationen von US-Nachrichtenagenturen wurde den Wachmännern vor ihrem Irak-Einsatz vom amerikanischen Außenministerium Immunität gewährt. Diese Immunität könne nun nicht aufgehoben werden, erklärte ein mit der Sache befasster ranghoher Ermittler.

Sicherheitsleuten der US-Firma Blackwater wird vorgeworfen, am 16. September bis zu 17 irakische Zivilpersonen willkürlich erschossen zu haben.

FBI-Beamte kehrten am späten Montagabend aus Bagdad zurück, wo sie weitere Hinweise auf den Vorfall sammeln sollten. Allerdings konnten sie dazu wegen der Immunität keine Blackwater-Angestellte befragen. Die Blackwater-Affäre belastet die Beziehungen zwischen den USA und dem Irak, der eigene Untersuchungen zu dem Vorfall führen möchte.

AP
 
 
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KOMMENTARE (10 von 13)
 
waelder (30.10.2007, 13:45 Uhr)
Winning Hearts and Minds
Ich erinnere mich noch gut an das Gejammer, auch in de deutschen Medien, über "irakische Terroristen" als dort vier dieser Söldner ermordet wurden. Schon damals war erstens der Überfall auf den Irak illegal und zweitens mordeten diese Leute schon damals wahllos vor sich hin. Aber das mit dem Kopfgeld für jeden Toten, dass waren die bösen, bösen Serben und die von ihnen angeheuerten Mörder in Sarajewo. Da mußte man einfach Belgrad bombardieren. Wenn es jetzt eine US-Stadt erwischt, dann sind es wieder "die Terroristen". Dafür gibt es ja die Doppelmoral (auch "zweierlei Maß" genannt).
Denn man kann 1986 Zivilisten in Tripolis und Bengasi bombardiere, das waren ja nur Araber. Wenn dann kurz danach ein Panam-Flugzeug über Lockerby aus dem Himmel geholt wird, dann ist es Terrorismus. Diese Doppelmoral wird von den USA und ihren Sympathisanten ständig angewandt. Was soll also die Aufregung?
Sukram71 (30.10.2007, 13:23 Uhr)
Etwas Schutz muss sein ...
Man hätte den Irak-Schlamassel nie anfangen dürfen. Aber das wusste ja auch schon vorher jeder, der bis Drei zählen konnte.
Und wie sich diese Backwater Leute benehmen und was die angerichtet haben, ist sicher ungeheuerlich.
--
Aber auf der anderen Seite ist es wirklich (ein bisschen) so:
Man braucht im Irak Bodyguards.
Die kriegt man aber nur, wenn man denen weitgehende Immunität zusichert.
Weil welcher Bodyguard begibt sich Irak, wo er zur Selbstverteidigung durchaus schießen *MUSS*, wenn er dafür nachher in nem irakischen Gefängnis landet.
Weil daneben schießen kann man in der Panik eines Anschlags ja relativ leicht.
mupfeline (30.10.2007, 13:19 Uhr)
@1807frank
Du hast aber schon mitbekommen dass dieser Söldnerhaufen keinen Unterschied zwischen Zivilisten und "Kämpfern" macht. Im übrigen ,was haben die USA und der letzte Haufen der "Koalition der nicht mehr ganz so Willigen" dort eigentlich noch verloren ...!? Ich kann dem amerikanischen Volk nur wünschen dass sich die Ära Bush jun. so schnell nicht wiederholen möge - irgendwie haben die Leutchen DAS nicht verdient.
tagora-sagittara (30.10.2007, 12:48 Uhr)
Sorry,...
was hattet ihr erwartet, als ihr diesen Psychopaten Bush erlaubt habt Krieg in die Welt zu tragen??
Punito (30.10.2007, 12:30 Uhr)
Es ist ungeheuerlich ...

das eine aus einem Privatunternehmen
rekrutierte "Schutztruppe" , deren
Auftrag darin bestand ,Angehörige
des öffentlichen Lebens im Irak
vor Kidnappern und Attentätern
zu schützen,diese Vollmacht für
Mord und Totschlag unter der Zivilbevölkerung im Irak mißbraucht .
Das diese Form des Kriegsverbrecher
von Behörden der U.S.A. mit dem Previlegien der Immunität ausgestattet und dadurch vor einer
Strafverfolgung ihrer Verbrechen
geschützt bleiben ,zeigt wieder einmal wie "wertvoll "die Präsenz
der Amerikaner im Irak ist .
Fazit: Wer Verbrechen im fremden Land
bekämpfen will und für sich andere
Maßstäbe setzt ,wenn es um eigene
Fehlhandlungen geht , hat keinen
Anspruch auf Glaubwürdigkeit verdient.
Wer selbst als "Schurke" handeln läßt ,
sollte diesen Begriff Anderen gegenüber am beste vermeiden .
1807frank (30.10.2007, 12:24 Uhr)
Notwendigkeit von Bodyguards
So ist das nun in einem wilden Land. Wer bitte soll die vielen Zivilisten schützen, die in dem Land notwendigerweise unterwegs sind? Gott sei Dank gibt es private Bodyguards, die diesem Namen alle Ehre machen. Und dass sie über Immunität verfügen, macht sie umso wertvoller. Also Leute - macht euch nichts vor. Im Irak braucht man eben etwas anderes als ein paar Pfadfinder zum Schutz....
Ernst1 (30.10.2007, 09:48 Uhr)
Ich weis nicht, wer schlimmer ist
die Al Kaida oder die USA. Ein Rechtsstaat der einer Mörderbande Imunität gewährt. Na Danke an die Verteidiger der Freiheit.
powdercat (30.10.2007, 09:18 Uhr)
Zivilisierte Welt
Die USA haben unter Bush wohl auch die Rechtstaatlichkeit aufgegeben. Sie nähern sich damit immer mehr den Islamisten. Taliban oder Vatikan - egal, ist die selbe Ideologie !!
Oluja (30.10.2007, 09:18 Uhr)
Wie?.
Wie mann nur kann?, tja, wie man sieht sehr gut sogar und auch recht einfach und man muss sich selbst für die grössten Verbrechen und Schweinereien nichtmal rechtfertigen, geschweige denn dafür Strafe befürchten.
Ein Rätsel ist mir bisher lediglich das es nach wie vor in und auch ausserhalb der USA viele Menschen gibt welche diesen imperialfaschistischen Kurs der Bushadministration befürworten oder zumindest tollerieren, angeblich um den Terror zu bekämpfen, obwohl der gröste Vollidiot mittlerweile gemerkt haben muss das es erst seit der Irak/Afghanistan-Invasion (abgesehen von 700.000 Toten, 1,5 Mio. Verwundeten und 4,5 Mio. Flüchtlingen) richtig Terror gibt und dieser sogar weiter zunimmt und das das "Terrorargument" wie so oft lediglich ein verlogener und mieser Vorwand war um die geostrategischen Interessen der USA gewaltsam durchzusetzen.
Da sich auch leider hier viele offenbar von der Mainstreampresse gleichgeschaktete tummeln, gerne mal hier nachlesen wohin die Reise geht:
.
http://www.newamericancentury.org/
.
http://www.aipac.org/
.
http://politblog.net/internationale-politik/fur-zion.htm
.
http://politblog.net/krieg-terrorismus/die-verbandelung-von-us-politikern-mit-der-rustungsindustrie.htm
.
http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2007/nr36-vom-1092007/bush-plant-krieg-gegen-iran/
Fesche_Lola (30.10.2007, 09:03 Uhr)
Licence to kill!
Das heisst soviel, dass sie tun und lassen können, was sie wollen, Menschen erschiessen, eben alles, was diesem militanten Pack so Spass macht. Es sind schliesslich Söldner! Die kennen keine Genfer Konventionen, die werden fürs Töten bezahlt. Das ist alles so unglaublich, was da unter Bush so passiert. Jemand sollte sich dem Problem annehmen...
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