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Snowden hält sich an unbekanntem Ort auf

Fünf Wochen harrte er im Transitbereich aus, jetzt hat Whistleblower Edward Snowden den Moskauer Flughafen verlassen. Laut seinem Anwalt darf er ein Jahr lang in Russland bleiben.

Asyl für Edward Snowden in Russland: Der frühere US-Geheimdienstexperte hat nach mehr als fünf Wochen den Moskauer Flughafen Scheremetjewo verlassen und darf ein Jahr im größten Land der Erde bleiben. Der Antrag des 30-Jährigen auf vorläufiges Asyl sei genehmigt worden, sagte Snowdens russischer Anwalt Anatoli Kutscherena der Agentur Interfax zufolge.

"Ich habe ihm den Nachweis über die Erteilung eines einjährigen vorläufigen Asyls auf dem Territorium der Russischen Föderation übergeben", erklärte Kutscherena, der als kremlnah gilt. Snowden habe daraufhin den Flughafen gemeinsam mit Sarah Harrison von der Enthüllungsorganisation Wikileaks verlassen und halte sich an einem sicheren Ort auf. "Er ist derzeit einer der meistgesuchten Menschen der Welt", betonte Kutscherena. Er werde sich nun um ein Visum für Snowdens Vater kümmern, der seinen Sohn bald in Russland besuchen wolle.

Wikileaks, das Snowden unterstützt, bestätigte, der Whistleblower sei als Flüchtling anerkannt worden. Die Organisation dankte Russland für seine Hilfe. "Wir haben die Schlacht gewonnen - jetzt kommt der Krieg", twitterte sie.

Kutscherena zufolge will Snowden vorerst in Russland bleiben. "Er hat derzeit nicht die Absicht, nach Lateinamerika zu fliegen", sagte Snowdens Anwalt.

Moskau gibt sich gelassen

Der Kreml nannte den Fall eine "ziemlich unbedeutende Angelegenheit", die sich nicht negativ auf die Beziehungen mit den USA auswirken werde. Es gebe keine Signale, dass US-Präsident Barack Obama einen für Anfang September geplanten Besuch in Moskau absage, erklärte der außenpolitische Berater von Präsident Wladimir Putin, Juri Uschakow.

Snowden war am 23. Juni aus Hongkong kommend in Moskau gelandet und soll sich seitdem in der Transitzone von Scheremetjewo aufgehalten haben. Aus Angst um Leib und Leben in seiner Heimat hatte der US-Amerikaner in Russland vorläufiges Asyl beantragt. Er hatte das US-Ausspähprogramm "Prism" enthüllt.

Asylstatus soll Auslieferung Snowdens verbieten

Die USA haben andere Staaten gewarnt, dass die diplomatischen Beziehungen belastet würden, wenn sie dem Ex-Geheimdienstler Unterschlupf oder freies Geleit gewähren würden. Sie suchen Snowden wegen Geheimnisverrats und fordern seine Auslieferung. Das lehnt Russland strikt ab. Kommentatoren in Moskau betonten, dass der Asylstatus eine Auslieferung Snowdens verbiete.

Die US-kritischen Staaten Venezuela, Bolivien und Nicaragua hatten dem Computerexperten bereits im Juli Asyl angeboten. Allerdings gibt es zwischen Moskau und den Ländern keine Direktflüge. Snowden war außerdem besorgt, dass die US-Behörden seine Maschine abfangen könnten. So musste die Maschine des bolivianischen Präsidenten Evo Morales im Juli in Wien zwischenlanden, weil ihm Frankreich, Spanien, Italien und Portugal eine Überfluggenehmigung verweigerten. Grund dafür waren Gerüchte, dass sich Snowden an Bord befinden könnte. Die Länder baten später für den Zwischenfall um Entschuldigung.

Schaar wirbt für Snowdens Aufnahme in Deutschland

Ungeachtet der Warnungen aus Washington hat der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, eine Aufnahme Snowdens in Deutschland angeregt. "Es wäre sehr hilfreich, wenn auch deutsche Behörden den direkten Weg zu ihm suchen würden, um den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen zu prüfen", sagte Schaar dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Das würde voraussetzen, dass er nicht sofort in Haft genommen würde. Einen solchen Schutzraum könnte ich mir in Deutschland vorstellen. Es hätte auch den Vorteil, dass man solche Leute nicht in die Arme von autoritären Regimes treibt, deren lautere Absichten ja nicht ganz zu Unrecht bezweifelt werden."

mad/tkr/DPA/Reuters/DPA/Reuters

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