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25. März 2008, 07:53 Uhr

Clinton hat Kriegserlebnisse aufgebauscht

Schmutzwahlkampf der Demokraten in den USA: Das Lager von Präsidentschaftsbewerber Barack Obama wirft Konkurrentin Hillary Clinton vor, einen Besuch in Sarajevo während des Bosnien-Kriegs stark dramatisiert zu haben. Inzwischen hat sie dies kleinlaut zugegeben.

Hillary Clinton auf einer Wahlkampfveranstaltung in Philadelphia© William Thomas Cain/Getty Images/AFP

Der Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten wird von immer heftigeren Wortgefechten begleitet. Die Anhänger von Barack Obama warfen Hillary Clinton vor, bei ihren Schilderungen über einen Besuch in Sarajevo während des Bosnien-Kriegs gewaltig übertrieben zu haben. Ein Sprecher Clintons räumte später ein, dass sich die New Yorker Senatorin irreführend geäußert habe. Clinton hatte in einer Wahlkampfrede vor einer Woche erklärt, dass sie und ihr Mann Bill, der damalige US-Präsident, bei ihrer Landung in der bosnischen Hauptstadt im März 1996 von Heckenschützen attackiert worden seien. Die US-Delegation habe sich dann schnellstens in Sicherheit gebracht. Laut der damaligen Berichterstattung der Nachrichtenagentur AP war das Präsidentenpaar jedoch keiner unmittelbaren Bedrohung ausgesetzt.

Ein Mitreisender sagte der "Washington Post" ebenfalls, er könne sich nicht an einen Beschuss erinnern. Clinton selbst erklärte später, wer ständig öffentlich reden müsse, dem könnten auch mal Fehler unterlaufen. Ihr Sprecher Howard Wolfson nannte es bezeichnend, wie viel Energie das Obama-Lager darauf verwende, Negatives über Clinton zu verbreiten. Obamas Sprecher Tommy Vietor erklärte derweil, die aufgebauschten Bemerkungen zu Bosnien reihten sich ein in eine ganze Liste von Äußerungen, in denen Clinton ihre bisherige Rolle in der Innen- und Außenpolitik übertrieben habe.

Entschuldigung für Judas-Vergleich abgelehnt

Harte Worte kamen auch von einem Clinton-Berater, der den Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, wegen dessen Unterstützung für Obama angriff. James Carville bezeichnete Richardson als Judas und lehnte es anschließend ab, sich dafür zu entschuldigen. Carville wies im Interview der "New York Times" darauf hin, dass Richardson einst als Energieminister dem Kabinett von Expräsident Bill Clinton angehört habe. Er sprach von einer besonderen Ironie, dass der Gouverneur seine Unterstützung für Obama ausgerechnet in der Karwoche bekanntgegeben habe. Genau so habe Judas Jesus damals für 30 Silberlinge verraten.

In der vergangenen Woche hatte ein Berater Obamas, der ehemalige Luftwaffengeneral Merrill McPeak, Bill Clinton mit Joseph McCarthy verglichen, der Symbolfigur der Kommunistenjagd in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Anlass waren Äußerungen des Expräsidenten, in denen dieser indirekt den Patriotismus Obamas in Zweifel zog. Die nächste Vorwahl der Demokraten findet erst wieder am 22. April in Pennsylvania statt. Davor wollen Clinton und Obama am 16. April in einer Fernsehdebatte um die Stimmen der Parteimitglieder und Sympathisanten werben. Nach den bisherigen Abstimmungen liegt Obama knapp in Führung. Die Entscheidung fällt vermutlich erst auf dem Nominierungsparteitag im August, wenn auch die von der Partei ernannten "Superdelegierten" zum Zuge kommen.

Steven Hurst/AP
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
Malt (25.03.2008, 13:53 Uhr)
@bumpinger
Naja, ich bin zumindest froh, dass Männer nicht mehr mit Warnflaggen vor dem Auto rumlaufen müssen, dass von einer Frau gefahren wird. ^^
.
Clinton und Obama werden sich jetzt eh' so zerfleischen, dass am Ende wahrscheinlich McCain Präsident wird... wenn sich 2 streiten usw...
Bumpinger (25.03.2008, 12:53 Uhr)
Eine FRAU darf nicht Präsidentin werden !
Ich finde eine Frau hat als Präsidentin nicht verloren. Es ist wahrlich schlimm genug, dass wir eine Frau als Bundeskanzler haben. Rollenverteilung hat sich bewährt. Eine Frau hat sich im Haus zu verdingen und sich um die Kinder zu kümmern. Das es ein Wahlrecht für Frauen gibt, ist wirklich schon ein Eingeständnis, was weit genug geht.
RomanTicker (25.03.2008, 12:13 Uhr)
Frau Clinton
Die Frau wirkt bei ihren Auftritten immer künstlich. Ihr Mann nahm es mit der Aufrichtigkeit ja nicht so genau. Da sollte er sich aus dem Wahlkampf besser heraus halten.
Administrator (25.03.2008, 11:46 Uhr)
@albundy69
Lieber User,
vielen Dank für Ihre Beiträge.
Aber bitte diskutieren Sie zum Thema.
Viele Grüße,
Ihre stern.de-Admins
StefanAugsburg (25.03.2008, 11:41 Uhr)
Quatschköpfe ....
@albundy69 - habt Ihr nichts Besseres zu tun als mit solchem oberflächlichen Gequatsche hier die Foren zu verstopfen ? Warum er mit diesem Namen nicht auftritt ? Weil die Amerikaner leider die leidige Eigenschaft haben, oberflächlichen und unwichtigen Dingen zuviel (falsche) Aufmerksamkeit zu widmen - und daraus die falschen Schlüsse zu ziehen. Vielleicht können Sie sich ja an die Reaktion der Amerikaner im Zweiten Weltkrieg auf die Bombardierung von Pearl Harbour erinnern - als Exil-Japaner in den USA nur aufgrund ihrer Nationalität inhaftiert und in Lager gesteckt worden waren. Da hat sich nix geändert in USA ..... also, Schluss mit diesem dummen Gequatsche mit Namensanspielungen ....
albundy69 (25.03.2008, 11:30 Uhr)
2 Mal Wieso
1) WIESO WURDE MEIN ERSTER EINTARG GELÖSCHT ?
2) wieso und weshalt tritt obama, nicht unter seinem wahren namen barak hussein obama an ?
Klaus_P (25.03.2008, 09:30 Uhr)
Tja Frau Clinton,
eine Politkerin wie Sie im Buche steht. Mit allen Wassern gewaschen, Macht um jeden Preis. Man sollte nur nicht vergessen, dass wer andere mit Dreck beschmeißen will erstmal in selbigen fassen muss. Ob man dann auch wirklich trifft sei dahingestellt.
Ich hoffe Obama wird Präsident und nicht so eine verlogene Tante.
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