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23. April 2008, 01:49 Uhr

Clinton gewinnt Pennsylvania

Im Vorwahlkampf der US-Demokraten hat die New Yorker Senatorin Hillary Clinton die Wahl im Bundesstaat Pennsylvania mit zehn Prozentpunkten Vorsprung vor ihrem Konkurrenten Barack Obama gewonnen. Damit ist es ihr gelungen, ihrer Kandidatur neues Leben einzuhauchen.

Hillary Clinton gewinnt den für sie wichtigen US-Bundesstaat Pennsylvania und will Tochter Chelsea herzen© Joe Raedle/Getty Images

"Es ist ein langer Weg zur Pennsylvania Avenue 1600 und dieser Weg führt durch Pennsylvania" - sichtlich gelöst und lokalpatriotisch trat Hillary Clinton nach ihrem Vorwahlsieg vor ihre Anhänger und dankte den Wählern für ihr Vertrauen. Hier in diesem Bundesstaat wuchs ihr Vater und Großvater auf, und hier sollte sich das Schicksal der ehemaligen First Lady entscheiden. Denn eine Niederlage hätte wohl das Aus als Präsidentschaftskandidatin für sie bedeutet. Nun aber kann sie wieder hoffen ins Weiße Haus zurückzukehren, Adresse: Pennsylvania Avenue 1600, Washington, D.C.

Es sei ein persönlicher Sieg gewesen, sagte Clinton in ihrem ersten Statement, und die Bewohner Pennsylvanias hätten eine gute Wahl getroffen, schließlich sei nur sie in der Lage, von Tag eins der Präsidentschaft an das Land zu führen, versprach sie der jubelnden Menge im Park Hyatt Hotel in Philadelphia. Eine Anspielung auf die Unerfahrenheit Barack Obamas.

Nach nahezu vollständiger Auszählung der Wahlbezirke erhielt Clinton 55 Prozent der Stimmen, auf ihren schwarzen Rivalen entfielen lediglich 45 Prozent.

Damit geht das seit Monaten anhaltende Duell um die Präsidentschaftskandidatur mit unverminderter Härte weiter. Die nächsten wichtigen Abstimmungen stehen bereits am 6. Mai in North Carolina und Indiana an. Insgesamt finden bis Anfang Juni noch neun Wahlgänge statt.

Nach ihrem dringend benötigten Erfolg gab sich Clinton optimistisch, die Präsidentschafts-Nominierung der Demokraten zu gewinnen und nach der Präsidentenwahl im Herbst ins Weiße Haus einzuziehen. "Nach acht Jahren der Regierung von George Bush dürfen wir keinen Tag verlieren", sagte sie vor Anhängern in Philadelphia. Sie versprach, die US-Truppen aus dem Irak nach Hause zu holen und die Wirtschaftskrise zu bekämpfen. Die Siegeswelle Obamas sei vorbei. "Der Wind dreht sich." Ihr Sieg in Pennsylvania sei um so bedeutender, weil Obama drei Mal so viel Wahlkampfspenden wie sie selbst zur Verfügung gehabt habe.

Obama gratulierte Clinton zu ihrem "großartigen Wahlkampf", zeigte sich aber ebenfalls siegessicher. "Das Establishment in Washington wird uns bekämpfen." Dennoch sei der Sieg im Herbst und wirklicher politischer Wandel in Washington möglich. "Wir werden nicht nur die Vorwahl gewinnen, wir werden nicht nur im November gewinnen. Wir werden dieses Land verändern und die Welt", sagte er vor Anhängern in Evansville im Bundesstaat Indiana.

Clinton brauchte selbst aus Sicht ihrer Partei in Pennsylvania einen deutlichen Sieg, um angesichts ihres Rückstandes bei bisherigen Vorwahlen gegenüber Obama weiter im Rennen zu bleiben. Ein knappes Ergebnis hätte den Druck auf Clinton erhöht, ihre Bewerbung zurückzuziehen. "Clinton musste in Pennsylvania gewinnen, und sie hat gewonnen. Das ist ein sehr wichtiger Sieg für sie", meinte der Fernsehsender CNN.

Ersten Analysen zufolge erhielt Clinton einen besonders hohen Zuspruch bei Arbeitern, älteren Wählern und bei Frauen. Obama dagegen schnitt nach Analysen verschiedener US-Fernsehsender erwartungsgemäß bei Schwarzen und bei jungen Wählern stark ab.

Im Anschluss an die Vorwahl in Pennsylvania stehen bei den Demokraten noch Entscheidungen in sieben Staaten sowie auf den Inseln Puerto Rico und Guam an. Dabei ist Clinton in West Virginia und Kentucky favorisiert, während Obama in North Carolina, Oregon und South Dakota die besten Chancen hat. In den beiden Staaten Indiana und Montana ist noch keine klare Tendenz erkennbar.

Bei den Republikanern hat Senator John McCain die Präsidentschaftskandidatur schon so gut wie sicher. Bei den ebenfalls stattfindenden Vorwahlen in Pennsylvania geht er klarer Sieger hervor. Nach den bisherigen Auszählungen liegt er mit 72 Prozent vorne.

nik/Reuters/DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Klaus_P (23.04.2008, 07:17 Uhr)
Das Volk ist dumm
und will belogen werden. Von Leuten wie Frau Clinton und Co. Das ist bei uns so, das ist bei den Amis so und warscheinlich auch überall anderswo. Traurig aber wahr...
Gewinnen wird der verlogenste Schmierenkomödiant...
LisaT (23.04.2008, 06:02 Uhr)
Hillary zum Iran
Hillary Clinton wurde im besagten Interview gefragt, mit welcher Reaktion der Iran zu rechnen hätte im Falle eines **nuklearen** Angriffes auf Israel.
Ihre Antwort wurde vom STERN falsch übersetzt.
Die Frage und Antwort im englischen Original finden Sie hier als kurzes Video:
http://www.pi-news.net/2008/04/hillary-clinton-dem-iran-die-zaehne-zeigen/
gmathol (23.04.2008, 05:17 Uhr)
Rassismus Karte!
Clinton gewinnt die Nomination und die demokratische Partei verliert gegen McCain, da die Clintons so ziemlich alle Baender zerschnitten haben die auf gesellschaftlichen Konsens der Rassen hinauslaufen.
Toll! Wer wollte auch eine White House nach einem Dollar Crash uebernehmen - gern kann Billary dann zeigen wo zu sie faehig ist. Schon ihre Steuererklaerung zeigte auf das die Clintons eine Geldwaesche betreiben mit Offshore Bank Konten.
Wer die USA hasst und ihren beschleunigten Untergang will der will das die Clinton Gang oder die McCain-BushCo das Land fuehren.
Schon hielt Clinton eine flammende Rede Iran mit Atomwaffen anzugreifen, wenn der Iran??? Israel angreift?
Die gleichen Reden sind wir ja schon von einem geisteskranken Feigling Bush und Cheney gewohnt.
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