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18. November 2004, 09:16 Uhr

In Ohio wurde doppelt gezählt

Im Bundesstaat Ohio hat es während der Wahl des US-Präsidenten Pannen gegeben, einige Stimmen wurden doppelt gezählt. Wahlverlierer John Kerry hat indes Ärger wegen seiner Wahlkampfkasse. Er war zu sparsam.

Wahlverlierer Kerry hat Ärger mit der eigenen Partei© Justin Lane/DPA/Picture Alliance

Bei der US-Präsidentenwahl ist es im Staat Ohio offenbar zu mehreren Pannen gekommen. In einem Wahlbezirk fanden Kontrolleure rund 2.600 Stimmen, die doppelt gezählt worden waren. In zwei anderen Bezirken wurden mehrere mögliche Fälle entdeckt, in denen Wähler zwei Mal gestimmt hatten. Ohio war einer der Schlüsselstaaten bei der US-Wahl. Die jetzt entdeckten Unstimmigkeiten haben allerdings keinen Einfluss auf das Wahlergebnis. Präsident George W. Bush hatte seinen Herausforderer, den Demokraten John Kerry, in Ohio den vorläufigen Auszählungen zufolge um etwa 136.000 Stimmen hinter sich gelassen.

Kerry - zu sparsam?

Dem unterlegenen US-Präsidentschaftskandidaten John Kerry droht Ärger wegen eines deutlichen Überschusses in der Wahlkampf-Kasse. Am Ende der Wahl-Kampagne waren nach Angaben aus dem Umfeld Kerrys noch mehr als 15 Millionen Dollar übrig. Führende Politiker der Demokraten kritisieren, dass mit dem Geld zahlreiche Kandidaten der Partei noch intensiver in den Wahlkampf hätten eingreifen können.

Rechenschaftsbericht im Dezember

"Die Demokraten fragen sich, warum er (Kerry) auf so viel Geld gesessen hat, das dazu hätte beitragen können, George W. Bush zu besiegen", erklärte etwa Donna Brazile, die im Jahr 2000 Wahlkampfmanagerin von Al Gore war. Enttäuscht äußerten sich auch drei Vertraute Kerrys, die anonym bleiben wollten, dass ihr Chef so viel Geld auf der Bank gelassen habe. Kerry wird seinen endgültigen Rechenschaftsbericht über die Finanzen voraussichtlich im Dezember abgeben.

Insgesamt werden die Kosten des gesamten Wahlkampfes auf vier Milliarden Dollar geschätzt, etwa eine Milliarde Dollar mehr als vor vier Jahren. Mindestens 1,8 Milliarden Dollar haben die Präsidentschafts- und Kongresskandidaten für ihre innerparteilichen Vorwahlkämpfe und den anschließenden Hauptwahlkampf ausgegeben. Allein ein Drittel der Summe entfällt auf Bush und Kerry.

 
 
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