13. Oktober 2008, 07:56 Uhr

McCain packt die Peitsche aus

John McCain will noch einmal angreifen: Zur letzten TV-Debatte mit seinem demokratischen Widersacher Barack Obama will der Republikaner die Peitsche mitbringen. Laut Umfragen liegt McCain im Rennen um die US-Präsidentschaft allerdings deutlich hinter seinem Rivalen.

Der Republikaner John McCain will bei der letzten TV-Debatte mit Barack Obama noch einmal angreifen©

Vor der letzten Fernsehdebatte im Präsidentschaftswahlkampf der USA hat der republikanische Kandidat John McCain den Ton noch einmal verschärft. Er werde beim Aufeinandertreffen mit Barack Obama am Mittwoch die Peitsche mitbringen, kündigte McCain an.

Wörtlich sagte er am Sonntag vor Wahlkampfhelfern bei Washington, er werde Obama "den ihr wisst schon was auspeitschen". McCain räumte ein, dass er in den landesweiten Umfragen "ein paar Prozentpunkte" hinter dem Kandidaten der Demokraten liege. "Aber wir sind mitten drin im Spiel", versicherte der 72-jährige Senator.

Die Finanzkrise habe ihm ihn den vergangenen zwei Wochen etwas geschadet. Jetzt wollten die Wähler aber vor allem Erfahrung und eine Vision. "Wir werden das Amerika geben", sagte McCain. Nach der Fernsehdebatte am Mittwoch werde er 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche für den Sieg am 4. November kämpfen.

Zusammen mit seiner Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin tritt McCain am Montag in Virginia auf. Dieser bislang als Hochburg der Republikaner geltende Staat ist mittlerweile zwischen beiden Lagern heftig umkämpft.

Obama baut Vorsprung weiter aus

Der demokratische Vizepräsidentschaftskandidat Joe Biden warf McCain unterdessen vor, sich in der Finanzkrise sprunghaft und unberechenbar zu verhalten. In der von Arbeitern geprägten Kleinstadt Scranton in Pennsylvania sagte Biden am Sonntag mit Blick auf die Vietnamkriegserfahrung des politischen Gegners: "Wir brauchen mehr als einen tapferen Soldaten, wir brauchen einen klugen Führer."

Obama hat einer Umfrage zufolge den Vorsprung vor McCain auf zehn Punkte ausgebaut. Nach der am Montag veröffentlichten Umfrage von "Washington Post" und ABC News führt der schwarze Senator aus Illinois mit 53 zu 43 Prozent. Die Umfrage wurde nach der Fernsehdebatte am Dienstag erhoben.

AP/Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
Gisella (13.10.2008, 20:22 Uhr)
nightmare
wissen Sie, als der Bush den McCain "platt" machte, dessen Frau diskreditierte sie als drogenabh. beschrieb und ihr ein ausserehliches Kind unterschob, war ich sprachlos darüber-und dann macht der gleiche McCain Wahlkampf mit und für Bush????? Was für ein Mensch????Und jetzt macht er die Schlammschlacht gegen Obama??? Na, ich weiss es auch nicht mehr.
erichmonika (13.10.2008, 16:52 Uhr)
Palin
Das Mc Cain diese Frau zur Vize machen will, zeigt, dass er verantwortungslos und damit unpatriotisch ist. Die ist erzkonservativ, neigt zur selbstüberschätzung und zum Machtmissbrauch und ist außerdem noch nicht sonderlich helle.Bei einem 72 jährigen ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß. dass er noch im Amt stirbt und dann käme diese merkwürdige Dame an die Macht. Das ist richtig zum Grausen und das hat uns McCain eingebrockt.
Oetker333 (13.10.2008, 16:21 Uhr)
@mramorak Keine falschen Hoffnungen wecken!
McCain wird diesen Vorsprung nicht mehr aufholen können. Höchstens er hat einen Bruder der Gouveneur ist und ihm bei der Auszählung im Bundesstaat beim Schummeln hilft (wie bei Bush 2000 in Florida). Ach ja Palin regiert ja in Alaska. Dann kann er ja sicher sein dass Alaska für ihn stimmt.
Johann58 (13.10.2008, 14:33 Uhr)
Bekommt McCain nicht langsam Angst vor sich selbst?
Palin ein Flop, die selbsternannte Sauberfrau aus Alaska erweist sich als Unwissende radikale Relilgionseiferin und McCain macht rassistische Bemerkungen. Wie wenig schlagfertig und flexibel er ist war schon im Vorwahlkampf zu sehen als er auf 'the bitch' angesprochen wurde und verlegen nach einer passenden Antwort gesucht hat. Es ist zu erwarten, dass der Wahlkampf noch schmutziger wird, wenn in Wahlveranstaltungen schon nach der Ermordung von Obama aus dem Publikum scandiert wird. Die Peitsche ist wohl bisher eine der groessten Entgleisungen von McCain und zeigt wie rassistisch die USA noch heute sind.
nightmare_online (13.10.2008, 11:54 Uhr)
Schlaglicht
Die Entwicklung der Kampagne von McCain wirft ein bezeichnendes Licht. Zunächst mal auf McCain:
- Wahl von Palin.
Zeigt das der Mann offensichtlich weder so moderat ist wie er vorgibt, noch so besonnen.
- Hass- / Schmutzkampagne
Zeigt das der Grad an Anstand von dem Mann offensichtlich deutlich geringer ausgeprägt ist als vermutet. In 2000 war er durch die Schmutzkampagne von Rowe & Co. noch selbst betroffen. Damals beschwerte er sich bis zum Abwinken. Und nun lässt der diese Leute seinen Wahlkampf machen. Das geht gar nicht!
mramorak (13.10.2008, 11:38 Uhr)
Eine Unwahrheit nach der anderen
So kann man die letzten berichte deutscher berichtwerstatter aus den USA bezeichnen. Aber nicht nur bei uns wird falsch berichtet und ausgelegt.
Ja, offentlich hat der Herr Obama einen Vorsprung vor dem Herrn McCain. Aber private Umfragen sehen doch eine große Gefahr für Obama. Es guibt viele Demokraten, die durchaus entweder nicht wählen gehen oder Für McCain stimmen wollen. Der Schrei "Rassismus" ging durchs Land. Wenn aber 96% der Farbigen sagten für obama zu stimmen, weil der farbig ist, geht das in Ordnung. Aber von unserem Lande sollte man nicht von Rassismus reden.
Niemand weiß wie die Clintons stimmen werden.
Gisella (13.10.2008, 11:29 Uhr)
mcPalin
hofen wir mal, dass Er und Sie wirklich nicht an die Macht kommen. Es gibt ja leider keinen anderen als Obamaaa-so wird er das kleinere Übel sein-wartet ab, wenn O. an der Macht ist-und was er dann von den s.g. Verbündeten "verlangt" , dann werdet ihr oder wir überrascht sein- Alles wie gehabt- nur sein Land ist wichtig-nothing else.
jochen80 (13.10.2008, 10:11 Uhr)
@vincent vega:
darum fahre ich in deutschland auch nicht mit autoGAS, schon gar nicht auf AUTOBAHN!
jochen80 (13.10.2008, 09:26 Uhr)
@Silbador:
wo findest du denn die "bessere" demokratie? etwa bei uns, wo lügelanti mp wird oder wo 0+2= 3% mehrwertsteuer ergeben?
und das mit den meisten stimmen ungleich präsident gibt es schon so lange es die usa gibt. reagan hatte schon über 95% der wahlmännerstimmen auf sich vereint, obwohl der nur rund 60% stimmen bekam
Vincent_Vega (13.10.2008, 09:00 Uhr)
"Auspeitschen"?
Ist wirklich was daneben. Schließlich wurden zur Sklavenzeit die schwarzen Sklaven mit der Peitsche behandelt.
Aber Obama ist ja auch kein reiner Schwarzer: er ist ein Mischling, noch dazu abstammend von einem Schwarzen, der keinerlei verskalvte Vorfahren in den USA hat und noch dazu in einer größtenteils weißen, unmittelbar noch mehr gemischten Familie aufgeqwachsen ist.
Insofern hat er ausser der Ehefrau nichts mit Afro-Amerikanern gemein, die von den Weißen als "zornige Schwarze" immer so gefürchtet werden.
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