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26. Juli 2008, 15:45 Uhr

Obama verteidigt Auslandsreise

Auch in Großbritannien hat der US-Senator Barack Obama für mehr Engagement in Afghanistan geworben. Gleichzeitig verteidigte er seine Auslandstour gegen Kritik aus der Heimat. Die Deutschen waren vom Besuch des designierten Präsidentschaftskandidaten begeistert.

Zoom

Barack Obama beendet seine Europareise in London© Carl de Souza/AFP

Der Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten, Barack Obama, hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe seine Reise nach Berlin, Paris und London zu stark für seinen Wahlkampf instrumentalisiert. Es sei Teil des von ihm angestrebten Jobs eines US-Präsidenten, "effektive Beziehungen mit unseren Verbündeten zu schaffen", sagte Obama am Samstag in London nach einer Unterredung mit Premierminister Gordon Brown.

Im übrigen habe ihm John McCain, der Kandidat der Republikaner, selbst empfohlen, sich im Ausland umzuschauen. "Ich erachte diese Reise für wichtig, weil ich überzeugt bin, dass wir zu Hause mit Problemen konfrontiert sind, die wir ohne starke Partner im Ausland nicht effektiv genug lösen können", sagte Obama.

Mehr Truppen für Afghanistan

Bei der letzten Etappe seiner Auslandsreise, die ihn auch in den Irak, nach Afghanistan und nach Israel geführt hatte, bezeichnete Obama seine zweistündige Unterredung mit Brown in der Downing Street als "hervorragend". Erneut sprach er sich für die Verstärkung der US- Truppen in Afghanistan sowie für gleichzeitige stärkere Beiträge der europäischen Verbündeten für die Überwindung des dortigen Konfliktes und den Aufbau des Landes aus.

Der Senator aus Illinois betonte die traditionell besonders engen Beziehungen zwischen Großbritannien und den USA. Daran werde sich auch in Zukunft nichts ändern, sagte er nach einer Frage unter Anspielung auf seine im Vergleich zu London publikumswirksameren Auftritte in Berlin und Paris.

Anders als dort stellte sich Obama in London allein den Fragen der Presse. In Regierungskreisen wurde dies damit begründet, dass es keine Bevorzugung des Kandidaten der Demokratischen Partei gegenüber McCain geben sollte. Dieser hatte Brown im März besucht und war danach ebenfalls allein vor die Presse gegangen.

Abweichend vom Protokoll unternahmen Brown und Obama zur Überraschung vieler Touristen und Londoner Bürger einen Spaziergang außerhalb der abgesperrten Downing Street. Schaulustige, die allerdings von Sicherheitskräften auf Abstand gehalten wurden, konnten die beiden Politiker auf dem Paradeplatz der Königlichen Garde-Kavallerie fotografieren.

Vor der Begegnung in der Downing Street traf sich der Senator in seinem Londoner Hotel mit dem Sonderbeauftragten des Nahost- Quartetts, Browns Vorgänger Tony Blair. Dabei sei es auch um Blairs Einsatz für den Klimaschutz gegangen, teilte dessen Sprecher mit. Vor Obamas Heimreise in die USA stand auf seinem Programm in der britischen Hauptstadt noch ein Gespräch mit Oppositionsführer David Cameron, dem Vorsitzenden der Konservativen Partei.

Deutsche begeistert

Der Senator aus Illinois betonte die traditionell besonders engen Beziehungen zwischen Großbritannien und den USA. Daran werde sich auch in Zukunft nichts ändern, sagte er nach einer Frage unter Anspielung auf seine im Vergleich zu London publikumswirksameren Auftritte in Berlin und Paris.

Nach Ansicht der Mehrheit der Deutschen hat Obama in Berlin eine große Rede gehalten. Bei einer Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag" sagten dies 62 Prozent der Befragten. 19 Prozent sind der Meinung, es sei keine große Rede gewesen. 63 Prozent der Menschen glauben, der designierte demokratische Kandidat wäre ein guter US-Präsident für Deutschland. Eine knappe Mehrheit sieht den Senator aus Illinois sogar als Friedensbringer. So sind 51 Prozent der Ansicht, Obama würde die Welt friedlicher machen. 40 Prozent glauben dies nicht.

AP/DPA
KOMMENTARE (10 von 17)
 
Kommentator21 (27.07.2008, 13:32 Uhr)
Wanderprediger im Schafspelz
damals in berlin : wollt ihr den totalen Krieg und alle schrien ja, heute in berlin wollte ihr für Amerikas Steursparmodell in Afghanistan sterben und alle riefen ja. diese Begeisterten des Wanderpredigers sollten sich schon mal in Afghanistan melden.
_______________________________
Der republikanische Präsidentschaftsbewerber John McCain hat seinen demokratischen Rivalen Barack Obama scharf attackiert, weil dieser sich bei seinem Deutschland-Besuch nicht mit US-Soldaten getroffen hat. Dies zeige die mangelnde Erfahrung Obamas, sagte McCains Sprecher Tucker Bounds am Samstag (Ortszeit) dem Sender Fox News. Der Senator aus Illinois ziehe einen "Haufen unterwürfiger Deutsche" einem Besuch bei verwundeten Truppen vor, sagte Bounds in Anspielung auf Obamas umjubelte Rede vor der Berliner Siegessäule. Auch in einem frisch geschalteten TV-Wahlkampfspot griff das McCain-Lager das Thema auf.
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/401520/index.do?from=rss
Reality (27.07.2008, 07:12 Uhr)
Sollten "Sie" wirklich den Iran angreifen...
dann werden viele denken, wenn sie die Folgen erkennen, daß es in einer Gummizelle wesentlich angenehmer zugehen könnte.
Iran ist nicht Irak und die Iran-er sind kein arabisches Volk oder Semiten die sich immer wieder mit Ihresgleichen bekriegen seit biblischen Zeiten und noch nicht gemerkt haben dass dies zu nichts führt als zu Unglück und Leid.
040202 (27.07.2008, 03:48 Uhr)
@gmathol
du sein sehr dummes mensch, siges-
saule wurde up-gestellt in 1873
fur sige gegen denmark und france.
erst in platz of the republic and
nazis habe gemacht umzug nach tir-
garten!
und obama nicht gereden hat in zoo,
tirgarrten ist stadt-part of Berlin
ich wissen genau, war da nach 2nd
worldwar stationirt.
aber jetzt ich auch lebe in rubber-
cell, immer noch glaube bin in USA
aber alle leute hir sage ist in
LKH dresden, closed psychiatry!
gmathol (27.07.2008, 02:31 Uhr)
@Ernst_Derlage
...Obama sprach im Berliner Zoo vor einer Saeule die Adolf Hitler als Zeichen des Sieges errichten liess.
Fatale Symbolik?! Waehrend Obama in Berlin tourte, hatte McCain einen Auftritt in einem US Supermarkt vor einem Schnitt Kaese Regal.
...zu komisch. Uebrigens studieren US Politiker tatsaechlich die Methoden ihres grossen demagogischen Vorbild's: "Goebbels" und wenden sie erfolgreich zumindestens in den USA an z. B. Iran. Iran's Uran-Anreicherung mit 3%-igen Plutoniumgehalt ist konsistent mit der Aussage der friedlichen Nutzung. Waffenfaehiges Material wuerde naemlich 98% Plutoniumgehalt bedeuten.
Aber wie sagte schon das Vorbild Goebbels: " Wiederhole eine grosse Luege so lange bis sie von allen geglaubt wird ".
Tja, so ist das halt und nun gehe ich ganz schnell wieder zurueck in mein "faktenreiche" Internet-Gummi-Zelle.
Vielleicht hilft ja auch der Spruch: "Studieren geht ueber Schwadronieren".
gmathol (27.07.2008, 02:22 Uhr)
Freundliches Laecheln fuer mehr Soldaten.
Sorry, Ami's begreift endlich das ihr eure Kriege und euren eigenen angezettelten Voelkermord selbst "erledigen" muesst.
Was Amerika den Europaeern bietet sind Stellvertreterkriege gegen Russland, Diebstahl von Resourcen und Aufruestung gepaart mit einer neuen Welle des "kalten Kriegs".
Nein danke! Auch wenn ihr Rap-Dancer schickt wird die Bevoelkerung zwar zahlreich erscheinen, aber danach wieder zu gesundem Menschenverstand und Bewusstsein kommen.
Kommentator21 (26.07.2008, 23:13 Uhr)
toll : er kann sprechen
@Ernst_Derlage : das kann mein Papagei auch, genauso wie der Schwarze Wanderprediger, oder ist er schon der neue Messias?
"Für alle, die sich ein wenig amüsieren wollen, sei der Link unter mir von Kommentator 21 empfohlen. " , na ob das witzig ist wird sich noch herausstellen. Ein Wanderprediger und schwätzer, der als Steursparkonzept Europäer in Afghanistan in den Tod schicken will ist wenig witzig.
Obamas Neue-Weltordnung-Ansprache in Berlin
Barack Obama sprach vor angeblich 200'000 Menschen im Tiergarten in Berlin über die NWO.
Sehr richtig der Link ist sehr lesenswert.
Wenn man seine Rede genau analysiert und das Bla-Bla über "Freiheit und Demokratie" weglässt, erkennt man, er wird die Politik von Bush fortsetzen, es sind die gleichen Worte wie Bush benutzt hat, er spricht vom "Krieg gegen den Terror", Kampf gegen die Al-Kaida, Verminderung der Bedrohung durch Atomwaffen, der NWO, der neuen Weltordnung, vom Ziel einer Welteinheit, von Weltbürgern ... was bedeutet, unter der Kontrolle von einer Weltregierung die von Washington aus mit Gewalt ihre Macht ausübt, ein Weltfaschismus
Kroko (26.07.2008, 23:11 Uhr)
MacCain
macht einfach die besseren Fritten- äh läßt machen.
Wahrscheinlich führt er auch die besseren Kriege--ähh läßt führen
Im Übrigen ist es gaanz toll, wie Obama hier Wahlkampf macht ........hmmm ich glaube , ich werde ihn nicht wählen dürfen....
so what? Kroko
MRP66 (26.07.2008, 22:42 Uhr)
Ernst_Derlage
Wenn es für Sie reicht, dass ein Präsidentschaftskandidat sprechen und sich bewegen kann, haben sie nicht gerade hohe Ansprüche. Überzeugt hat er mich ganz und gar nicht, was er sagte war typisches Politikergefasel. Das ging links rein und rechts wieder hinaus ohne eine Begeisterung hervorzurufen. Hand und Fuß hatte das wirklich nicht.
Ich halte McCain für den besseren Mann. Er hat Erfahrung und man weiss wo man dran ist. Bei Obama weiss man das nicht. Keine Experimente, das hatte schon Adenauer gesagt. Mir wäre sehr unwohl wenn der nächste Präsident Obama heissen würde.
Franzoesin (26.07.2008, 22:39 Uhr)
Deutsche waren begeistert
Der Dackel freut sich immer, wenn sein Herrchen kommt.
Welch interessanter Unterschied dagegen das Auftreten des Herrn Obama in Paris und London: Das waren wichtige Termine - nicht die Heim-Schau in der überseeischen US-Kolonie Germany.
Ernst_Derlage (26.07.2008, 21:46 Uhr)
Wer will McCain?
Obama hat in Berlin alles richtig gemacht. Er kann sprechen, er kann sich bewegen, er kann überzeugen. Was er gesagt hat, hatte Hand und Fuß. Er hat das Zeug zum Präsidenten. Wenn nicht er, wer sonst?
Für alle, die sich ein wenig amüsieren wollen, sei der Link unter mir von Kommentator 21 empfohlen. Dort wird die Gemeinsamkeit von Obama und Adolf Hitler "herausgearbeitet". Das ist der Beweis. Es gibt sie: die Gummizelle mit Internet-Anschluß.
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