HOME

Auto rast in Demonstration in Charlottesville - ein Toter

Bei einer Demo von Ku Klux Klan und anderen Rechtsextremisten in den USA ist es zu Zusammenstößen mit Gegendemonstranten gekommen. Dann raste ein Auto in die Gegendemo. Ein Mensch ist ums Leben gekommen.

Ein Auto ist am Rande einer Kundgebung von Rechtsextremisten in Charlottesville (US-Staat Virginia) in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast. Dabei habe es mindestens einen Toten gegeben, teilte Bürgermeister Mike Signer auf Twitter mit.


Den städtischen Behörden zufolge stieß das Fahrzeug mit zwei anderen Autos zusammen. Dabei seien mehrere Fußgänger verletzt worden. Die Bürger wurden dazu aufgerufen, den Unfallort freizuhalten, damit Helfer dorthin gelangen könnten. Mehrere seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, berichtete der Sender CNN. Videoaufnahmen und Augenzeugenberichte deuteten demnach auf eine absichtliche Tat hin.


Zusammenstöße schon vor Beginn der Demo

Anhänger des Ku Klux Klans und anderer rechtsextremer Gruppen hatten sich zuvor im US-Bundesstaat Virginia gewalttätige Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten geliefert. Beide Seiten gingen am Samstag in der Stadt mit Schlagstöcken, Flaschen und Wurfgeschossen aufeinander los, wie eine AFP-Reporterin berichtete. Die Polizei sprach auf Twitter von mindestens zwei Verletzten und verhängte ein Versammlungsverbot. Die Behörden riefen den Ausnahmezustand aus. 


US-Präsident Donald Trump hat die Gewalt in Charlottesville verurteilt. "Wir ALLE müssen vereint sein und all das, wofür Hass steht, verurteilen", schrieb er auf Twitter. "Es gibt in den keinen Platz für diese Art von Gewalt. Lasst uns zusammenstehen!"


Rechtsextreme stehen Antifaschisten gegenüber

Zu den Krawallen kam es vor Beginn eines Marsches unter dem Motto "Vereint die Rechte". Dabei standen Hunderte Rechtsextreme in paramilitärischen Uniformen ebenso vielen Anhängern antifaschistischer Gruppen gegenüber. Unter Buhrufen schwenkten die rechten Teilnehmer die Flagge der sklavenhaltenden Südstaaten aus dem Bürgerkrieg.

Die trieb die Menge mit Tränengas auseinander und nahm gewalttätige Teilnehmer fest. Zudem räumte sie einen Park und untersagte die geplante Kundgebung. Zuvor hatten sich hunderte Rechtsextreme mit Fackeln auf dem Universitätscampus von Charlottesville versammelt.

Demo-Aufruf von Ku Klux Klan und anderen Neonazis

Zu der Demonstration aufgerufen hatte neben dem auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und US-Präsident Donald Trump unterstützt. Der Protest richtete sich gegen die Stadtverwaltung von Charlottesville. Sie will ein Denkmal des Bürgerkriegs-Generals Robert Lee entfernen lassen. Lee führte Mitte des 19. Jahrhunderts die Südstaaten-Truppen.

tkr/AFP/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren