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7. November 2007, 20:04 Uhr
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Honeymoon à la Sarkozy

Wenn sich da nicht zwei gefunden haben: Innenpolitisch unter Druck stehen sie beide, um so mehr streicheln sich die Präsidenten George W. Bush und Nicolas Sarkozy gegenseitig die Seele. Ganz nebenbei restaurieren sie die bisher so angespannten Beziehungen ihrer Staaten. Von Astrid Mayer, Paris

Präsident Bush (l.) und der französische Staatschef Sarkozy genießen ihr Treffen sichtlich© Kevin Lamarque/Reuters

Da treffen sich zwei, die innenpolitisch gerade eine Menge Schwierigkeiten haben und denen ein bisschen Unterstützung und Glamour ganz gut tut: Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy besucht George Bush in Washington. Der neue Regierungschef bringt eine frohe Botschaft mit: Er liebt - im Gegensatz zur Mehrheit seiner Landsleute - Amerika und die Amerikaner.

Das Ende der Eiszeit

"Ich will die Herzen der Amerikaner wieder erobern", hat Sarkozy kurz nach seiner Ankunft in Washington erklärt, und damit klar gemacht, dass er andere Saiten aufziehen will als sein Vorgänger Jacques Chirac. Mit dem sind etliche Amerikaner beleidigt, seit er sich weigerte, am Krieg gegen Saddam Hussein teilzunehmen.

Importverbote für französischen Käse, Hektoliter französischen Rotweins, der in Rinnsteinen landete und die Umbenennung der "French Fries" (Pommes Frittes) in "Freedom Fries" waren die Folge. Nun will Sarkozy einen neuen Honeymoon einläuten.

"Ein neues Frankreich zeigen"

Außer seiner Liebeserklärung über "zwei freie Völker, die die Freiheit verteidigen" hat er noch eine Delegation im Schlepptau, die sich sehen lassen kann: Seinen sozialistischen Außenminister Bernard Kouchner, die Justizministerin und die Staatssekretärin für Menschenrechte, die beide Einwandererkinder sind.

"Wir wollen das Bild eines neuen Frankreich zeigen", sagte Sarkozy während seines Besuchs, "eines offenen, vielseitigen Frankreichs, eines Frankreichs, das Freund der USA ist".

Sarkozy liebt Amerika - sein Volk nicht

Ob sein Volk, das sich derzeit auf einen breit angelegten Streik gegen Sarkozys Wirtschaftspolitik vorbereiten muss, wenigstens diesbezüglich hinter ihm steht, ist sehr zweifelhaft. Es gibt in Frankreich eine starke anti-amerikanische Tradition, eine Mischung aus Anti-Kapitalismus, der Abneigung gegen eine kulturelle Dominanz des amerikanischen Modells und dem Bedürfnis, selbst eine Supermacht zu sein. Bei der letzten Umfrage zum Thema vor fünf Jahren fanden nur 39 Prozent der Franzosen die USA "sympathisch", während 16 Prozent geradezu eine Antipathie hegten.

Die französischen Unternehmer hingegen, von denen ein gutes Dutzend mit ihm nach Washington reisten, begrüßen Sarkozys Schwenk in der USA-Politik. Der Chef des Unternehmerverbandes hofft auf schwungvollere Geschäfte, wenn die Vorbehalte gegen die aufmüpfigen Franzosen sich in den USA abschwächen. Sarkozy hat in seinen Gesprächen mit Bush auch Themen angesprochen, bei denen kein Konsens herrscht: Er wünscht sich einen stärkeren Dollar und mehr Engagement der USA beim Klimaschutz. Bush dürfte freundlich zugehört haben: In einem Jahr tritt er ohnehin ab.

Streitthema Iran

Das einzig wirklich heiße Thema ist der Umgang mit dem Iran, wo der französische Außenminister vor einigen Wochen mit markigen Worten eine militärische Intervention an den Horizont stellte, die USA hingegen abwiegeln. Ansonsten dürfte Sarkozy sich ungestört seiner "Streicheltherapie", wie das französische Nachrichtenmagazin "Nouvel Observateur" den neuen Schmusekurs nennt, widmen können.

Desinteresse bei den US-Medien

George Bush freut das Werben seines Kollegen aus dem kleinen Land jenseits des Atlantiks sicher, aber die us-amerikanische Öffentlichkeit tangiert es nicht sonderlich. Keine der großen Tageszeitungen der Ostküste, keine der wichtigen Fernsehsender haben Sarkozys Besuch auch nur erwähnt. CNN hat Sarkozys Anliegen im Vorfeld immerhin etwa zwei Minuten gewidmet und den Präsidenten freundlich mit "Sar-cosy" betituliert. das Wort "cosy" bedeutet in etwa "behaglich" oder auch "gemütlich". Die andere Bezeichnung war weniger schmeichelhaft: "Speedy Sarkozy".

Von Astrid Mayer, Paris
KOMMENTARE (6 von 6)
 
mitlaeufer1it (09.11.2007, 17:37 Uhr)
sarkozy
1-docmart Sie haben nicht registriert das ,GOTT sei dank , Opportunisten , arroganten und unglücksbringer für Deutschland Schröder und Chiraq für Frankreich nicht mehr schaden weltweit einrichten können mit Ihre blockadepolitik gegen die USA. 2 oluja Mein Deutsch ist nicht der beste hier geht aber um was andere. Ihre Kritik ist sehr radikal und lässt keinem möglichkeit einer Diskussion denn jemanden das strikt gegen die USA und sich fast ablehnend gegenüber ISRAEL so massiv äußert gibt keine möglichkeit sich zu wehren. ICH glaube daher das Sie Mann lieber im eigener Senf Sumpf schmoren lässt denn es hatte keinen Sinn anders zu belehren viel spass damit.
Raknarak (08.11.2007, 10:51 Uhr)
"sarkotzy" kann reden mit wem er will....
....aber er braucht sich nicht zu wundern wenn er einen kräftigen tritt seiner landsleute bekommt. er gibt sich ja auch alle mühe das dies schnell geschehen wird.
nun, wer´s braucht....
Oluja (08.11.2007, 09:37 Uhr)
@mitlaeufer1it
1. Halbwegs leserliches, verständliches und rechtschreibkonformes Deutsch wäre schön, wenn man schon unbedingt den eigenen Senf hier loswerden will.
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2.Der Artikel ist sehr wohl sachlich und jeder Satz belegbar und man ist kein Antiamerikanist, nur wenn man das offen und ehrlich sagt was Tatssache und die Wahrheit ist, nämlich das die USA von heute das Nr.1 Kriegstreiberregime der Welt sind.
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3. Man ist auch nicht automatisch ein Holocaustleugner, Antisemit oder gar NAzi/Faschist, nur wenn man berechtigt behauptet Israel und die Zionisten seien Verbrecherorganisationen und Unrechtssysteme.
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4. Was die 68´er angeht, so gibt es sicher vieles naives und wirres was sich so mancher damals bis heute vorstellt. Dennoch gäbe es wohl heute wesentlich weniger Kriege, Gier, Neid und Hass, wenn mehr Menschen auf diesem Planeten zumindest den Hauch der 68´er in sich tragen würden.
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5. Was den angeblichen Antiamerikanismus angeht, es fällt nun mal der großen mehrheit der klar denkenden Weltbevölkerung sehr schwer die Amerikaner dafür zu mögen, das sie gleich zwei mal nacheinander eine Öl-, Waffen- und zionlobby abhängige Kriegsverbrecherclique an die Macht gewählt haben, auch wnen heute mehrfach erwiesen ist das beide Male das "Wahlergebnis" wohl ein wenig "künstlich" in Richtung Bush gedrückt wurde.
OskarRumpel (08.11.2007, 09:24 Uhr)
Vive le Sarko
Man kann über den gälischen Zwerg ungarischer? Abstammung sagen was man will, aber unterhalsam ist er alle mal!!!
docmart (08.11.2007, 09:01 Uhr)
@mitl...
Was zum Teufel sind denn die neuen Zeichen der Zeit? Habe ich da was verpasst?
mitlaeufer1it (08.11.2007, 01:29 Uhr)
SARKOZY
Es ist zum kotzen diese Artikel. Ihre antiamerika neigung kommt mit seine ganze Hass zu Geltung. BRAVO sehr WARSCHLAINISCH sind Sie einer vom dieser unverbesserliche "68er"mit Beton Kopf Mentalität der bis er tot ist nicht die neue Zeichen der zeit erkennt und im seine dummheit Sumpf sterben will Also weiter machen viel glück.
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