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7. November 2007, 08:36 Uhr

Sarkozy erstürmt Washington

Im Sommer erholte er sich mit nunmehr Ex-Gattin Cécilia in Connecticut, traf die Bushs zwanghaft zwanglos in Maine, jetzt schickt sich Frankreichs schillernder Präsident Nicholas Sarkozy an, auch Washington zu erobern. Am ersten Abend seines Besuchs verriet er, worauf er es abgesehen hat.

Beide Staatsmänner betonen die gemeinsamen Interessen© Shawn Thew/DPA

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat bei seinem Antrittsbesuch im Weißen Haus in Washington die wiederbelebte Freundschaft zwischen Frankreich und den USA bekräftigt. "Ich komme mit einer schlichten Botschaft: Ich möchte das Herz Amerikas dauerhaft zurückerobern", sagte Sarkozy beim Empfang bei seinem Amtskollegen George W. Bush am Dienstagabend. "Wir haben ein gemeinsames Schicksal, nämlich das von zwei freien Völkern, die an Freiheit glauben und bereit sind, für Freiheit zu kämpfen", sagte Sarkozy.

Bush erinnerte an den französischen General La Fayette, der in der Armee von George Washington im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft hatte. Er nannte das französische Volk "den ältesten Freund Amerikas". Frankreich und die USA seien sich einig, dass die Versöhnung im Irak notwendig sei, um Frieden im Nahen Osten zu schaffen. Beide Länder verurteilten Menschenrechtsverletzungen in Darfur und Birma.

Sarkozy hatte zuvor sieben Veteranen des Zweiten Weltkriegs, die 1944 bei der Landung der Alliierten in Nordfrankreich dabei waren, zu Mitgliedern der französischen Ehrenlegion ernannt. "Wenn Europa heute im Frieden lebt, ist das auch Ihr Verdienst", sagte er. Frankreich werde das nie vergessen. "Wenn immer irgendwo in der Welt ein US- Soldat stirbt, dann denke ich daran, was die amerikanische Armee für uns getan hat", sagte Sarkozy.

Schwelgen in der heroischen Vergangenheit

In einer Rede vor Geschäftsleuten sprach Sarkozy sich erneut für einen starken Dollar aus. "Eine große Volkswirtschaft braucht eine starke Währung", sagte er. "Wir lieben es, wenn Amerika Konkurrenz fördert, aber es muss Konkurrenz mit gleichen Waffen sein", sagte er. "Man kann nicht größtmögliche Konkurrenz wollen und gleichzeitig größtmögliche Ungleichheit schaffen", fügte er hinzu. Es ist der erste offizielle USA-Besuch Sarkozys seit seinem Amtsantritt im Mai. Im August war er in den Sommersitz der Familie Bush eingeladen gewesen. In einer Rede vor dem Kongress will Sarkozy eine "Botschaft an das amerikanische Volk" richten.

Sarkozy reiste in Begleitung mehrerer Minister nach Washington, unter ihnen Außenminister Bernard Kouchner und Justizministerin Rachida Dati. Seine Ex-Frau Cécilia, von der er seit knapp vier Wochen geschieden ist, hält sich zur gleichen Zeit ebenfalls in den USA auf. Die New York Post veröffentlichte am Montag ein Foto von Cécilia und ihrer Tochter beim Verlassen eines Restaurants in Manhattan.

DPA

 
 
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