21. Mai 2009, 10:38 Uhr

FBI vereitelt Terroranschlag in New York

Terrorfahnder haben in New York vier Männer verhaftet, die den schwersten Anschlag seit dem 11. September geplant haben sollen. Die mutmaßlichen Terroristen wollten eine New Yorker Synagoge sprengen und Militärflugzeuge abschießen. Nun sitzen sie in Haft.

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Im Visier der Terroristen: das Riverdale Jewish Center im New Yorker Stadtteil Bronx©

Die US-Bundespolizei hat vier Terrorverdächtige in New York festgenommen, die dort Bombenanschläge geplant haben sollen. Wie die Behörden mitteilten, hatten die Männer Anschläge auf eine Synagoge im Stadtteil Bronx sowie auf ein jüdisches Gemeindezentrum geplant. Außerdem sollten US- Militärflugzeuge auf einem Luftwaffenstützpunkt mit Raketen beschossen werden. Die Bundespolizei FBI habe vor den Festnahmen über ein Jahr ermittelt, hieß es.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte ein Informant der US-Bundespolizei FBI die Gruppe bereits mit unbrauchbarem Sprengstoff versorgt und auch eine Raketen-Attrappe übergeben. Wie der New Yorker Kongressabgeordnete Peter King dem Fernsehsender CNN sagte, sollte der Anschlag am Mittwochabend stattfinden. Die Verdächtigen bezeichnete er als "hausgemachte Terroristen".

Wie die "New York Times" berichtete, sind alle vier US-Staatsbürger, einige hätten aber eine arabische Herkunft, alle vier seien muslimische Glaubens.Ihre Namen wurden mit James Cromitie, David Williams, Onta Williams and Laguerre Payen angegeben.

Waffen-Attrappen verkauft

"Glücklicherweise haben die Verdächtigen Unterstützung bei einem Zeugen gesucht, der mit der Regierung zusammenarbeitet", sagte US- Bundesanwalt Lev Dassin. "Während es sich bei den vom Zeugen überreichten Waffen nur um Attrappen handelte, glaubten die Verdächtigen, dass sie absolut echt seien." James Cromitie habe gegenüber dem Informanten auch angegeben, Verbindungen zu einer Terrororganisation in Pakistan zu haben.

Bereits am Donnerstag soll vor einem Bundesgericht Anklage wegen Verschwörung zum Gebrauch von Massenvernichtungswaffen und Verschwörung zum Erwerb und Einsatz von Luftabwehrraketen erhoben werden. Jedem der vier Verdächtigen drohe lebenslange Haft, hieß es.

Den Ermittlungen zufolge wollten die Männer vor dem jüdischen Gotteshaus Plastiksprengstoff zünden. Die Militärflugzeuge wollten sie beim Start oder bei der Landung auf einem Militärflughafen in der Nähe von New York mit Boden-Luft-Raketen abschießen.

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001, bei denen in New York rund 3000 Menschen starben, ist es in den USA zu keinen größeren Terrorakten mehr gekommen.

DPA
 
 
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