3. Januar 2013, 07:43 Uhr

Gesundheitszustand von Hugo Chávez weiterhin "stabil"

Nach einer vierten Operation ist es zu Komplikationen gekommen. Dennoch sei der Gesundheitszustand des krebskranken venezolanischen Präsidenten Chávez "stabil", beteuern seine Ärzte.

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Im Dezember ist der venezolanische Präsident Hugo Chávez zum vierten Mal wegen seines vor eineinhalb Jahren entdeckten Krebsleidens operiert worden©

Der Gesundheitszustand von Venezuelas krebskrankem Staatschef Hugo Chávez ist nach Regierungsangaben weiter "stabil". Dies hätten die Ärzte mitgeteilt, die Chávez in Havanna behandeln, erklärte am Mittwoch über Twitter der venezolanische Wissenschaftsminister Jorge Arreaza, der mit einer Tochter des Präsidenten verheiratet ist.

Der Bruder des Präsidenten, Adán Chávez, sei am Mittwoch auch in die kubanische Hauptstadt gereist, wo er mit Arreaza und dem Vizepräsidenten und Außenminister Nicolás Maduro zusammenkam, schrieb der Wissenschaftsminister weiter.

Opposition drängt zu Neuwahlen

Maduro hatte am Samstag das Auftauchen von neuen Komplikationen in Folge einer Entzündung der Atemwege von Chávez bekanntgegeben. Der 58-jährige Linkspopulist war am 11. Dezember in Havanna zum vierten Mal wegen seines vor eineinhalb Jahren entdeckten Krebsleidens operiert worden. Nachdem Chávez Anfang Oktober seine Wiederwahl gewonnen hat, sollte er am 10. Januar vereidigt werden und eine neue sechsjährige Amtsperiode beginnen. Wegen seines schlechten Gesundheitszustands könnte der Termin jedoch verschoben werden. Chávez steht seit 1999 an der Spitze des südamerikanischen Landes.

Die venezolanische Opposition forderte am Mittwoch, dass angesichts der Ungewissheit über die vorgesehene Amtsübernahme die Regierung "die Wahrheit" über den Gesundheitszustand von Chávez mitteilen müsse. Falls der Staatschef am 10. Januar nicht vor dem Kongress vereidigt werden könne, solle verfassungsgemäß der Parlamentspräsident Diosdado Cabello die Regierung übernehmen und Neuwahlen ausrufen, erklärte am Mittwoch in Caracas der Sekretär des Oppositionsbündnisses Mesa de la Unidad Democrática, Ramón Aveledo.

kgi/DPA/AFP
 
 
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