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8. Dezember 2008, 17:14 Uhr

EU knipst Glühbirne das Licht aus

Ihre Erfindung durch Thomas Alvha Edison war ein Meilenstein der Industriegeschichte, doch jetzt geht der Glühbirne das Licht aus. So will es die Europäische Union. Die 27 EU-Staaten haben beschlossen, bis August 2012 alle herkömmlichen Glühbirnen Schritt für Schritt durch moderne Energiesparlampen zu ersetzen. Den Anfang macht die 100-Watt-Birne.

Auslaufmodell: Die EU-Staaten beschlossen, alle herkömmlichen Glühlampen bis 2012 vom Markt zu nehmen

Angezählt war sie schon lange - nun ist das Ende der klassischen Glühbirne besiegelt: Laut Beschluss der 27 EU-Staaten vom Montag werden die wenig effizienten Leuchten ab dem 1. September 2009 nach und nach vom Markt verschwinden. Die letzte klassische Glühbirne soll am 30. August 2012 vom Fließband rollen.

Dem Klimaschutz zuliebe sollen die Birnen durch Halogen- und Energiesparlampen ersetzt werden. Glühbirnen setzen nur fünf Prozent der ihnen zugeführten Energie in Licht um, der Rest wird in Wärmestrahlung umgewandelt und geht verloren. Die besten Energiesparlampen kommen mit einem Fünftel des von Glühbirnen verbrauchten Stroms aus.

Obwohl Energiesparlampen teurer sind als Glühbirnen, bedeute die Umstellung für die Verbraucher unter dem Strich eine Ersparnis, erklärten Experten der EU-Kommission: Wegen ihres geringeren Stromverbrauchs und der längeren Haltbarkeit verursachten Energiesparlampen, über die gesamte Einsatzdauer gerechnet, rund 60 Euro weniger Kosten als herkömmliche Glühbirnen. Der Einsatz von Energiesparlampen senke den Stromverbrauch eines durchschnittlichen Haushalts um 15 Prozent.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 25)
 
STR_EDDS (09.12.2008, 15:40 Uhr)
Elektrosmog und andere Nachteile
Es gibt für jede Glüfunzel entsprechenden Ersatz. Ob es ESL oder LED oder Ilu-Folie oder Halogen ist. Jeder, der heute noch konventionelle Glühbirnen einsetzt und dies mit Scheinargumenten verteidigt, ist ein ebenso großes Klimaschw*** wie der SUV-Fahrer. Energiesparen beginnt im Kleinen. Da braucht man nur etwas Willen, Flexibilität und Disziplin.
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Zum Thema E-Smog. Mal überlegen, was haben wir alles so im Umkreis von 50m stehen? ca. 10 Geräte mit Schaltnetzteil und aktiver primärversorgung (Notebooknetzteile, Steckernetzteile für Lampen, etc); ca. 4 W-LAN Router die munter auf 2,4GHz brutzeln; ca. 6 Mobiltelefone die mit voller Leistung gegen das Mauerwerk anbrüllen; der schlecht geschirmte PC mit dem vollen Spektrum an EM-Strahlung; ca. 650m stromführende Kupferleitung; etc, etc... Und da kommt jetzt einer mit E-SMOG? Nichtmal in dder Wüste Australiens ist man sicher. Da kommt der E-SMOG nämlich von oben, als Hintergrundstrahlung aus dem All.
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Sofern (und davon gehe ich aus) eine ESL einem ordentlichen Recyclingprozess zugeführt wird, fällt auch das Argument der Giftstoffe und der Energieaufwendung bei der Herstellung aus. Wäre dem nicht so, müsste ad hoc auch jede E-Auto Entwicklung verteufelt und gestoppt werden. Denn was dort an Giftmüll, Energie und E-SMOG anfällt, will sich keiner wirklich vorstellen.
artbond (09.12.2008, 09:26 Uhr)
Geldanlage
werde mir ende nächsten Jahres mal ein paar Hundert Glühbirnen kaufen, die reichen bis an mein Ende für das Treppenhaus und bestimmt steigen die mit den Jahren im Wert. Besser als jeder Riestervertrag.
Grüße
whismerh2 (09.12.2008, 08:05 Uhr)
Qtypisch
Fascholaden EU, Hauptsache dem unmündigen Bürger mal wieder per Gesetzt das Leben diktieren, und es ist nachgewiesen, das die Energiesparleuchtmittel auch viele Nachteile haben, aber der EU-Rat ist genauso wie überall Lobbyisten gesteuert.
Naja jetzt haben wir wenigstenst die Erderwärmung in den Griff bekommen.
Klaus_Brinkmann (09.12.2008, 07:38 Uhr)
Schon mal den Testbericht von Ökotest gelesen?
In der Zeitschrift Ökotest war zu lesen, wie schlecht die Energiebilanz der Energiesparlampen ist, wie umweltbelastend sie sind (ein Großteil wird trotz eventueller Rücknahmepflicht im Hausmüll landen) und wie ungenügend ihre Lichtausbeute ist. Ein Auszug:
"Sie sollen eigentlich das Klima retten. Jetzt die große Überraschung in unserem Test: Die Einsparmöglichkeiten von Energiesparlampen sind viel geringer als versprochen. Zudem erzeugen die Öko-Leuchten Elektrosmog und eine schlechte Lichtqualität."
Liest das denn keiner?
Skarrin (09.12.2008, 01:14 Uhr)
Backofenbeleuchtung?
Muß ich in meinen Backofen in Zukunft mit der LED-Taschenlampe reinleuchten?
Bei bis zu 250°C schmilzt jede LED und ESL.
hevosenkuva (09.12.2008, 00:59 Uhr)
Energiebilanz Fehlanzeige
Hat jemand hier die Herstellung und Entsorgung der technisch deutlich aufwendigeren Energiesparlampen (Leuchtstoffröhren mit Vorschaltgerät) bei der Umweltfreundlichkeit berücksichtigt? Wie hoch ist der Energiebedarf bzw. der CO2-Ausstoß bei der Herstellung und zur Bereitstellung der Rohstoffe?

Sehr interessant finde ich auch Empfehlungen wie diese: "Distanz halten: Eingeschaltete Energiesparlampen entwickeln hochfrequente Felder, ähnlich wie
Computermonitore. Halten Sie zur Sicherheit Abstand, etwa anderthalb Meter. Erst ab dieser Entfernung liegt die Feldstärke unter dem strengen TCO-Grenzwert für Computerarbeitsplätze."
Stiftung Warentest Online (15. Dezember 2006)

Dazu empfehlen wir Ökostrom aus den bekannt umweltfreundlichen Atomkraftwerken. Wir gehen strahlenden Zeiten entgegen, Hand in Hand mit der Lobby unseres Vertrauens.
gmathol (09.12.2008, 00:57 Uhr)
Hoffentlich setzt man gleich auf LED oder Illuminationsfolien.
Diese Technologie verbraucht extrem wenig und ist auch noch extrem haltbar.
Deckenbeleuchtungen koennten durch Illuminationsfolien die bei geringem Fluss von Elektrizitaet bereits genuegend Licht bieten ersetzt werden. Ich habe Voerfuehrungen gesehen wo mit einer 3 Volt Batterie eine grosse Flaeche fuer mehrere Stunden fuer eine passable Beleuchtung sorgte. Die CFL's sind Technik von gestern.
Ueberhaupt sollte man ueberlegen ob man Gebaeude in Zukunft nicht mit Niedervoltstrom und den ueblichen 220 Volt ausstatten und planen sollte.
Da gaebe es naemlich dann die Moeglichkeit auch Solar-Panels fuer die Versorgung ohne kostspielige Umspannungstechnik zu benutzen.
Haris_Pilton (09.12.2008, 00:11 Uhr)
@STR_EDDS & Konsorten
Hier, mal eine kleine Lektüre zu Euren ach so tollen Energiesparlampen...
http://www.verband-baubiologie.de/pdf/ENERGIESPARLAMPEN.pdf?gr=6&id=6
...ich verteufele die Dinger nicht...aber teuer sind díe schon...
eric111 (08.12.2008, 23:46 Uhr)
china
dann werden diese eben aus china importiert... ich hab mir energiesparlampen zugelegt, aber ehrlich gesagt, war das licht sowas von künstlich, dass ich wieder normale glühbirnen gekauft habe. der supermarkt hat sie anstandslos zurückgenommen, obwohl 'verschleißartikel'. achja: weil man immer wieder diese sprüche von 'es gäbe keinen winter mehr' liest. ich war ende september in deutschland und weiß ja nicht, was ihr unter winter versteht, aber nachtfrost in randlagen und 10ºC tagsüber sind nicht gerade frühherbstlich. Übrigens: der Winter geht erst ab Ende Dezember los und wem's da nicht kalt ist, dem kann man auch nicht mehr helfen, auch bei noch soviel Klimawandel.
Jack1000 (08.12.2008, 22:45 Uhr)
Farbfolien?????
Habe ich das gerade richtig gelesen? Weil das Farbspektrum nicht das Wahre ist, klebe ich eine Farbfolie auf die Lampe? Geht's denn noch?
Dann werde ich mir wohl demnächst die guten alten Birnen einfach im Internet bestellen...
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