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El Baradei gegen Volksabstimmung

Der ägyptische Friedensnobelpreisträger el Baradei setzt sich gegen das Referendum zur Vefassung ein - die Muslimburderschaft reagiert überrascht.

  Will nicht, dass islamistische Gruppen Einfluss auf die Verfassung nehmen: der ägyptische Opposotionführer und Friedensnobelpreisträger Mohammed el Baradei

Will nicht, dass islamistische Gruppen Einfluss auf die Verfassung nehmen: der ägyptische Opposotionführer und Friedensnobelpreisträger Mohammed el Baradei

Kurz vor Beginn des Verfassungsreferendums in Ägypten hat Friedensnobelpreisträger Mohammed el Baradei noch versucht, den Urnengang zu verhindern. In einer Rede, die in der Nacht zum Freitag von einem privaten TV-Sender ausgestrahlt wurde, schlug er dem islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi vor, die Volksabstimmung abzublasen.

Die Ägypter könnten noch ein bis zwei Jahre mit der Verfassung von 1971 leben, sagte er. Dann bliebe genügend Zeit, um eine neue Verfassunggebende Versammlung zu bilden, in der dann auch nicht-islamistische Gruppen vertreten wären. Das Referendum soll an diesem und am kommenden Samstag stattfinden.

Die Muslimbruderschaft, als deren Kandidat Mursi im Juni zum Präsidenten gewählt worden war, zeigte sich erstaunt über den Vorstoß el Baradeis. Der stellvertretende Vorsitzende der Partei der Muslimbrüder, Essam al Arian, sagte nach einem Bericht des Nachrichtenportals der Kairoer Zeitung "al Shorouk": "Das Volk wird seinen Marsch fortsetzen und die Institutionen für einen modernen demokratischen Staat schaffen, auch wenn einige versuchen es aufzuhalten."

steh/DPA/DPA

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