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10. November 2008, 08:05 Uhr

China erklärt Tibet-Gespräche für gescheitert

Die jüngsten Verhandlungen mit Gesandten des Dalai Lama über die Zukunft Tibets sind nach Angaben der chinesischen Regierung gescheitert. Der Dalai Lama wolle eine Abspaltung Tibets erreichen, sagte der Delegierte Pekings, Zhu Weiqun. Er bekräftigte, dass die Tür zu einer Unabhängigkeit Tibets "niemals offen sein" werde.

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Keine Fortschritte: Der für die außenpolitischen Beziehungen zuständige Unterhändler Zhu Weiqun erklärte Chinas Gespräche mit Tibet für gescheitert© Ng Han Guan/AP

China hat die jüngsten Gespräche mit Gesandten des Dalai Lama über den künftigen Status Tibets für gescheitert erklärt. Die Kontakte und Gespräche hätten zu keinen Fortschritten geführt, hieß es in einer am Montag verbreiteten Erklärung der Kommunistischen Partei (KP).

Darin wird bekräftigt, dass die "Einigung des Vaterlands, die territoriale Integrität sowie die nationale Würde" für das chinesische Volk von "größtem Interesse" seien. In diesen Punkten werde es "niemals Zugeständnisse" geben. Für das Scheitern machte die KP die tibetischen Unterhändler verantwortlich.

Zwei Gesandte des geistlichen Oberhaupts der Tibeter waren in der vergangenen Woche erstmals seit Juli wieder zu Gesprächen in Peking. Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens standen nach Angaben des für die außenpolitischen Beziehungen der KP zuständigen Unterhändlers Zhu Weiqun der Dalai Lama und seine Politik. Die chinesische Seite habe deutlich gemacht, dass der seit fast 50 Jahren im Exil lebende Dalai Lama seine "separatistischen Meinungen und Handlungen aufgeben" und sich bemühen müsse, Chinas Regierung und Volk zu verstehen. Dabei ließ Zhu Weiqun keinen Zweifel an Chinas unnachgiebiger Haltung in der Frage der regionalen Autonomie Tibets. Die Tür zu einer Unabhängigkeit Tibets egal in welcher Form "war nie offen und wird niemals offen sein", sagte der Unterhändler.

Kurz vor Beginn der zweitägigen Gespräche am Dienstag und Mittwoch hatte der Dalai Lama seine Bemühungen um eine größere Autonomie Tibets für gescheitert erklärt. Bei einem Besuch in Tokio sagte er, mit seiner bisherigen Herangehensweise habe er keinen Erfolg gehabt. Die Unterdrückung in Tibet nehme zu, und sein Vertrauen in die chinesische Regierung werde immer geringer. Gleichzeitig wachse die Kritik innerhalb der tibetischen Gemeinde an seinem Kurs.

Er kündigte für den 17. November eine Konferenz mit Vertretern aller Strömungen im indischen Dharamsala an, auf der über den weiteren politischen Kurs gegenüber China entschieden werden soll.

AFP/AP
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
LaoLu (12.11.2008, 00:05 Uhr)
@blaekkie
Aber verheiratet sind Sie noch?
ziyou (11.11.2008, 21:33 Uhr)
an blaekkie
bla bla bla ... ja ja ja... dalai lama lügner
blaekkie (11.11.2008, 10:57 Uhr)
es gibt auch Geschichtsschreibung...
... von unabhäginger Seite, die keinen Vorteil von der Annektion Tibets haben. Ich bin mit einer Chinesin verheiratet, die die gleichen Doktrinen für wahr nimmt, wie Vorredner Ziyou. Da ist nix zu wollen, wie bei vielen anderen Themen wie z.B. Menschenrechte. Stur, unbelehrbar, größenwahnsinnig
ziyou (10.11.2008, 22:22 Uhr)
wieso überhaupt mit D.L. verhandeln? Wer ist denn D.L.?!?!
ich bin sehr beeindruckt, dass die chinesische Regierung KLARTEXT über den Stand der Dinge über Tibet geredet hat. Mit Dalai Lama gibt es nichts zu verhandeln. Wenn überhaupt, dann darüber, ob D.L. nach Tibet zurückkehren darf. (lebendig oder nach seinem Tod)
Ich bin auch froh, dass England und Frankreich mittlerweile eine objektive Einstellung zu der Sache Tibet und zu der Person D.L. hat. Nur in Deutschland wird noch immer D.L. als der armer armer lieber Mensch "gefeiert". Wieso denn eigentlich?!
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