Chávez' Leichnam zu alt für Einbalsamierung

14. März 2013, 09:32 Uhr

Eine Woche lang wurde der Leichnam von Hugo Chávez für die trauernden Venezolaner ausgestellt. Nun sollte er eigentlich einbalsamiert werden. Doch dafür ist es jetzt wahrscheinlich zu spät.

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Nach einer Woche im Glaskasten ist der Leichnam des venezolanischen Staatscbefs Hugo Chávez vorraussichtlich nicht mehr frisch genug, um einbalsamiert werden zu können©

Die Einbalsamierung des Leichnams von Venezuals Staatschef Hugo Chávez gestaltet sich schwierig. Übergangspräsident Nicolás Maduro sagte, mit der Prozedur sei zu spät begonnen worden. Maduro berief sich auf Aussagen von Wissenschaftlern aus Deutschland und Russland.

"Wir haben hochrangige Wissenschaftler empfangen, die besten der Welt, aus Russland und Deutschland", sagte Maduro. Deren Einschätzung sei, dass es sehr schwierig werde, die Einbalsamierung vorzunehmen, "weil die Vorbereitungen bereits hätten beginnen müssen und die Entscheidung viel früher hätte fallen müssen". Es sei möglich, dass mit Chávez Leichnam nicht dasselbe gemacht werde, wie mit Lenin, Ho Tschi Minh oder Mao Tse-tung, sagte Maduro. Kurz nach Chávez' Tod hatte er gesagt, der Leichnam werde nach diesen Vorbildern "für die Ewigkeit" einbalsamiert.

Der Leichnam des am 5. März verstorbenen Chávez' ist derzeit in der Militärakademie in Caracas ausgestellt, wo ihm noch immer Anhänger die letzte Ehre erweisen. Am Freitag sollen die sterblichen Überreste in einer feierlichen Prozession in ein Museum in einer ehemaligen Kaserne verlegt werden. Die venezolanische Regierung hatte sich dafür ausgesprochen, dass der einbalsamierte Leichnam an der Seite des Nationalhelden Simón Bolívar in einem gläsernen Sarg im nationalen Pantheon ausgestellt wird. Die Idee, den Leichnam für die Nachwelt zu konservieren, soll bei Gesprächen mit Staatsführern enstanden sein, die zur Trauerfeier nach Caracas gekommen waren.

Chávez war in der vergangenen Woche im Alter von 58 Jahren an Krebs gestorben. Er hatte das ölreiche Land über 14 Jahre lang mit einer Politik der Umverteilung und Verstaatlichung regiert.

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