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26. Mai 2009, 17:05 Uhr

Eine Krise - vier Szenarien

Wirtschaft

Was passiert nun mit der Weltwirtschaft? Kommt eine Deflation, eine Inflation oder gar eine Hyperinflation? Noch jagt eine Hiobsbotschaft die nächste, alles erscheint düster, und selbst viele der einschlägigen Experten wagen keinen Ausblick. Vier Szenarien, wie es weitergehen könnte - auch im schlechtesten Fall. Von Tobias Aigner und Thomas Schmoll

Konjunkturerholung, Inflation, Deflation, Krise, Wirtschaftskrise

Blick in die Börse in New York: Eine Einschätzung der Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt schwierig© Peter Foley/EPA

Mal ist die Nachricht gut, dann ist sie wieder schlecht. Mal vermeldet ein Konzern ein beachtliches Ergebnis oder gar einen Gewinn, dann veröffentlicht der nächste wieder einen Milliardenverlust.

Mal gibt eine Bank bekannt, dass ihr Minus nicht ganz so horrend ausgefallen ist, wie von Experten prognostiziert worden war - dann warnt der Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Jochen Sanio: "Wir sind uns doch ziemlich sicher, dass unsere Banken in ein paar Monaten die volle Wucht der schärfsten aller bisherigen Rezessionen in ihren Kreditportfolios spüren werden." Und wenn der ifo-Index zum zweiten Mal in Folge gestiegen ist, heißt es gleich wieder: aber nicht so stark wie erhofft.

So geht das nun seit Wochen - und ein Ende ist nicht in Sicht. So bleibt die Einschätzung der weiteren Entwicklung auch für Fachleute schwierig. Dass Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) wollte für das kommende Jahr gar keine Prognose mehr wagen. Ein Ende der scharfen Rezession zeichne sich zwar ab, 2010 sei eine Erholung drin. Aber eine Vorhersage lehnte DIW-Präsident Klaus Zimmermann ab: "Allein schon die Debatte darüber ist schädlich, denn sie schafft neue Unsicherheiten."

Wie geht es weiter mit der Konjunktur? Die Arbeitslosigkeit steigt. Doch gerade die Deutschen - berühmt für ihre Sparwut - üben sich nicht in übertriebener Kaufzurückhaltung. Im Gegenteil erwarten die Einzelhändler steigende Umsätze. An den Börsen ist seit Wochen ein Aufwärtstrend erkennbar, ohne dass es zu regelrechten Sprüngen kommt. Der Dax schleicht seit Tagen um die 5000-Punkte-Linie. Wagt er den Sprung hinüber, verharrt er kurze Zeit danach wieder unterhalb der Marke. Wie geht es also weiter mit der Konjunktur? Bekommen wir japanische Verhältnisse? Wie wird sich die Preisentwicklung gestalten? Welche Folgen hat die Entwicklung für Investoren und ihre Depots? Und wie können sich Privatanleger schützen? Das Wirtschaftsmagazin Capital hat vier Szenerien erstellt - von der großen Geldvernichtung bis zum kleinsten Übel. Hier zeigen wir Ihnen die Varianten auf.

Szenario 1: Deflation - Neuauflage der Großen Depression

Unternehmenspleiten, Massenarbeitslosigkeit, Preisverfall - eine verheerende Abwärtsspirale.

Eine Neuauflage der Großen Depression aus den 30er-Jahren gehört zum Schlimmsten, was der Weltwirtschaft droht. Vor allem in den USA gilt der Mix aus Massenarbeitslosigkeit, fallenden Verbraucherpreisen und Pleitewelle als nationales Trauma. Alle basteln daran, dass es sich nicht wiederholt. Die Wahrscheinlichkeit ist deshalb gering, maximal zehn Prozent.

Damit der Horror trotzdem Realität wird, müssten heute zwei unglückliche Umstände zusammentreffen. Zum einen erweist sich die Schieflage der Banken als noch dramatischer als angenommen. Der IWF muss seine Schätzung für das weltweite Volumen toxischer Wertpapiere von vier Billionen Dollar immer weiter erhöhen. Wieder greift Angst vor Bankenpleiten um sich. Zum anderen gelingt es den Regierungen nicht, die Konjunktur anzukurbeln. Die milliardenschweren Hilfspakete entfachen nur ein kleines Strohfeuer. Die Banken sind so sehr damit beschäftigt, ihre Bilanzen aufzupäppeln, dass die Kreditvergabe über viele Monate stockt. Diese Misere schlägt immer stärker auf den Arbeitsmarkt durch. In den USA klettert die Arbeitslosenquote auf 15 bis 20 Prozent. Als Folge bricht der Konsum weiter ein, die Verbraucherpreise fallen.

Die Angst vor Jobverlust und sozialem Abstieg erfasst immer mehr Menschen. Die Wirtschaft steckt nun in einem deflationären Abwärtsstrudel. Kreditstau und Umsatzeinbruch treiben reihenweise Unternehmen in den Bankrott, was die Lage der Banken weiter verschärft. Das ist der Stoff, aus dem die Albträume von Fed-Chef Ben Bernanke sind. In diesem Szenario könnte die Wirtschaftsleistung in Deutschland bis 2013 um mehr als 15 Prozent schrumpfen. Die Verbraucherpreise brechen in der Spitze um mehr als fünf Prozent pro Jahr ein. Zum Vergleich: In den USA schrumpften sie in den frühen 30ern sogar um bis zu zehn Prozent.

Der Dax beendet seine Rally im Sommer und geht auf Tauchstation, in Richtung seines Tiefs von 2003 bei 2200 Punkten. Die Nachfrage nach Rohstoffen sinkt dramatisch. Der Ölpreis könnte unter 20 Dollar je Barrel absacken. Die Flucht aus Risikoanlagen treibt Anleger in Gold und Staatsanleihen höchster Bonität. Bargeld ist Trumpf, auch weil die Deflation dessen realen Wert steigert.

Szenario 2: Siechtum und kein Ende - japanische Verhältnisse

Das Großreinemachen bei Banken dauert mindestens fünf Jahre. Die Wirtschaft kommt nicht vom Fleck.

Dominique Strauss-Kahn mahnt zur Eile. "Solange im Finanzsektor Eiszeit herrscht, ist ein Aufschwung der Realwirtschaft unmöglich", sagt der IWF-Chef. Er dringt auf eine rasche Sanierung der Bankbilanzen. Ein Blick nach Japan zeigt, warum. In den 80er-Jahren erlebte das Inselreich einen Boom, der in einer Massenspekulation gipfelte. Aktienkurse und Immobilienpreise explodierten. Als die Blase Anfang der 90er platzte, saßen Banken auf einem Gebirge fauler Kredite. Und die Politik ließ sich zehn Jahre Zeit, bis sie in der Bankenlandschaft aufzuräumen begann. Das berühmte verlorene Jahrzehnt. Europäer und Amerikaner reagierten diesmal zwar schneller und überschütteten die kränkelnden Institute mit Kapital. Doch das Problem der toxischen Papiere löst der Geldregen allein nicht. Die eigentliche Aufgabe ist es, die Schrottbestände aus den Bilanzen zu tilgen. Diese Operation könnte nach historischen Erfahrungen mindestens fünf Jahre dauern. Genug Zeit für ein japanisches Déjà-vu. Einstweilen hieße das: Weil die Banken klamm bleiben, geben Konjunkturpakete immer nur einen Miniimpuls.

Es droht ein Siechtum auf Raten. Die Konjunktur pendelt zwischen Rezession und mickrigem Wachstum, während die Notenbanken die Zinsen nahe null halten müssen. Trotzdem steigen die Preise nicht, denn von den Rettungsmilliarden für die Banken kommt zu wenig in der Wirtschaft an. Die Konsumflaute gibt der Inflation den Rest, eine schleichende Deflation befällt Deutschland und andere Staaten wie Japan seit den 90er-Jahren. Die Staatsverschuldung nimmt ebenfalls japanische Dimensionen an. Schon heute steht das Land mit 170 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in der Kreide.

Mehrmals keimt Hoffnung auf die Wende, was dem Dax kurze Rallys beschert. Insgesamt rutscht er jedoch unter das Tief vom März. Anleger stecken ihr Geld bevorzugt in Staatsanleihen. Auch Besitzer von Lebensversicherungen können sich freuen. Stabile Preise erhalten den realen Wert ihrer Policen, und das Konkursrisiko sinkt gegenüber dem Depressionsszenario. Gold ist neben Aktien prominentester Verlierer. Ohne Weltuntergangsstimmung und Inflationspanik verliert es an Attraktivität.

Szenario 3: Steigende Inflation - das kleinste Übel

Die Rettungspakete für Banken und Konjunktur greifen. Doch die Geldflut treibt die Preise.

Wünschenswert ist keines der vier Szenarien, aber die Perspektive einer steigenden Inflation scheint immer noch das kleinste Übel. Dabei schaffen es Regierungen und Notenbanken mit ihren Kapitalinfusionen, den Absturz der Wirtschaft zu stoppen, wahrscheinlich schon im Herbst. Die Wende lässt zunächst noch auf sich warten: Die Banken sind mit Bilanzreparaturen beschäftigt. Und der US-Verbraucher erholt sich vom Schock fallender Hauspreise, steigender Schulden und des (drohenden) Jobverlusts nicht so schnell. 2010 nimmt die Arbeitslosenzahl weiter zu, während sich die exportabhängige deutsche Wirtschaft zu einem marginalen Wachstum aufrappelt. 2011 gewinnt der Aufschwung allmählich an Fahrt. Wenn die Notenbanken die Zinsen anheben und die Geldschwemme austrocknen wollen, geraten sie ins Kreuzfeuer der Kritik. Denn niemand weiß zu diesem Zeitpunkt, ob sich der Sturm schon gelegt hat.

Deshalb werden die Währungshüter nicht alle Geister los, die sie gerufen haben. Ein Teil der geschaffenen Zentralbankliquidität dringt in den Wirtschaftskreislauf, nachdem sich bei Geschäftsbanken der Kreditstau auflöst. Anfangs steigen die Preise kaum, weil Überkapazitäten und Lohndruck die Teuerung dämpfen. Dann aber beginnen die Inflationsraten zu klettern, unterstützt von anziehenden Rohstoffpreisen. Lassen die Notenbanken die Zügel zu stark schleifen, kann die Teuerung sogar zweistellig ausfallen wie in den USA in den 70er-Jahren. Ansonsten kommen die Bürger mit vier Prozent Inflation davon.

Der Dax muss auch im wahrscheinlichsten aller Szenarien Rückschläge hinnehmen, weil immer wieder Angst vor einem Einbruch aufflammt. Insgesamt steigen die Kurse jedoch. Wenn die Inflation nicht übermäßig anzieht, nimmt das Börsenbarometer sogar die Marke von 6000 Punkten. Auch Rohstoffe profitieren, die Erholung sorgt für einen Nachfrageschub. Staatsanleihen verlieren hingegen ihren Reiz als sicherer Hafen. Zumal die Inflation ihre Rendite drückt - oder auffrisst. Bargeld ist bei Minizinsen und Inflationsgefahr kein geeignetes Investment. Solange sich die Teuerung im Rahmen hält, leidet auch Gold. Denn das Vertrauen in Wirtschaft und Papiergeldsystem bleibt erhalten.

Szenario 4: Hyperinflation - die große Geldvernichtung

Die Rezession verschärft sich, Staaten gehen bankrott, und Papiergeld verliert seinen Wert.

Hyperinflation heißt Teuerungsraten von mindestens 50 Prozent pro Monat. Sie würde den Preis von einem Liter Milch innerhalb eines Jahres auf über 30 Euro treiben. Die gute Nachricht: Hyperinflation ist mit Abstand das unwahrscheinlichste Szenario. Ihre Brutstätte war meist ein hoch verschuldeter Staat, der das Anlegervertrauen verliert und seine Zentralbank zum Gelddrucken zwingt. Wie die Weimarer Republik. Das mögliche Drehbuch von heute liest sich so: Zunächst verschärft sich die Rezession. In ihrer Hilflosigkeit werfen die Regierungen immer neue Staatsanleihen auf den Markt, um Konjunkturpakete und Sozialleistungen zu finanzieren. Die Haushaltsdefizite wachsen rasant. Investoren beginnen, an der Bonität von Industrieländern wie Großbritannien oder den USA zu zweifeln. Deren Anleihen finden zu wenig Abnehmer, die Zinsen steigen.

Jetzt springen die Zentralbanken als Käufer ein - mit frisch gedrucktem Geld. Das Anlegervertrauen erodiert weiter, ein Teufelskreis. Das Drama könnte in Europa beginnen, wo Länder wie Griechenland, Spanien und Irland schon mächtig in Schieflage sind. Oder in den USA, wo die Fed die Notenpresse angeworfen hat. Wenn Amerika seine Kreditwürdigkeit verliert, würde ein Dollar-Crash das Weltfinanzsystem aus der Bahn werfen. Unwahrscheinlich, aber ein Gedankenspiel nicht ohne jede Grundlage.

Zur Erinnerung: 2009 wirft die US-Regierung Anleihen im Wert von rund 2,5 Billionen Dollar auf den Markt, viermal so viel wie in normalen Zeiten. Großbritannien bangt wegen seiner hohen Schulden bereits um sein AAA-Rating. Auch in der Weimarer Republik spitzte sich die Lage zu, als ausländische Investoren 1922 aus deutschen Anleihen flohen.

Das Finale einer Hyperinflation ist eine Währungsreform, der GAU eines jeden Papiergeldsystems. Die Auswirkungen sind schwer vorherzusagen. Sie hängen vom Umtauschverhältnis und möglichen Zwangsabgaben ab, wie etwa der Hauszinssteuer, die Immobilieneigner ab 1924 zahlen mussten. Generell gilt: Sparer schauen in die Röhre. Wer Schulden hat, gewinnt. Sachwerte wie Rohstoffe oder Immobilien profitieren, vor allem, wenn sie wie Wohnungen einen Gebrauchswert haben.

KOMMENTARE (10 von 28)
 
starmax (27.05.2009, 16:50 Uhr)
@mats123 - borniert oder IQ-Defizit?
Frage:wesen Meinung vertreten Sie denn hier, wenn - nach eigener Aussage - nicht die eigene???
Kopf in den Sand"steh weder für Peesimismus noch optimismus sondern für Realitätsverweigerung a la "Ich wills nichtwissen", "Es wird schon gutgehen".
Nochetwas; Dümmliche Beleidigungen wie die Ihren im zweiten Posting unterlassen Sie bitte künftig, schon im eigenen Interesse.
Denn der von Ihnen geäußerte, irrelevante Allgemeinplatz "wenn die Wirtschaft in ein paar Jahren wieder rund läuft..." zeigt nur zu sehr, welches fachliche Niveau hier qualitativ kaum noch unterboten werden kann.
tarpan8 (27.05.2009, 12:26 Uhr)
Mal was zum Lachen
"Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen
des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen
und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik
kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen."
CDU Parteiprogram 1947
-
Zeit für eine Neuauflage.
ganzbaf (27.05.2009, 11:45 Uhr)
Füe viele ist die Welt bereits "untergegeangen".

Auch wenn die Wirtschaft demnächst wieder greifebn sollte sind Abermilliarden in Rachen der Konzerne und Großverdiener verschwunden und viele Rentner und Sparer bleiben trotzdem arm.
Enteignung von oben halt )-:
.
Nein. Das System gehört grundlegend umgekrempelt und das Banken- Finanzsystem verstaatlichr, will man es wirklich reformieren.
Ansonsten ist der nächste Chrash fest vorprogrammiert.
Denn die Katze läßt das Mausen nicht... ;-Pp
mats123 (27.05.2009, 10:56 Uhr)
Wenn man keine Ahnung hat, ...
... einfach mal den Mund halten. Dümmliche Weltuntergangsprophezeiungen von Hobby-Schwarzmalern, die von der eigentlichen Materie keine Ahnung haben, sollten mal kürzer treten. Wenn die Weltwirtschaft in ein paar Jahren wieder rund läuft, werden sowieso die meisten ihrer Lügen gestraft.
mats123 (27.05.2009, 10:49 Uhr)
Starmax kapiert es nicht
Hier ist von Szenarien die Rede. Ich habe eines ergänzt, das auch möglich ist. Ich habe nicht gesagt, welches Szenario meiner Meinung nach eintreten wird. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Übrigens: Kopf in den Sand stecken steht für Pessimismus, nicht für Optimismus. Ihr Spruch ist daher ein Eigentor.
Filapensill (27.05.2009, 10:33 Uhr)
Panik ist unangebracht
Es wird sowieso zuviel Unsinniges konsumiert. Die ganzen Waren wie Autos, Schrankwände, Computer und Waschmaschinen kann doch niemand ins Grab mitnehmen. Es geht zunächst um eine bessere Verteilung des Geldes. Es kann nicht sein, dass einige auf ihren Milliarden hocken, raffen und raffen und andere in Privat-TV und BILD mit Hartz4 an den Pranger gestellt werden ("Florida-Rolf").
starmax (27.05.2009, 10:26 Uhr)
@the_Nick - "Unfug"
Rechnen Sie doch mal, Sie Krisenexperte..wenn der Absatz von Transportfahrzeugen über 3,5 to in einem Jahr in Europa um durchschnittl. 45% gesunken ist - um wieviel Prozent muß er steigen, um wenigstens den Vorjahresstand wider zu erreichen?
Nur für den Fall, daß Sie den Mist aus Ihrem Schrebergarten nicht per Pedes transportieren möchten...
(Quelle: Veröffentlichung der Zahlen der Association des Constructeurs Européens d´Automobiles (ACEA) zu den Nutzfahrzeug-Neuzulassungen in West-Europa (EU + EFTA) für April 2009
)
Silbador (27.05.2009, 09:25 Uhr)
Hyperinflation
Dazu braucht es einen überschuldeten Staat - den haben wir auf jeden Fall. Wieso sollte dieses Szenario dann das unwahrscheinlichste sein? Zumal fast alle Industriestaaten genauso besch... dastehen.
the_Nick (27.05.2009, 09:00 Uhr)
So ein Unfug...
Die Krise ist schon so gut wie vorbei...
Jetzt wird erstmal mit düsteren Prognosen nachgelegt. Wie langweilig.
Soll hier die Links Schickeria zum posten verleitet werden? Die sollte lieber arbeiten gehen oder Ihren Schrebergarten umgraben...
Xennia (27.05.2009, 09:00 Uhr)
Arbeitsmarktkrise
Die Einzelhändler erwarten also steigende Umstätze, so, so! Aber welcher Einzelhändler tut das nicht, wäre er doch ansonsten kein Einzelhändler. Nur ob die Kunden den Einzelhändlern diesen Gefallen tun, ist eine andere Frage. Bei steigender Arbeitslosigkeit, Dumpinglöhnen, befristeten Arbeitsverhältnissen, Zeitarbeit und 1-€-Jobs ist das Angstsparen und die Scheu vor Geldausgeben nur zu verständlich. Immer mehr Jobs werden einfach wegfallen und dann zeigt sich die Unvernunft der politischen Entscheidungsträger, jahrzehntelang Millionen von zusätzlichen Arbeitskräften ins Land zu schaffen, obwohl eine Arbeitsmarktkrise, wegen der rasanten Rationalierung und Technisierung schon vor langer Zeit zu erkennen war.
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