Startseite

Ausschreitungen in Nordirland nehmen kein Ende

Die Unruhen um den Flaggenstreit halten an. In Belfast brennen nicht nur Autos auch Polizisten wurden eigenen Angaben zufolge beschossen. Verhandlungen mit den Demonstranten schlugen bisher fehl.

  Flammende Proteste: Weil der Stadtrat beschloss, die britische Flagge nicht mehr täglich über dem Rathaus wehen zu lassen, gehen die Menschen nun auf die Barrikaden

Flammende Proteste: Weil der Stadtrat beschloss, die britische Flagge nicht mehr täglich über dem Rathaus wehen zu lassen, gehen die Menschen nun auf die Barrikaden

In Nordirlands Hauptstadt Belfast hat es die vierte Nacht in Folge gewaltsame Ausschreitungen gegeben. Aufgebrachte Demonstranten attackierten am späten Sonntagabend Polizisten, die im Osten der Stadt patrouillierten, mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Flaschen. Beratungen von Politikern und Kirchenvertretern über ein Ende der Gewalt, die sich Anfang Dezember an einem Flaggenstreit entzündete, blieben zunächst ergebnislos.

Mit Einbruch der Dunkelheit versammelten sich die Demonstranten nach Angaben der Polizei im Osten Belfasts und griffen die Beamten in mehreren Straßen an. Der nordirische Polizeichef Matt Baggott kündigte ein hartes Durchgreifen an. "Sie können sicher sein, dass es für den Fall weiterer Unruhen genügend Ressourcen gibt", sagte Baggott. Die Polizei stehe bereit, so lange dies notwendig sei.

Die Proteste im zu Großbritannien gehörenden Nordteil der irischen Insel richten sich gegen eine Entscheidung des Stadtrats von Belfast vom 3. Dezember, die britische Flagge nicht mehr jeden Tag über dem Rathaus wehen zu lassen. Dagegen wehren sich pro-britische Protestanten, die darin ein zu großes Zugeständnis an die nach einem vereinten Irland strebenden katholischen Republikaner sehen.

Kopflose Proteste

Kurz vor Beginn der neuen Ausschreitungen in Belfast hatten Politiker und Kirchenvertreter darüber beraten, wie die Gewalt gestoppt werden könnte. Robin Newton von der Democratic Unionist Party rief zu Besonnenheit auf. "Wir müssen einen Weg finden, um da herauszukommen, aber wie wir das machen, weiß ich nicht", sagte er und verwies darauf, dass von den Demonstranten keine klaren Forderungen erhoben würden. Michael Copeland von der Ulster Unionist Party sagte, es gebe unter den Demonstranten keinen Ansprechpartner.

Bereits seit Donnerstag hatte es in den Nächten in Belfast Ausschreitungen mit teils mehreren hundert Demonstranten gegeben. Nach Angaben der Polizei wurden bislang 52 Beamte verletzt, zudem gab es 70 Festnahmen. Einige Beamte berichteten, sie seien von Demonstranten unter Beschuss genommen worden. Ein 38-jähriger Mann wurden wegen des Verdachts auf versuchten Mord festgenommen.

Mit Waffen gegen die Polizei

Die nordirische Polizeigewerkschaft warnte, die Schüsse auf die Beamten seien ein sehr schwerwiegender Vorgang. Dies zeige, dass sich paramilitärische Kräfte unter die Demonstranten gemischt hätten, erklärte Gewerkschaftschef Terry Spence. Die Proteste im Flaggenstreit würden von der paramilitärischen Gruppe Ulster Volunteer Force genutzt, "um jetzt ihre Waffen gegen die Polizei zu richten".

In drei Jahrzehnten gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen London-treuen Protestanten und den nach einem vereinten Irland strebenden Katholiken wurden rund 3500 Menschen getötet. Mit dem Friedensabkommen vom Karfreitag des Jahres 1998, das die Machtteilung zwischen Protestanten und Katholiken vorsieht, wurde der Nordirland-Konflikt weitgehend beendet.

AFP/AFP

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools