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Intellektuell wirkt sie bisweilen unbeholfen, und auch sonst weist Sarah Palin, bis gestern Vizepräsidentschaftskandidatin von John McCain, manche Wissenslücke auf. Wie wenig sie wirklich über die Welt weiß, wurde erst jetzt bekannt.
Wenn John McCain und Barack Obama beim letzten TV-Duell aufeinandertreffen, werden die Bewohner von Scranton genau zuhören. Hier in Pennsylvania sind die Wähler stolze Arbeiter und streng katholisch. Eigentlich müssten sie für Obama sein, doch ihr Gewissen hält viele davon ab.
Obama hat seinen Kanidaten für das Amt des Vizepräsidenten gerade erst bekannt gegeben, da taucht aus dem McCain-Lager bereits ein Läster-Video auf.
Nach verpatzten TV-Interviews setzt niemand mehr einen Pfifferling auf Sarah Palin: Noch vor kurzem war sie das Ass im Republikaner-Ärmel, nun entpuppt sie sich als Schwarzer Peter. Das anstehende TV-Duell wird zum Charaktertest. Es ist ihre Chance, das Blatt noch einmal zu wenden.
Ruhig, beinahe nachdenklich präsentierte sich John McCain bei seiner ersten Rede als offizieller US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Seinem Gegner Barack Obama zollte er Respekt und seine Kampfansage richtete sich gegen die amtierende Regierung: "Der Wechsel muss kommen".
Wann wusste der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain was über seine Vize Sarah Palin? Haben seine Berater bei der Prüfung der Kandidatin versagt? Oder setzte McCain bewusst auf Risiko?
Sie sind keine Freunde. Dennoch hat US-Präsident George W. Bush John McCain, den designierten Kandidaten der Republikaner, auf deren Parteitag per Videobotschaft gepriesen - als Mann, den Amerika nun brauche.
Es klingt wie eine Posse, für John McCain ist es bitterer Ernst. Binnen einer Woche hat sich die zunächst bejubelte Wahl Sarah Palins zur Stellvertreterin als möglicher Flop erwiesen. Wegen der Schwangerschaft ihrer Tochter - aber nicht nur deswegen. Die Zweifel an McCains Urteilskraft wachsen.
Kopf-an-Kopf-Rennen in einer wichtigen Wählerumfrage: Der designierte demokratische US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama und sein republikanischer Konkurrent John McCain liegen in einer Befragung von CNN bei jeweils 47 Prozent. Nicht die besten Vorzeichen für die Demokraten zu Beginn ihres Parteitages.
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